Die Paderborn Baskets sind eine deutsche Basketballmannschaft aus Paderborn, deren Spielbetrieb seit 2002 von der Paderborn Baskets Team GmbH organisiert wird. Der Breiten- und Jugendsport wird vom Paderborn Baskets 91 e. V. durchgeführt.
In der Vergangenheit trat die Mannschaft unter verschiedenen Sponsorennamen an, bis April 2012 als Webmoebel Baskets. Von der Saison 2012/13 bis zur Saison 2015/16 trat der Verein unter der Bezeichnung Finke Baskets an. 2016 wurde die Universität Paderborn der Namensgeber der Mannschaft, die fortan als Uni Baskets Paderborn in der 2. Basketball-Bundesliga-ProA antrat.Uni Paderborn: Pressemeldung vom 10. Juni 2016 abgerufen am 8. Dezember 2016 Im Sommer 2023 bis zum Sommer 2025 wurde der Name in Gartenzaun24 Baskets Paderborn geändert, nachdem eine Einigung mit einem in Bad Lippspringe ansässigen Versand für Zäune und Tore getroffen worden war. Seit 1984, damals noch als VBC Paderborn, spielt die Mannschaft immer mindestens zweitklassig. Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte waren die Teilnahmen in der Basketball-Bundesliga in der Spielzeit 1994/95 sowie von 2006 bis 2010. Von 2010 bis 2024 gehörte die Mannschaft der zweithöchsten Spielklasse ProA an. 2025 folgte die Rückkehr.
Geschichte VBC 69 (1969 bis 1991) Saisondaten 1984–1991 Saison Platz Punkte „Postseason“ Platz Punkte 2. BBL 1984/85 8. 12–24 Abstieg 4. 22–34 2. BBL 1985/86 4. 22–14 Aufstieg 5. 26–26 2. BBL 1986/87 5. 20–16 Aufstieg 5. 24–28 2. BBL 1987/88 4. 24–20 Aufstieg 4. 32–32 2. BBL 1988/89 6. 20–24 Platzierung 7. 2. BBL 1989/90 7. 22–22 Platzierung 7. 2. BBL 1990/91 7. 24–20 Abstieg 2. 36–28 Unmittelbarer Vorgängerverein der Paderborn Baskets war der 1969 gegründete VBC 69 Paderborn, in dem auch zum ersten Mal in der Stadt leistungsmäßig Basketball gespielt wurde. Bereits nach sechs Jahren konnten 1975 Jugendmannschaften Meisterschaften im Westdeutschen Basketball-Verband (WBV) erringen und in der Folge wurden Jugend- und Junioren-Nationalspieler wie Manfred Winter und Bernd Zengerling hervorgebracht, die später erste und zweite Liga spielten. 1984 gelang dann der ersten Herrenmannschaft selbst der Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga Gruppe Nord. Der Aufstiegsmannschaft gehörten überwiegend Spieler aus der eigenen Jugend an wie Dirk Happe, der im Jahr zuvor als Jugendnationalspieler bei der Kadetten(U16)-Europameisterschaft im eigenen Land eine Bronzemedaille gewonnen hatte.
Auch in der zweiten Liga setzte sich das Korsett der Mannschaft aus Spielern aus der eigenen Jugend sowie aus Spielern zusammen, die das Studium an der Universität Paderborn, wo unter anderem der langjährige Leverkusener Trainer Günter Hagedorn wirkte, in die Region verschlagen hatte. So war auch die Ausländerposition über mehrere Spielzeiten hinweg durch den kanadischen Nationalspieler Phil Ohl besetzt, der nebenbei an der Universität auf Lehramt studierte und nach seiner Rückkehr nach Kanada noch einmal WM-Teilnehmer 1990 mit der Nationalmannschaft war. Nach dem Zweitliga-Aufstieg 1984 traten innerhalb des Vereins Zwistigkeiten insbesondere in finanziellen Fragen mit den zuvor erfolgreicheren Volleyballern auf, die bis Mitte der 1980er Jahre als mehrfacher Vizemeister bundesweit an der Spitze gestanden hatten. Während im Verein die Basketballer bereits zahlenmäßig an aktiven Mitgliedern überlegen waren, wechselte der Zuschauerzuspruch Ende der 1980er Jahre von den sportlich stagnierenden Volleyballern zunehmend hin zu den Basketballern, die sich 1991 schließlich dazu entschlossen, einen eigenen Verein zu gründen.
