Die Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien (ursprüngliche Schreibweise: Josef Kainz-Medaille der Stadt Wien; kurz Josef-Kainz-Medaille oder Kainz-Medaille) wurde 1958 zum 100. Geburtstag des österreichischen Schauspielers Josef Kainz von der Stadt Wien gestiftet.
Die Auszeichnung wurde bis zum Jahr 1999 jährlich an Schauspieler, Regisseure und Bühnenbildner/Ausstatter vergeben. Zusammen mit dem Nestroy-Ring und dem Raimund-Ring ging sie ab 2000 in den neu geschaffenen, jährlich verliehenen Nestroy-Theaterpreis (mehrere Kategorien) auf.Wiener Theaterpreis "Nestroy". Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 13. September 2000, abgerufen am 27. September 2026:
Reglement
Am 28. März 1959 beschloss der Wiener Gemeinderat die Stiftung der Josef-Kainz-Medaille:
Preisträger
1950er Jahre
1958:7.10.1958: Zum ersten Male verliehen: Die Josef Kainz-Medaille der Stadt Wien – Die Ausgezeichneten: Rosa Albach-Retty, Günther Haenel und Leopold Lindtberg. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Oktober 1958, abgerufen am 27. September 2026. Rosa Albach-Retty – „Eine sonderbare Dame“ (Mrs. Edna Savage) – Akademietheater Günther Haenel – „Sonnenfinsternis“ (Rubaschow) – Volkstheater Leopold Lindtberg – „Weh dem der lügt“ (Regie) – Burgtheater
1959:19.9.1959: Die Josef Kainz-Medaille der Stadt Wien für Alma Seidler, Attila Hörbiger und Kurt Horwitz. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im September 1959, abgerufen am 27. September 2026. Alma Seidler – „Die Medaillen einer alten Dame“ (Mrs. Dowey) – Burgtheater Attila Hörbiger – „Fast ein Poet“ (Cornelius Melody) – Burgtheater Kurt Horwitz – „Der Misanthrop“ (Regie) – Volkstheater
1960er Jahre
1960:27.10.1960: Wien zeichnet seine besten Bühnenkünstler aus – Wessely, Edthofer und Lothar erhielten die Kainz-Medaille. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Oktober 1960, abgerufen am 27. September 2026. Paula Wessely – „Anatol“ (Gabriele) – Akademietheater Anton Edthofer – „Der verborgene Strom“ (Daniel Monnerie) – Theater in der Josefstadt Ernst Lothar – „Das weite Land“ (Regie) – Akademietheater
1961:13.10.1961: Überreichung der Kainz-Medaille. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Oktober 1961, abgerufen am 27. September 2026. Heidemarie Hatheyer (Darstellung der Medea in Grillparzers „Das goldene Vlies“ im Burgtheater) Hans Moser Darstellung des Flickschusters Pfriem in Nestroys „Höllenangst“ im Theater in der Josefstadt) Josef Gielen (Inszenierung Shakespeares „Was ihr wollt“ im Burgtheater)
1962:20.9.1962: Die neuen Träger der Kainz-Medaille: Helene Thimig, Ernst Deutsch und Leon Epp. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im September 1962, abgerufen am 27. September 2026. Helene Thimig – „So ist es - ist es so?“ (Signora Frola) – Theater in der Josefstadt Ernst Deutsch – „Nathan der Weise“ (Nathan) – Burgtheater Leon Epp – „Der Idiot“, „Frank der Fünfte“ und „Andorra“ (alle Regie) – Volkstheater
1963:3.10.1963: Ehrung für Dorothea Neff, Heinrich Schnitzler und Josef Meinrad – Bürgermeister Jonas überreichte die Josef Kainz-Medaille. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Oktober 1963, abgerufen am 27. September 2026. Dorothea Neff – „Mutter Courage und ihre Kinder“ (Mutter Courage) und „Musik“ (Frau Oberst Hühnerwadel) Josef Meinrad – „Liliom“ (Liliom) und „Die Physiker“ (Ernst Heinrich Ernesti) Heinrich Schnitzler – „Die letzten Masken“, „Zeit der Kirschen“ und „Nachtzug“ (alle Regie) – Theater in der Josefstadt
1964: Hilde Krahl Hans Holt Gustav Manker – Shakespeare „Troilus und Cressida“ und Ferdinand Bruckner „Die Verbrecher“ (Regie)
1965:8.11.1965: Wien ehrt seine Bühnenlieblinge – Feierliche Überreichung der Kainz-Medaille 1965 im Rathaus. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im November 1965, abgerufen am 27. September 2026. Käthe Gold – „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Frau Page) – Burgtheater Leopold Rudolf – „System Fabrizzi“ (Antonio Fabrizzi) – Theater in der Josefstadt Rudolf Steinböck – „Nach dem Sündenfall“ (Regie) – Burgtheater
