mini|Hannes Stöhr (2014) Hannes Stöhr (* 1970 in Stuttgart) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Er wohnt in Berlin und bei Stuttgart.https://www.theater-lindenhof.de/?team=hannes-stoehr
Von 2005 bis 2019 lehrte Stöhr regelmäßig als Gastdozent an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg,https://filmreporter.de/stars/8155-Hannes-Stoehr am Goethe-Instituthttps://www.aventuradobrasil.de/blog/deutschbrasilianisches-kulturevent-deutschland-brasilien-2013-2014/ und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB)https://de.linkedin.com/in/hannes-stoehr-2769a7281. Seit 2019https://de.linkedin.com/in/hannes-stoehr-2769a7281 ist Stöhr Professor an der Hochschule der Medien in Stuttgart.https://hdm-stuttgart.de/person/stoehr Stöhr gründete den internationalen Storytelling Minorhttps://hdm-stuttgart.de/en/study-offer/exchange-programmes/storytelling/ im Studiengang Audiovisuelle Medien. Außerdem ist er leitendes Mitglied des Instituts für angewandte Narrationsforschunghttps://www.narrationsforschung.de/leitung/. 2006 erhielt er ein Drehbuch-Stipendium in die Villa Aurora in Los Angeles. Stöhr spricht fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch).
Laufbahn Hannes Stöhr ist in Hechingen aufgewachsen und absolvierte am dortigen Gymnasium 1989 das Abitur. Nach dem Zivildienst bei der Lebenshilfe Zollernalb und einem Aufenthalt in Südamerika begann er 1992 ein Jurastudium in Passau. Ein Erasmus-Stipendium führte ihn nach Santiago de Compostela.https://cineuropa.org/en/interview/56733/ Von 1995 bis 2000 studierte er Drehbuch und Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). In dieser Zeit entstanden einige Kurzfilme und Dokumentarfilme. Berlin is in Germany drehte er 1999 als Abschluss seines Studiums an der DFFB zunächst als Kurzfilmhttps://dffb-archiv.de/editorial/low-budget-high-energy-reinhard-hauff-direktor-1993-2005 und erhielt dafür beim Filmfest Potsdam 1999 den Hauptpreis. Danach setzte er die Geschichte des Haftentlassenen Martin Schulz mit Jörg Schüttaufhttps://www.imdb.com/name/nm0778335/bio/ als abendfüllenden Kinofilm um. Die Tragikomödie hatte am 8. Februar 2001 bei den Internationalen Filmfestspiele Berlin 2001 Premiere und wurde mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet. Stöhr erhielt neben dem New Faces Award 2002 auch den Studio-Hamburg-Nachwuchspreis 2001. Der Kinofilm bekam dazu den Publikumspreis beim Filmfestival Schwerin 2001, den Prix Special de Jury bei den französischen Nachwuchsfestivals in Poitiers (2002) und Annonay (2002), den Deutschen Kritikerpreis (2002), eine Nominierung für den First Steps Award 2002 und lief auch auf zahlreichen internationalen Filmfestivals wie Moskau (2001), New York – Museum of Modern Art (2001), Los Angeles – AFi (2001) und Istanbul (2002).https://www.imdb.com/title/tt0276820/awards/ Berlin is in Germany lief neben Deutschland auch in Frankreich, der Türkei und anderen europäischen Ländern. In Spanien kam der Film am 19. April 2002 in die Kinos. Die Deutsche Kinemathek in Berlin hat die Tragikomödie in ihre Sammlung aufgenommen und vertreibt ihn weltweit. Berlin is in Germany, wurde in über 20 Sprachen übersetzt.https://www.deutsche-kinemathek.de/de/sammlungen-archive/filmverleih/detail?movie_id=1034348
2003 drehte Stöhr den Kölner WDR-Tatort Odins Rache mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär in den Hauptrollen.https://web.archive.org/web/20240224000226/https://www.filmstarts.de/specials/519.html?page=3&tab=0 Der Krimi, für den Stoehr auch das Drehbuch schrieb, wurde für den ARD-Civis-Fernsehpreis nominiert. Seinen zweiten Kinofilm One Day in Europe drehte Stöhr in Berlin, Moskau, Istanbul und Santiago de Compostela. Die Episoden-Komödie mit Miguel de Lira, Rachida Brakni, Megan Gay, Péter Scherer, Florian Lukas, Erdal Yildiz wurde im Wettbewerb der Berlinale 2005 gezeigthttps://www.berlinale.de/de/2005/programm/20051192.html#gallery_gallery-festival-photos-1 und lief auf zahlreichen internationalen Filmfestivals wie Valencia, Brüssel, Haifa, Warschau, São Paulo und Hamptons.https://www.berlinale.de/external/programme/archive/pdf/20051192.pdf Der Film startete mit 50 Kopien im April 2005 in den deutschen Kinos, später auch in Spanien, Polen, Großbritannien, Türkei, Russland und Japan.https://www.japantimes.co.jp/culture/2007/08/10/films/film-reviews/one-day-in-europe/ Das Poster zum Film One Day in Europe entwarf Jim Avignon, Florian Hoffmeister firmierte als Director of photography, Anne Leppin war für die Produktion und Anne Fabini für die Montage verantwortlich.
