Die Hochschule Osnabrück (ehemals: Fachhochschule Osnabrück) ist eine niedersächsische Fachhochschule mit Verwaltungssitz in Osnabrück. Heute gehört zur Hochschule Osnabrück auch ein Institut für Musik. Sie bietet über 100 Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Weiterbildungsprogramme an. Neben den Standorten Osnabrück-Westerberg, Osnabrück-Caprivi und Osnabrück-Haste verfügt die Hochschule Osnabrück noch über einen weiteren Standort in Lingen (Ems).Ohne Verfasser: Lingen – Lokhalle wird FH. In: Immobilien Zeitung. 2. August 2007, S. 18. Im Osnabrücker Stadtteil Westerberg, befinden sich die Hörsäle, Seminarräume und Laboratorien der Fakultäten Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI), Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) sowie des Institutes für Musik (IfM). Die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AuL) mit ihren Lehrgebäuden, Laboratorien, Gewächshäusern und Versuchsbetrieben befindet sich im Osnabrücker Stadtteil Haste inmitten eines ca. 5 Hektar großen Parks an den Ausläufern des Wiehengebirges. Am Campus Lingen ist die Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT) untergebracht.
Geschichte der Hochschule Vorgängerinstitutionen Die Ursprünge der heutigen Hochschule Osnabrück liegen in Vorgängerinstitutionen der tertiären Bildung. So ging die heutige Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik aus der 1962 am Standort Osnabrück-Westerberg gegründeten „Staatlichen Ingenieurschule Osnabrück“ hervor, die 1968 in „Staatliche Ingenieurakademie für Maschinenbau, Elektrotechnik und Hüttentechnik“ umbenannt wurde.Hochschule Osnabrück:
Ursprung der Fakultät für Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur sind die 1936 gegründete „Höhere Landbauschule“ in Quakenbrück und die 1949 gegründete „Höhere Gartenbauschule“ in Osnabrück-Haste. Die Quakenbrücker Einrichtung zog 1952 ebenfalls nach Osnabrück-Haste um und benannte sich 1964 in „Ingenieurschule für Landbau“ um. Die Gartenbauschule Osnabrück war schon 1960 in „Ingenieurschule und Versuchsanstalt für Gartenbau“ umbenannt worden. 1970 erfolgte die Vereinigung der beiden Einrichtungen zur „Staatlichen Ingenieurakademie für Gartengestaltung, Garten- und Landbau“, die ihre Eigenständigkeit jedoch nur ein Jahr behielt.
Das heutige Institut für Musik ging aus der Studienabteilung des 1919 gegründeten „Städtischen Konservatoriums Osnabrück“ hervor, die seit den 1960er Jahren in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Hannover aufgebaut worden war.
Fachhochschule Osnabrück mini|CB-Gebäude, Caprivistraße 1971 erfolgte die Gründung der „Fachhochschule Osnabrück“, indem die beiden Vorgängereinrichtungen „Staatliche Ingenieurakademie für Maschinenbau, Elektrotechnik und Hüttentechnik“ und „Staatliche Ingenieurakademie für Gartengestaltung, Garten- und Landbau“ zusammengeführt und der Fachbereich Wirtschaft neu aufgestellt wurden.Hochschule Osnabrück: Die Gründung der Fachhochschule Osnabrück. 50-jahre-hs-osnabrueck.pageflow.io, abgerufen am 21. August 2024.
Im Jahre 1987 wurde an der FH Osnabrück erstmals in der Bundesrepublik Deutschland eine Professur für Pflegewissenschaft eingerichtet, die mit Ruth Schröck besetzt wurde.Mathilde Hackmann: Development of nursing research in Germany in the European context. In: International Journal of Nursing Practice. 2000, S. 222, 224. 1992 gründete Doris Schiemann das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) an der Fachhochschule Osnabrück, seit 1999 arbeitet das DNQP in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat (DPR) an der Entwicklung evidenzbasierter Expertenstandards auf nationaler Ebene, die für alle Aufgabenfelder der professionellen Pflege richtungweisend sind.Karl-Jürgen Bieback: Keine Vergütungsvereinbarungen in der Pflege mehr? – Probleme der Qualitätssicherung im SGB XI. In: NZS. 2004, S. 337, 342.
