Die Eduard-Rhein-Stiftung mit Sitz in Hamburg wurde 1976Eduard-Rhein-Stiftung | Die Stiftung. In: eduard-rhein-stiftung.de, abgerufen am 11. März 2020. von Eduard Rhein (1900–1993), dem Gründungschefredakteur der Zeitschrift Hörzu, gegründet. Geleitet wird die Stiftung von Hans-Joachim Grallert (seit 2015), davor ab 1990 von Rolf Gartz, dem Neffen Eduard Rheins. Das Stiftungskapital ist von ursprünglich zwei Millionen DM auf zehn Millionen Euro angewachsen. Zweck der Stiftung ist die Förderung der wissenschaftlichen Forschung sowie der Bildung, Erziehung, Kunst und Kultur im In- und Ausland. Dazu werden Preise verliehen.

Preise Grundlagenpreis (25.000 Euro) Technologiepreis (30.000 Euro) Kulturpreis (dotiert mit 10.000 Euro, Vorsitzender der Jury: Michael Wolffsohn) Eduard-Rhein-Ehrenring (Mondstein in Gold gefasst), die Anzahl der lebenden Träger ist auf zehn beschränkt. Jugendpreise (im Rahmen des Bundeswettbewerbs Jugend forscht, je 1.500 Euro)

Träger des Eduard-Rhein-Ehrenrings 1980 Vladimir Zworykin † 1981 Walter Bruch † 1982 Max Grundig † 1983 Karl Holzamer † 1984 Herbert von Karajan † 1985 Hugh Greene † 1986 Masaru Ibuka † 1987 Werner Höfer † 1988 Ray Dolby † 1992 Rudolf Hell † 1994 Lennart Bernadotte † 1998 Heinz Zemanek † 2000 Heinrich von Pierer 2001 Ernst-Ludwig Winnacker 2002 Hans-Jürgen Warnecke † 2004 Hubert Markl † 2007 Valentina Tereshkova 2008 Herbert Mataré † 2012 Michael Sohlman 2015 Wolfgang Heckl 2020 Gerd Hirzinger 2023 Ulrich Walter

Träger der Eduard-Rhein-Preise mini|Eduard Rhein (links) überreicht 1990 die Verleihungsurkunde des Grundlagenpreises an Manfred Börner 1979 Technologiepreis: Nobutoshi Kihara für extrem dichte Bildaufzeichnung auf Magnetband; Yuma Shiraishi für Grundlagenarbeiten für das Video Home System; Johannes H. Wessels für Beiträge zur magnetischen Bildaufzeichnung 1980 Technologiepreis: B. Wendland, G. Broussard, K. Compaan, Jon K. Clemens, G. Dickopp, Eugene O. Keizer und Piet Kramer für Alternativen künftiger TV-Systeme; Horst Redlich für die Entwicklung des Bildplattensystems 1981 Technologiepreis: Günter Joschko und Werner Scholz für die Mini-Disk; Minoru Morio und Shigeyuki Ochi für das Videomovie; Katsuo Mori und Masahuru Kubo für die MAG-Kamera; Lodewijk F. Ottens und Toshitada Doi für die Compact Disc; Dalton D. Pritchard für das Dynamic Processing System 1982 Technologiepreis: Max Aigner, Siegfried Dinsel, Herbert Hopf und Rudolf Kaiser für Stereoton-Fernsehen in Deutschland; Hans-Jürgen Kluth für die Stereoton-Schrägspuraufzeichnung beim VCR; Hiroki Sato für den ersten produktionsreifen Flachbildschirm 1983 Technologiepreis: Ljubumir Micic für Digivision, digitale TV-Signalverarbeitung; Etsuro Saito für Mavica, eine elektronische Einzelbildkamera; Horst Redlich für das DMM-Verfahren für Langspielplatten Kulturpreis: Ulrich Kienzle für Blutiger Sommer – Wiedersehen mit Beirut; Marlene Linke für Das Erlanger Wunschkind 1984 Technologiepreis: A. Schauer, E. Geffcken, D. Littwin, W. Veith, K. Weingang und R. Wengert für den ersten farbigen Flachbildschirm aus Deutschland; Robert Suhrmann und Eckart Pech für Farbkodierung für den digitalen HDTV-Videoprozessor Kulturpreis: Klaus Juhnke, F. Müller und H. von Barnekow: Der Fall K.; Gernot Friedel und Martin Gregor-Dellin für Ich bin wie Othello; ARD-Team Warschau für die Polenberichterstattung; H. Giersberg und W. Trapp für Der vergessene Krieg 1985 Technologiepreis: Walter Bruch für zeitsequentielle Luminanz-Chrominanz-Kodierung; Thomas S. Robson für das MAC-System für Satellitenfernsehen; Takashi Okada und Masayuki Hongo für flimmerfreies TV-Farbsystem; Shinji Morozumi für das tragbare Fernsehgerät mit flachem LC-Bildschirm; Eckard Krüger, A. Heller und U. Kraus für das Video Programming System; F. Schröder und F. Stollenwerk für den Fachbeitrag Fernsehen mit erhöhter Bildqualität Kulturpreis: Eberhard Fechner für Der Prozeß; Christoph Maria Fröhder für Polizeiagenten – Lockspitzel im Zwielicht; Peter