1966: Adrienne Gessner – „Arsen und alte Spitzen“ (Abby Brewster) – Theater in der Josefstadt Curd Jürgens – „Richter in eigener Sache“ (Bill Maitland) – Theater in der Josefstadt Michael Kehlmann – „Der zehnte Mann“ (Regie) – Theater in der Josefstadt
1967:6.3.1968: Überreichung der Kainz-Medaillen an Ursula Schult, Heinrich Schweiger und Fritz Kortner. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im März 1968, abgerufen am 27. September 2026. Ursula Schult Heinrich Schweiger Fritz Kortner
1968: Blanche Aubry Ewald Balser Otomar Krejča
1969:27.1.1970: Überreichung der Josef Kainz-Medaillen. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Jänner 1970, abgerufen am 27. September 2026. Elfriede Ott – Darstellung der Maggie Hobson in „Der Herr im Haus bin ich“ von Harold Brighouse im Theater in der Josefstadt Helmut Qualtinger – Darstellung des Porphyri Petrowitsch in Raskolnikoff von Dostojewskij-Lieblein im Volkstheter Hans Hollmann – Inszenierung des Stückes „Kaspar“ von Peter Handke im Kleinen Theater in der Josefstadt im Konzerthaus Förderungspreise: Brigitte Swoboda – Darstellung der Birgit in „Magic Afternoon“ von Wolfgang Bauer im Ateliertheater Franz Moessmer – Darstellung des Emil in „Die Nachtwächter“ von Oskar Zemme im Theater die Tribüne Gottfried Schwarz – Inszenierung des Kriminalstückes „Scherenschnitt“ von Paul Poertner im Theater der Courage
1970er Jahre
1970:19.9.1970: Josef Kainz-Medaillen 1970 für Susanne Almassy, Heinz Reincke, Conny Hannes Meyer und Zbynek Kolar. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im September 1970, abgerufen am 27. September 2026. Susanne von Almassy (Darstellung der Karen Nash, der Muriel Tate und der Norma Hubley in der Komödie „Plaza Suite“ von Neil Simon im Theater in der Josefstadt) Heinz Reincke (Darstellung des Königs Friedrich II. von Preußen in dem Stück „Armer alter Fritz“ von Romulus Linney im Burgtheater) Conny Hannes Meyer (Inszenierung des Lehrstückes „Die Ausnahme und die Regel“ von Bertolt Brecht im Theater der Komödianten) Zbynek Kolar (Bühnenbilder für „Armer alter Fritz“ und für die Tragikkomödie „Celestina“ von Carlo Terron im Burgtheater)
1971:20.9.1971: Josef Kainz-Medaille 1971 verliehen. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im September 1971, abgerufen am 27. September 2026. Erni Mangold (Darstellung der Leslie in der Komödie „Die Intrigantin oder Ehe mit beschränkter Haftung“ von Pierre Buerki, Kleines Haus des Theaters in der Josefstadt im Konzerthaus) Hugo Gottschlich (Darstellung des Greisslers Hans Rametzhofer in dem Stück „Hanserl“ von Franz Buchrieser, Burgtheater) Vaclav Hudecek (Inszenierung des historischen Dramas „König Johann“ von William Shakespeare, Volkstheater) Förderungspreise: Dieter Berner (Rolle des Jo in „A Tschus wue nach Simmering“ von Israel Horovits, Theater der Courage) Johanna Tomek für die Rolle der Yvonne in "Yvonne, die Prinzessin von Burgund" von Witold Gombrowicz, Ateliertheater am Naschmarkt Uwe Berend (Inszenierung von „Bürger Schippel“ von Carl Sternheim, Ateliertheater am Naschmarkt)
1972: Vilma Degischer Herbert Propst Dieter Dorn Maxi Tschunko Förderungspreis für Regie: Werner Prinz
1973: Judith Holzmeister Michael Heltau – „Helden, Helden“ – (Bluntschli), Theater an der Wien Erwin Axer Georg Schmid
1974:26.5.1975: Kainz-Medaillen an Gratzer, Jesserer und Paul Hoffmann. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Mai 1975, abgerufen am 27. September 2026. Gertraud Jesserer – „Geschichten aus dem Wiener Wald“ (Marianne) Paul Hoffmann Hans Gratzer Förderungspreise: Peter Gruber Therese Affolter
1975: Christine Ostermayer Norbert Kappen Hermann Kutscher Ezio Frigerio