1995 wurde der Hochschulstandort Lingen (Ems) mit 35 Studierenden der Studiengänge Betriebswirtschaft und Kommunikation eingerichtet.Hochschule Osnabrück: Dann studiert mal schön. Geschichte der Fakultät MKT. 50-jahre-hs-osnabrueck.pageflow.io, abgerufen am 21. August 2024.
Von 1995 bis 2000 war die Fachhochschule Osnabrück eine der Modellhochschulen im „Modellvorhaben für eine Erprobung der globalen Steuerung von Hochschulhaushalten in Niedersachsen“, dessen Ergebnisse inzwischen in die Hochschulgesetzgebung des Landes Niedersachsen eingeflossen sind.Karl-Heinz Maul: Wissensbilanzen als Teil des handelsrechtlichen Jahresabschlusses – Wissensbilanzen dargestellt am Beispiel des Jahresabschlusses von Hochschulen -. In: DStR. 2009, S. 2000, 2011.
Im Jahr 2000 wurde die Studienabteilung des städtischen Konservatoriums als „Institut für Musikpädagogik“ in die FH Osnabrück integriert, was bereits 1996 beschlossen worden war.Hochschule Osnabrück: Musikstudium – Neuland für eine Fachhochschule. 50-jahre-hs-osnabrueck.pageflow.io, abgerufen am 21. August 2024.
Die zum 1. Januar 2003 erfolgte Überführung der Trägerschaft vom Land Niedersachsen in die „Stiftung Fachhochschule Osnabrück“§ 1 Stiftung FH Osnabrück-Verordnung (StiftVO-FHOS), vgl. auch Doreen Kirmse: Kein Widerspruchsrecht nach § 613a VI BGB bei gesetzlich angeordnetem Übergang des Arbeitsverhältnisses – Stiftungen als Träger von Wissenschafts- und Kultureinrichtungen. In: NJW. 2006, S. 3325, 3327. brachte zahlreiche organisatorische Änderungen mit sich, u. a. der Einrichtung eines Stiftungsrates (Vorsitzende: Helga Schuchardt). Im Jahr 2006 gehörte die neue Stiftung Fachhochschule Osnabrück zu den größten Stiftungen öffentlichen Rechts nach Ausgabenvolumen in Deutschland.Hermann Falk: Nachhaltigkeitsstrategien für Stiftungen. In: Gotlind Ulshöfer, Gesine Bonnet (Hrsg.): Corporate Social Responsibility auf dem Finanzmarkt. 1. Auflage. 2009, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 978-3-531-16077-1, S. 204.
2004 wurde der Neubau auf dem Caprivi-Campus auf dem Westerberg eingeweiht; die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften nutzt das ehemalige Kasernengelände bereits seit 1998.Darum!Osnabrück: vom 13. August 2013, abgerufen am 14. Juni 2015. Das Orientierungssystem am Caprivi-Campus stammt von Andreas Uebele.
Hochschule Osnabrück Im September 2010 wurde mit Inkrafttreten des neuen niedersächsischen Hochschulgesetzes die „Fachhochschule Osnabrück“ in „Hochschule Osnabrück“Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt, Nr. 16/2010, ausgegeben am 18. Juni 2010, S. 242 und 248. umbenannt.hs-osnabrueck.de: abgerufen am 27. September 2010. Zudem konnte zum Start des Wintersemesters 2010/2011 erstmals die Grenze von 10.000 Studierenden an der HS Osnabrück übersprungen werden.noz.de: Die magische Zahl ist erreicht. Abgerufen am 29. September 2010.
Die heutige Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) ist aus den ehemaligen Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik sowie Werkstoffe und Verfahren, die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) aus den ehemaligen Fachbereichen Wirtschaft, dem Institut für Öffentliches Management, Institut für Öffentliche Verwaltung (Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst) und dem Institut für Gesundheitsberufe hervorgegangen. Die heutige Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AuL) ging aus den ehemaligen Fachbereichen Gartenbau, Landwirtschaft und Landespflege hervor. 2011 wurde die Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT) als neuer organisatorischer Überbau am Standort Lingen eingerichtet, die aus dem ehemaligen Department für Kommunikation und Gesellschaft, Department für Management und Technik und dem Department für Duale Studiengänge, einer Kooperation mit der Berufsakademie Emsland,noz.de: Meilenstein für den Campus Lingen. Integration der BA-Studiengänge in die Fachhochschule besiegelt. Abgerufen am 1. Dezember 2011. hervorgegangen ist.Thomas Pertz: Campus in Lingen wird erwachsen. In: Neue Osnabrücker Zeitung. Abgerufen am 1. Juli 2011. Eröffnet wurde der neue Campus Lingen im Oktober 2012, nachdem die Hallen I/II des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks Lingen ausgebaut worden waren.