Sein dritter Kinofilm Berlin Calling hatte beim Filmfestival in Locarno 2008 auf der Piazza Grande Weltpremiere, lief unter anderem beim Filmfestival in Hamburg 2008, beim internationalen Filmfestival in Warschau 2008 und beim Filmfestival in Miami 2009. Die Tragikomödie startete im Oktober 2008 mit 35 Kopien in den deutschen Kinos. Später folgten Kinostarts in Polen, Italien, Ungarn, Spanien und anderen europäischen Ländern. Der Film mit Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch und Araba Walton in den Hauptrollen lief 115 Wochen (Stand 30. November 2010) ununterbrochen in Berlin und anderen Städten in den Programmkinos. 2009 gehörte das Werk zum Jubiläumsprogramm Berlin-New York.https://archive.nytimes.com/tmagazine.blogs.nytimes.com/2009/03/30/off-the-wall-berlin-bash-in-new-york/ Die TV-Premiere lief im Oktober 2010 auf Arte. Im Dezember 2010 gewann Berlin Calling den Arte-Publikumspreis, der durch die Zuschauer per Internet ermittelt wird. Später wurde der Film auch für das Theater adaptiert. Hannes Stöhr hatte Berlin calling gemeinsam mit seinem Studienkollegen Karsten Aurich produziert.https://sabotage-films.de/en/projekte/berlin-calling-2/
Über seine drei Kinofilme Berlin is in Germany (2001), One Day in Europe (2005) und Berlin Calling (2008), sagt Hannes Stöhr, der neben der Regie auch immer das Drehbuch schrieb:
Für die Dramedy Global Player – Wo wir sind isch vorne schrieb Stöhr wieder das Drehbuch und führte Regie. Er handelt von einer Unternehmerfamilie aus Stöhrs Heimatstadt Hechingen. Global Player lief als Eröffnungsfilm beim Deutschen Filmfestival 2014 in Ludwigshafen und als Abschlussfilm beim internationalen Filmfestival Cinema JoveGlobal Player als Abschlussfilm auf dem Film Festival Cinemajove in Valencia (Spanien), globalplayerfilm.com, abgerufen am 4. Juni 2023 in Valencia 2014. Seine USA-Premiere feierte der Film 2014 beim Internationalen Filmfestival in Miami, seine Asien-Premiere 2014 beim Singapur Filmfestival. In der Kinothek Stuttgart lief das Werk mit Christoph Bach, Walter Schultheiß Inka Friedrich, und Ulrike Folkerts in den Hauptrollen 39 Wochen ohne Pause. Die Geschichte wurde von Stöhr auch als Theaterstück bearbeitet und kam am 3. März 2018 im Theater Lindenhof in Melchingen unter seiner Regie zur Uraufführung. Außerdem produzierte der SWR 2016 ein Hörspiel nach dem Film.
Stoehr wohnte ab 2006 in der Künstlerresidenz Villa Aurora in Los Angeles, wo er an seinem deutschen Western-Epos Forty-Eighters arbeitete. Das Drehbuch soll von den deutschen Einwanderern nach Amerika im 19. Jahrhundert handeln. 2008 war er Jury-Mitglied beim Internationalen Filmfest in Gijón, 2009 Jury-Präsident des europäischen Filmfestivals in Brüssel, 2010 Mitglied der Jury beim Miami International Filmfestival (World competition). 2010 produzierte er den Dokumentarfilm Mein Ungarn in Berlin von Rita Lengyel und wirkte bei der Doppel-DVD über Paul Kalkbrenners 2010er Europatournee als Dramaturg mit. Stöhr veröffentlicht auch Aufsätze über Filme.