Hajek für Helwein – Filmportrait eines Malers; Roland Schraut und Joachim Meßner für Ewig leben – Portrait einer Hundertjährigen; Werner Klett für Ein fauler Bauer 1986 Technologiepreis: K. Beckmann und D. Krahé für Kodierverfahren für Audio-Signale; Wolf-Peter Buchwald für erhöhte Bildauflösung für TV-Farbkameras; Stanley C. Fralick und Andrew Tescher für das Bildtelefon; Otto Klank, Heinz Röbel und Peter Treytl für Digitalhörfunk über Satellit; Kenzo Agakiri und Kenji Nakano für die DAT-Multitrack-PCM-Kassette; Charles Schepers für das Digicontrol-System für Fernsehgeräte Kulturpreis: Georg Stefan Troller für Stan Rivkin; Hans Peter Stadler für Leiden der Besiegten; Volker Arzt für Fahrplan ins Chaos; Hans-Dieter Grabe für Hiroshima – Nagasaki; Ray Müller für Nacht der Indios 1987 Technologiepreis: Robert R. Bathelt für die Flat & Square-Bildröhre; Richard R. Taylor für die Quantel Box, Trickverarbeitung von TV-Bildern; Robert Suhrmann für den TV-Konverter mit CCD-Bildspeicher; Yasuro Hori und Kentaro Hanma für den Colour-Video-Drucker; Rudolf Vollmer für das Buch Satellitentechnik mit D2-MAC Kulturpreis: Hans-Dieter Grabe für Warum habe ich meine Tochter getötet?; Anke Ritter für Wo Taxifahrer Tolstoi lesen; Irene Disch für Zacharias – ein Lebensbild Sonderpreis: Hanns Joachim Friedrichs, Moderation der Tagesereignisse im Fernsehen 1988 Technologiepreis: Peter Brody für Grundlagen der TFT-Flüssigkeitsdisplays; D. E. Castleberry und William W. Piper für hochauflösendes farbiges LCD; Shigeo Mikoshiba und Shinichi Shinada für verbesserte Plasmabildschirme Kulturpreis: Peter Leippe für Stille Tage in Sommieres; Michael Schmomers und Peter Kleinert für giftig, ätzend, explosiv; Ch. Berg, Michael Geyer und Jürgen Koch für Eine Queen wird geliftet Sonderpreis: Hans Abich für seine Bemühungen um den Aufbau von Rundfunk und Fernsehen in Deutschland nach 1945 Ehrenpreis: EUREKA-Direktorat (P. W. Bögels, G. Bolle, M. Hareng, R. W. Young) für den HD-MAC-Standard 1989 Technologiepreis: Akira Hirota für das Euro-S-VHS-Videosystem; Rainer Lüder und Gerhard Weil für den Featurebox-Chipsatz für Fernsehgeräte Kulturpreis: Gabriel Heim für Da ist kein Schall von Siegesrufen; Heike Mundzeck für Chronik einer Wiedergeburt und Rolf Pflücke für … und abends ins Gefängnis Sonderpreis: Hans-Joachim Kulenkampff, Quizmaster und Entertainer 1990 Grundlagenpreis: Manfred Börner für die Grundlagen der optischen Nachrichtentechnik Technologiepreis: Isamu Washizuka, Kozo Yano und Hiroshi Take für den flachen 14-Zoll-LCD-Farbbildschirm 1991 Grundlagenpreis: Claude Elwood Shannon für die Grundlagen der modernen Informationstheorie Technologiepreis: B. Strebel et al. für technologische Grundlagen der optischen Frequenzmultiplex-Verfahren mit Überlagerungsempfang Kulturpreis: Bernard Shaw für vorbildliche journalistische Berichterstattung in richtungsweisendem Stil 1992 Technologiepreis: Scott A. Brownstein und Stephen S. Stepnes für ein analog-digitales Bildverarbeitungsnetzwerk; Abraham Hoogendoorn et al. für digitales Compact-Cassetten-System 1993 Grundlagenpreis: Alfred Fettweis und Hans Wilhelm Schüßler für Grundlagenarbeiten zur digitalen Signalverarbeitung Technologiepreis: Masao Tomioka und Shuhei Yasuda für LC-TV-Projektion mit ultrahoher Auflösung für HDTV Kulturpreis: Ernst Waldemar Bauer und Gero von Boehm für herausragende journalistische Fernsehbeiträge 1994 Grundlagenpreis: Andrew J. Viterbi für das Dekodierungskonzept für Faltungscodes (Viterbi-Algorithmus); Gottfried Ungerböck für das Konzept der trelliscodierten Modulation Technologiepreis: Marcian Edward Hoff für die Erfindung des Mikrocomputers 1995 Grundlagenpreis: Konrad Zuse für die Entwicklung der ersten frei programmierbaren und in binärer Gleitkommaarithmetik arbeitenden Rechenanlagen Technologiepreis: Larry Hornbeck für die digitale Mikrospiegel-Matrix Kulturpreis: Heinz Bethge und Anthony Michaelis für jahrzehntelanges Wirken für die Freiheit