Polling im Innkreis ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel.
Geografie Polling im Innkreis liegt auf 385 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,9 km, von West nach Ost 6,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 15,11 Quadratkilometer. Zehn Prozent der Fläche sind bewaldet, über achtzig Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.
Gewässer Durch den Ort fließt von West nach Ost die Waldzeller Ache und 1 km weiter südlich parallel dazu die Mettmacher Ache.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Polling.
Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.
Nachbargemeinden Drei der sechs Nachbargemeinden liegen im Bezirk Ried (RI).
Geschichte Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Das mittelalterliche Schloss Imolkam wurde in den 1830er Jahren abgerissen.
Einwohnerentwicklung
Die Zunahme der Bevölkerungszahl zwischen 1991 und 2021 basierte auf Zuwanderung, die Geburtenbilanz war leicht negativ.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Polling im Innkreis
Katholische Pfarrkirche Polling im Innkreis hl. Andreas: Die Kirche wurde um 1485 im spätgotischen Stil erbaut und später barockisiert und hat neugotische Altäre. Der barocke Band- und Gitterstuck schuf Johann Michael Vierthaler (um 1730). An der Außenmauer befindet sich ein Fresko Der gute und der schlechte Beter und ein Steinrelief Christus am Ölberg. Musikverein Polling, gegründet 1960, hat 45 Mitglieder. Der Nachwuchs mit Namen ROKIPO besteht aus Jungmusikern aus Roßbach, Kirchheim und Polling.
Wirtschaft und Infrastruktur WirtschaftssektorErwerbstätige20012011Land- und Forstwirtschaft5338Produktion107113Dienstleistungen4367
Ansässige Unternehmen Blumschein (Stahl- und Alukonstruktionen) Fliesen & Stein BAUBAST (Fliesenlegermeisterbetrieb, Fliesenverlegung und Handel mit Fliesen-, Beton-, und Natursteinen)
Medien InnVideo (Filmproduktion und Eventtechnik)
Politik mini|Gemeindezentrum Polling im Innkreis Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 2003: 7 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. 2009: 7 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. 2015: 6 ÖVP, 4 SPÖ und 3 FPÖ. 2021: 6 ÖVP, 4 FPÖ und 3 SPÖ.
Bürgermeister
bis 2015 Karl Reiter-Stranzinger (ÖVP) seit 2015 Bernhard Reiter-Stranzinger (ÖVP)
Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Grün ein goldenes, anstoßendes Andreaskreuz, belegt mit zwei roten, schräggekreuzten Glevenstäben. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Rot.
Persönlichkeiten Franz Xaver Zweimüller (1904–1988), Politiker, Vizebürgermeister von Polling Alois Schneebauer (1912–2006), Dechant von Altheim, Altpfarrer und Ehrenbürger von Polling; geboren in St. Marienkirchen
Weblinks
Website der Gemeinde Polling im Innkreis
Einzelnachweise
Kategorie:Innviertler Hügelland