2016 trat Stöhr in dem Dokumentarfilm Compostela-Cruce de Miradas unter der Regie von Antón Reixa auf. Unter anderem mit Luis Tosar, Yolanda Castaño, Miguel de Lirahttp://www.grupochevere.eu/Equipo/3-Miguel-de-Lira oder Luisa Castro spricht er überhttps://www.rfi.fr/fr/europe/20190528-festival-cans-cinema-hannes-stohr-racines-galiciennes-europe-cultures Santiago de Compostela.https://www.festivaldecans.gal/gl/o-cineasta-aleman-hannes-stohr-protagoniza-a-primeira-retrospectiva-internacional-do-festival-de-cans/https://www.imdb.com/title/tt0847731/fullcredits Er war kreativer Pate des Berliner Filmfestivals Kiezkieken. 2019 nahm das Filmmuseum Potsdam die Filme Berlin Is in Germany und Berlin Calling in seine ständige Sammlung auf. Alle vorhandenen Filmmaterialien sind im Museum archiviert.https://www.filmmuseum-potsdam.de/Hannes-Stoehr-GiFMP.html 2023 inszenierte er das Theaterstück Marlene in Hollywood am Theater Lindenhof nach eigenem Buch. Das Werk erzählt die Zeit von Marlene Dietrich in HollywoodTrailer "Marlene Dietrich" in Hollywood https://www.youtube.com/watch?v=I1bUQ_j_z7g und wurde von der Deutschen Kinemathek unterstützt.https://www.theater-lindenhof.de/wp-content/uploads/2023/05/Programmheft_Marlene_Dietrich_in_Hollywood_web.pdfhttps://www.theater-lindenhof.de/spielplan-2/stuecke/marlene-dietrich-in-hollywood/ 2025 war Stöhr, zusammen mit Laura Gómez und Teresa Guerrero, Jurymitglied des Umweltfestivals FICMEC (Festival Internacional de Cine Medioambiental de Canarias) auf den kanarischen Inseln.Teresa Guerrero, Hannes Stoehr y Laura Gómez componen el jurado de FICMEC 2025. In: elperiodicodeycodendaute.es, 16. Mai 2025. Außerdem war er eingeladener Experte für Dokumentarfilm im Ausbildungsprojekt CREADOC 2025/26 der kanarischen Filmförderung.CREADOC Laboratorio de Desarrollo de Documentales de Creación . In: canaryislandsfilm.com, abgerufen am 25. November 2025.
Hannes Stöhr ist Mitglied der Deutschen und Europäischen Filmakademie.
Filmografie Spielfilme (Drehbuch- und Regie-Auswahl) 2001: Berlin is in Germany 2004: Tatort – Odins Rachehttps://www.crew-united.com/de/Tatort-Odins-Rache__5397.html 2005: One Day in Europe 2008: Berlin Calling 2012: Berlin Night Windowhttps://www.unifrance.org/film/35785/berlin-night-window, in Episodenfilm Hopper revisited… 2013: Global Player – Wo wir sind isch vorne 2016: Heimat Europa 2017: Forty Eighters (Drehbuch. Western) 2018: Anna & Jason (Drehbuch. Anti-Kriegsfilm)
Dokumentarfilme (Auswahl) 1996: Lieber Cuba Libre 1998: Cirque Gosh – live in Parishttps://stoehrfilm.de/cirque_gosh-live_in_paris/ 2009: En Berline à Berlin (Darsteller. Regie: Peter Stuart) 2010: Paul Kalkbrenner live in concert 2012: My Hungary in Berlin (Produzent. Regie: Rita Lengyel)https://stoehrfilm.de/mein_ungarn_in_berlin/ 2014: Miami calling (Drehbuch) 2016: Compostela, Cruce de Miradas (Darsteller. Regie: Anton Reixa) 2017: El pistolero. In: Prenzlauer Berginale – Dokumentarfilmsammlung über den Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg.https://www.absolutmedien.de/film/6507/Prenzlauer+Berginale+-+die+Zweite%21 2018: Hambi (Produzent Transparent Film mit Stoehrfilm und Filmakademie Ludwigsburg, Regie: Lukas Reiter)https://irp.cdn-website.com/e53e1225/files/uploaded/hambi_presspaper_eng.pdf 2022: Zeitreise – 50 Jahre HdM in 50 Minutenhttps://www.hdm-stuttgart.de/zeitreise/#/home (HdM Stuttgart, Koordinator Jubiläumsprojekthdm-stuttgart.de/view_news?ident=news20220805101534, Regie: Max Klick)
Werbung (Auswahl) 2014 Comazo
Theater (Auswahl) 2011–2014 Theaterfassung Berlin Calling, frei nach dem Film. Buch mit Gunnar Dreßler. Mit Theater Altenburg, Trier, Gera u. a. Premieren 2011–2014.http://www.dreamland-media.com/index.php?article_id=19 2018–2023 Theaterfassung Global Player, frei nach dem Film. Mit Theater Lindenhof. Buch und Regie. Premiere 2018 und wird noch gespielt.https://www.theater-lindenhof.de/spielplan-2/stuecke/global-player/https://www.theater-lindenhof.de/?team=hannes-stoehr 2023 Marlene in Hollywood. Buch und Regie. Premiere 2023 im Theater Lindenhof.https://www.theater-lindenhof.de/spielplan-2/stuecke/marlene-dietrich-in-hollywood/https://www.theater-lindenhof.de/wp-content/uploads/2023/05/Programmheft_Marlene_Dietrich_in_Hollywood_web.pdf
Auszeichnungen (Auswahl) Berlin is in Germany