der Wissenschaft 1996 Grundlagenpreis: Richard Hamming für die Grundlagen der fehlerkorrigierenden Kodierung (Hamming-Distanz, Hamming-Code) Technologiepreis: Jürgen Dethloff und Roland Moreno für Erfindung und Entwicklung von Chipkartentechnologien Kulturpreis: Sonja Bernadotte für die Organisation der Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau 1997 Grundlagenpreis: Yasuharu Suematsu für Halbleiter und integrierte Optik für Anwendungen in optischen Kommunikationssystemen Technologiepreis: Thomas Haug, Heikki Huttunen und Jan Uddenfeldt für die Entwicklung des digitalen Mobiltelefonsystems (GSM) Kulturpreis: John Maddox, langjähriger Chefredakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature 1998 Grundlagenpreis: Jacob Ziv für seine maßgebenden Beiträge zur Informations- und Kodierungstheorie, insbesondere für die Arbeiten zu einer Informationstheorie für individuelle Datenfolgen, die zur Konstruktion des universellen, verlustlosen Lempel-Ziv-Datenkompressionsalgorithmus führten Technologiepreis: Tim Berners-Lee für die Schöpfung und Entwicklung des World Wide Web Ehrenring: Heinz Zemanek für seine jahrzehntelangen völkerverbindenden Aktivitäten, insbesondere im Zusammenhang mit seinen herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf den Gebieten der Informationstechnologie, der Kybernetik und der Philosophie 1999 Grundlagenpreis: Wladimir Alexandrowitsch Kotelnikow für die erstmalige theoretisch exakte Formulierung des Abtasttheorems Technologiepreis: Leonardo Chiariglione für die Konzeption und Durchsetzung der MPEG-Standards zur Kodierung von Bewegtbild- und Tonsignalen, hier insbesondere des weltweit beachteten digitalen Fernsehstandards MPEG-2; Fabio Rocca für die Erfindung der Bewegungskompensation bei der Kodierung von Bewegtbildsignalen und für grundlegende Arbeiten zur Hybridkodierung mit Bewegungsschätzung Kulturpreis: Joachim Fest für seine herausragenden wissenschaftlichen und publizistischen Arbeiten 2000 Grundlagenpreis: Ingrid Daubechies für Wavelets, die Grundlage der digitalen Bildkodierung Technologiepreis: Norman Abramson für ALOHAnet, das erste Funknetz für den drahtlosen Internetzugang Kulturpreis: Ranga Yogeshwar für populärwissenschaftliche Beiträge im Deutschen Fernsehen 2001 Grundlagenpreis: David N. Payne für die Erfindung des erbium-dotierten Faserverstärkers (EDFA) Technologiepreis: José Luis Moreira da Encarnação für die Grundlagen der grafischen Datenverarbeitung Kulturpreis: Gerold Lingnau für informative Zeitungsberichte zur technologischen Entwicklung 2002 Grundlagenpreis: Robert Gray Gallager für grundlegende Beiträge zur Informationstheorie wie den Low-Density-Parity-Check-Code und zur Theorie der Rechnernetze Technologiepreis: Niklaus Wirth für die Entwicklung von Pascal, der ersten strukturierten Programmiersprache Kulturpreis: Armin Maiwald für jahrzehntelanges Bemühen technische Sachverhalte kindgerecht im Fernsehen darzustellen 2003 Grundlagenpreis: Paul J. Kühn für grundlegende Beiträge zur Verkehrstheorie und Pionierarbeit bei der Definition von Protokollen für paketvermittelnde Telekommunikationsnetze Technologiepreis: Paul Christian Lauterbur für die Erfindung der Magnetresonanztomographie Kulturpreis: Ernst Peter Fischer für sein Buch Die andere Bildung 2004 Technologiepreis: Manfred Schroeder für grundlegende Beiträge zur Raum- und Psychoakustik sowie die Erfindung des Linear Predictive Coding und des Codebook exited Coding von Sprache Kulturpreis: Gerhard Vollmer für sein Buch Evolutionäre Erkenntnistheorie 2005 Technologiepreis: Hisashi Kobayashi, François Dolivo und Evangelos S. Eleftheriou für die Einführung digitaler Signalverarbeitungs- und Kodierverfahren in Festplattenspeichern Kulturpreis: Redaktionsteam Wissenschaft der Wochenzeitung Die Zeit, vertreten durch den verantwortlichen Redakteur Andreas Sentker, für herausragende Berichte zu aktuellen Entwicklungen in den Naturwissenschaften, Medizin und Technik 2006