Auf- und Abstieg (1991 bis 2001) Saisondaten 1991–2001 Saison Platz Punkte „Postseason“ Platz Punkte 2. BBL 1991/92 6. 34–18 ––– 2. BBL 1992/93 2. 34–10 Aufstieg 2. 50–14 2. BBL 1993/94 1. 38–6 Aufstieg 1. 54–10 1. BBL 1994/95 10. (N 5.) 18–46 Relegation 5. 4–16 2. BBL 1995/96 5. 24–20 Relegation Grp2 6. 4–16 2. BBL 1996/97 3. 32–12 Relegation Grp3 3. 10–10 2. BBL 1997/98 10. 16–28 Abstieg 4. 28–36 2. BBL 1998/99 8. 20–24 Abstieg 2. BL 1999/2000 Aufstieg 2. BBL 2000/01 3. 48–12 ––– grün unterlegt: Aufstieg / rot unterlegt: Abstieg 1991 spaltete sich die Basketball-Abteilung des VBC 69 geschlossen ab und gründete den Verein Paderborn Baskets 91 e. V. Als Manager des Zweitligisten wurde Ingbert Koppermann gewonnen und als Ziel der Erstliga-Aufstieg ausgegeben. Bei der Zusammensetzung der Mannschaft wurde nun gezielt und erfolgsorientiert Spieler angeworben, die sich in der zweiten Liga bereits erste Meriten verdient hatte. Zudem konnte 1992 mit dem niederländischen Bushersteller BOVA, der in der Region ansässig geworden war, ein erster Namenssponsor gewonnen werden. Aus der niederländischen Liga brachte man zugleich den belgischen Trainer Werner Rotsaert sowie den zuvor in Amsterdam spielenden US-Amerikaner Douglas Spradley mit und verpasste den Aufstieg im entscheidenden Spiel gegen den Konkurrenten TK Hannover nur knapp. 1993 stieg schließlich der Bodenbelägehersteller Forbo als Namenssponsor ein und am Ende der Spielzeit war der Aufstieg frühzeitig sichergestellt.
In der Erstliga-Spielzeit 1994/95 erreichte man die drittschlechteste Bilanz der teilnehmenden Mannschaften mit neun Siegen aus 32 Spielen, darunter ein überraschender Heimsieg gegen den späteren Korać-Cup-Gewinner Alba Berlin. Im Pokal erreichte man etwas überraschend das Final-Four-Turnier, wo man den dritten Platz belegen konnte. Die damaligen Bestimmungen sahen zwei ausländische Spieler pro Mannschaft vor, während in der 2. Liga nur ein Ausländer erlaubt war. In der folgenden Relegationsrunde der vier schlechtesten Erstligamannschaften mit den zwei besten Zweitligisten mussten die Erstligamannschaften dann auf einen Ausländer verzichten. Um die Positionen unter dem Korb im sogenannten Frontcourt mit dem estnischen Nationalspieler Margus Metstak nicht zu schwächen, verzichtete Trainer Rotsaert auf den mannschaftsinternen Topscorer Doug Spradley. Die Mannschaft verkraftete diese Schwächung nicht und in der Relegationsrunde konnte sich der Zweitligist TuS Lichterfelde vor den Paderbornern platzieren, die damit abgestiegen waren. Während der TuSLi als Kooperationspartner von Alba Berlin auf den Aufstieg verzichtete, traten die Paderborner auch aus finanziellen Gründen den Gang zurück in die zweite Liga an. Die veränderte Personalstrategie hatte Verbindlichkeiten entstehen lassen und die Insolvenz einer Firma, die die Mannschaft vermarkten sollte, führte dann beinahe auch zum finanziellen Ruin des Vereins. Trainer Rotsaert verließ den Verein und Manager Koppermann trat von seinem Amt zurück, von den Spielern wechselte Happe zum Aufsteiger TuS Herten und Spradley später zur SG Braunschweig, die 1995 ebenfalls aufgestiegen war und die Baskets in der ersten Liga ersetzt hatten.