1976:20.9.1976: Kainz-Medaillen 1976 für Kitty Speiser und Johannes Schaur. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im September 1976, abgerufen am 27. September 2026. Kitty Speiser (Darstellung der Fanny Theren in Schnitzlers „Das Märchen“ am Volkstheater) Johannes Schauer (Darstellung des Marchese Vincelli in der Nestroyposse „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ am Volkstheater) Förderungspreise: Krista Stadler (Darstellung der Elisabeth in „Elisabeth eins“ in der Werkstatt) Toni Böhm (Darstellung des Kurt in Krötzs „Das Nest“ im Theater der Courage) Dieter Haspel (Inszenierung von „Germinal“ im Theater am Kärntnertor) Jörg M. Resetschnig (Bühnenbild für „Germinal“ im Theater am Kärntnertor)
1977:14.2.1978: Kainz-Medaillen 1977 überreicht. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Februar 1978, abgerufen am 27. September 2026. Annemarie Düringer Heinz Moog Peter Wood Matthias Kralj Förderungspreise: Heidi Hagl Peter Vilnai Eduard Steininger
1978:20.9.1978: Pluhar, Muliar, Hurwicz und Kistner - Kainz-Medaillen-Preisträger 1978. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im September 1978, abgerufen am 27. September 2026.17.1.1979: Josef-Kainz-Medaillen 1978 überreicht. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Jänner 1979, abgerufen am 27. September 2026. Erika Pluhar (Darstellung der Esther in „Viktor oder die Kinder an der Macht“) Fritz Muliar (Darstellung des Peachum in „Die Dreigroschenoper“) Angelika Hurwicz (Inszenierung von Sternheims „Tabula Rasa“) Bert Kistner (Bühnenbild für „Das weite Land“) Förderungspreise: Maria Bill Fritz Holy Michael Böttge Hans Hoffer
1979:28.1.1980: Überreichung der Josef Kainz-Medaillen 1979. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im Jänner 1990, abgerufen am 27. September 2026. Hortense Raky Joachim Bissmeier Rolf Langenfass Förderungspreise: Gertrud Roll Karl Menrad Bernd Palma Erwin Piplits
1980er Jahre
1980:19.9.1980: Kainz-Medaillen 1980 verliehen. In: Historischer Rückblick der Meldungen der Rathauskorrespondenz im September 1980, abgerufen am 27. September 2026. Josefin Platt (Darstellung der Wendla Bergmann in der Kindertragödie „Frühlingserwachen“ von Franz Wedekind im Akademietheater) Helmuth Lohner (Darstellung des Nörglers in der Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus im Wiener Konzerthaus) Achim Benning (Inszenierung des Stückes „Sommergäste“ von Maxim Gorkij im Burgtheater) Wolfgang Mai (Bühnenbild für die Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit“) Förderungspreise: Eva Bruckner (Darstellung der Alison in „Blick zurück im Zorn“ von John Osborne im Experiment am Liechtenwerd) Michael A. Schottenberg (Darstellung des Stan in „Stan und Ollie in Wien“ von Urs Widmer im Schauspielhaus Wien Peter M. Preissler (Inszenierung des Stückes „Blick von der Brücke“ von Arthur Miller im Volkstheater in den Außenbezirken) Peter Giljum (Bühnenausstattung für „Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle“" von Botho Strauss im Ensembletheater (Votiv Espresso))
1981: Romuald Pekny Elisabeth Orth Erwin Piplits Pantelis Dessyllas
1982: Maria Bill Benno Besson Wilfried Baasner Ezio Toffolutti Förderungspreis: Helmut Wiesner, Ottwald John, Lena Iglisonis und Nika Brettschneider
1983: Hilde Krahl Peter Gruber Herbert Kapplmüller Förderungspreis: Ulrike Kaufmann, Hans Piesbergen
1984: Günther Einbrodt Gerhard Jax Förderungspreis: Andrea Jaufer, Wolfgang Böck und Hubert Kramar
1985: Franz Morak Tatja Seibt Juri Ljubimow Carlo Tommasi – „Der Traum ein Leben“ (Bühnenbild) Förderungspreis: Beatrice Frey
1986: Karlheinz Hackl Susanne Lothar Fritz Zecha Matthias Krahlj Förderungspreis: Otto Clemens – „Michael Kramer“ (Arnold) – Theater in der Josefstadt
1987: Gert Voss Elisabeth Rath Achim Freyer Claus Peymann (nicht angenommen) Förderungspreis: Klaus Fischer, Katharina Manker, Torsten Fischer und Sabina Kellner
1988: Michael Degen Angelica Domröse George Tabori Karl-Ernst Herrmann