Zum Wintersemester 2011/12 führte die Fakultät WiSo den neuen und in Deutschland bislang einmaligen Bachelor-Studiengang Angewandte Volkswirtschaftslehre (B.A.) ein.Warum bringt uns keiner Krise bei? – 2. Teil: Unis, hört die Signale! Wie Studenten die Lehrpläne reformieren. In: Spiegel Online. 28. Dezember 2011, abgerufen am 28. Dezember 2011. Im Februar 2012 wurde das kooperative Forschungskolleg „FamiLe – Familiengesundheit im Lebensverlauf“ zusammen mit der Universität Witten/Herdecke eröffnet.idw-online.de: Start des kooperativen Forschungskollegs „FamiLe“ von Uni Witten/Herdecke und Hochschule Osnabrück, abgerufen am 25. Februar 2012.
Am 19. April 2013 erfolgte der erste Spatenstich für einen Erweiterungsbau auf dem Westerberg, der von Universität und Hochschule Osnabrück gemeinsam genutzt werden soll. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur investierte rund 23 Millionen € in das Hörsaalgebäude, insgesamt waren Investitionen von rund 80 Mio. € für den gesamten neuen Campus geplant.idw-online: Osnabrücker Campus erhält Hörsaalgebäude über 22 Millionen Euro, abgerufen am 20. April 2012.
Fakultäten mini|AF-Gebäude, Albrechtstraße mini|Institut für Musik, Caprivistraße mini|Halle IV, Campus Lingen Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AuL)
Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT) in Lingen (Ems) Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM)
Forschung Derzeit sind an der Hochschule Osnabrück drei Forschungsschwerpunkte eingerichtet: Agrar- und Ernährungssysteme, Landschafts- und Stadtentwicklung Gesundheit, Gesellschaft, Wirtschaft Nachhaltige Technologien und Prozesse
Zudem gibt es an der Hochschule Osnabrück Binnenforschungsschwerpunkten (BFSP).
Beendete Binnenforschungsschwerpunkte: SPINE – Sustainable and Transparent Al-enabled Business Processes EN ROUTE – Physisch und virtuell unterwegs in nachhaltigen Bildungslandschaften Inklusive Bildung – Teilhabe als Handlungs- und Organisationsprinzip CityGrid – Intelligente Energieversorgung einer Stadt Zukunft Lebensraum Stadt – Urbane AgriKultur als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt MusikPhysioAnalysis PACE – Entwicklung von Kommunikationssystemen für Probleme in der Organisationskommunikation
Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes LOKSMART - Lokale Smart Grids JETZT!Abschlussbericht: LOKSMART - lokale smart grids JETZT! Abgerufen am 5. September 2026. entstanden im Labor für Elektrische Antriebs- und Energiewandlungssysteme in den Jahren 2012 bis 2015 die Grundlagen für das Bidirektionale Laden / Vehicle to Grid (V2G) mit dem Combined Charging System (CCS) Standard.
Die Volkswagen-Stiftung förderte die Hochschule Osnabrück von 2012 bis 2016 mit rund 1 Mio. € für das gemeinsame bodenwissenschaftliche Forschungsprojekt Rüwola mit der HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen.Neue Osnabrücker Zeitung: Volkswagen-Stiftung fördert Hochschule Osnabrück. Abgerufen am 1. Dezember 2011. Im Dezember 2011 wurden für acht Forschungsanträge der Hochschule Osnabrück Förderungen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von ebenfalls rund 1 Mio. € bewilligt.hs-osnabrueck.de: Hochschule Osnabrück mit acht Anträgen erfolgreich. Europäischer Strukturfonds finanziert Forschung mit über einer Mio. Euroabgerufen am 18. Januar 2020