In der zweiten Liga versuchte man den Verein langsam zu entschulden und hatte immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen, weshalb man schließlich eine eigene Spielbetriebs-GmbH mit dem Namen „Spo(r)tlights“ gründete, die die zukünftigen wirtschaftlichen Risiken aus dem Unterhalt einer zumindest teilweise professionellen Mannschaft tragen sollte. Die veränderte Personalpolitik hatte auch einen regionalen Konkurrenten entstehen lassen: der TV 1864 Salzkotten stieg mit einer Reihe ehemaliger Paderborner Spieler, darunter der US-Amerikaner Vernon Carr, 1995 in die zweite Liga auf und lieferte sich in den folgenden fünf Jahren teilweise erbitterte Duelle gegen den Lokalrivalen. Nachdem sich die Salzkottener 2000 aus der zweiten Liga zurückgezogen hatten, endete die Rivalität letztendlich in einer „Talentoffensive“ genannten Kooperation. Bei einem Training in der Saisonvorbereitung für die Spielzeit 1999/2000 brach der noch nicht ganz 26-jährige Paderborner Spieler Daniel Malcorps mit Herzversagen tödlich zusammen. Die Paderborn Baskets hatten seit 1998 die Firma Teamwork als Namensgeber gewonnen. Deren Insolvenz führte letztendlich auch zur Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft „Spo(r)tlights“. Die Mannschaft stand wieder vor einer ungewissen Zukunft.
Ära Trainer Spradley (2001 bis 2009) Saisondaten 2001–2009 Saison Platz Punkte „Postseason“ S/N 2. BL 2001/02 7. 30–26 ––– 2. BL 2002/03 4. 38–22 ––– 2. BL 2003/04 5. 46–14 ––– 2. BL 2004/05 2. 56–4 ––– 2. BL 2005/06 1. 60–0 ––– BBL 2006/07 11. 32–36 ––– BBL 2007/08 11. 32–36 ––– BBL 2008/09 8. 36–32 VF 2/3 grün unterlegt: Aufstieg / rot unterlegt: Abstieg In der Spielzeit 2000/01 war Nima Mehrdadi, ehemals Trainerassistent von Coach Rotsaert zu Erstliga-Spielzeiten 1994/95, Trainer der Baskets gewesen und hatte auch Doug Spradley, mittlerweile verheiratet mit einer Paderbornerin, nach einigen Erstliga-Spielzeiten bei Braunschweig und dem MBC wieder im Kader begrüßen dürfen. Der Verein als eigentlicher Inhaber der Lizenz der Profimannschaft ging aus der Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft einigermaßen unbeschadet hervor und in der folgenden Spielzeit wurde dann Spradley Trainer der Mannschaft, während Mehrdadi Sportdirektor wurde. Der erfolgsorientierte Trainer Spradley konnte schließlich die Mannschaft aus dem Mittelmaß der zweiten Liga herausführen. Zum Kern der neuen Erfolgsmannschaft gehörten mit Marius Nolte und Daniel Lieneke vom Kooperationspartner TV Salzkotten auch wieder zwei „Eigengewächse“. Zum Jahresbeginn 2004 verstarb der amtierende Präsident Bert Bruch plötzlich und unerwartet. Zur Spielzeit 2004/05 verpflichtete man von Ligakonkurrenten die US-Amerikaner Tim Black und Steven Esterkamp, mit denen man nach dem zehnten Spieltag und einer Niederlage gegen selbst erklärten Aufstiegsfavoriten Eisbären Bremerhaven nicht mehr verlor. Am Ende belegte man wegen des schlechteren direkten Vergleichs gegenüber Bremerhaven trotzdem nur den zweiten Platz. In der folgenden Spielzeit 2005/06 verlor man nun kein einziges Spiel mehr und stieg nach saisonübergreifend 50 Siegen in Folge ein zweites Mal in die höchste deutsche Spielklasse auf.
mini|350px|Spiel gegen Alba Berlin