Karl Josef Altmutter (* 19. Jänner 1902 in Wien; † 30. Mai 1982 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, Schullehrer und -direktor.Werner Schuder (Hrsg.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 1963. 54. Jahrgang. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1963, S. 7, Eintrag „Altmutter, Karl“ (Digitalisat).
Werdegang Karl Altmutter wurde am 19. Jänner 1902 als Sohn des Fassbindergehilfen Johann August Altmutter (* 29. Juli 1858 in Krakau; † 23. August 1944 in Wien) und dessen Ehefrau Caroline Leopoldine (geborene Balogh; * 3. November 1866 in Budapest; † 23. August 1944 in Wien) in Wien-Rudolfsheim geboren und am 26. Jänner 1902 auf den Namen Karl Josef getauft.Taufbuch Wien-15., Rudolfsheim, tom. IV, fol. 18 (Faksimile), abgerufen am 1. Oktober 2026 Die Familie lebte zu dieser Zeit im Haus Neubaugürtel 37. Seine Eltern hatten am 15. November 1885 in der Pfarre Wien-Mariahilf geheiratet.Trauungsbuch Wien-06., Mariahilf, tom. XV, fol. 91 (Faksimile), abgerufen am 1. Oktober 2026 Seine Großeltern väterlicherseits waren der Amtsdiener Josef Altmutter und dessen Ehefrau Florentine (geborene Pstrusińska); die Großeltern mütterlicherseits waren Schuhmacher Rudolf Balogh und seine Ehefrau Karoline (geborene Keppelhoffer).
Er wuchs größtenteils mit älteren Geschwistern auf, darunter dem 1885 geborenen Johann,Taufbuch Wien-06., Mariahilf, tom. XXI, fol. 178 (Faksimile), abgerufen am 1. Oktober 2026 dem 1891 geborenen AntonTaufbuch Wien-07., Schottenfeld, tom. 1/87, fol. 58 (Faksimile), abgerufen am 1. Oktober 2026 oder dem 1898 geborenen August († 1978).Taufbuch Wien-15., Fünfhaus, tom. 1/23, fol. 72 (Faksimile), abgerufen am 1. Oktober 2026 Bei der Pfingstkundgebung der christlich-deutschen Jugend im Mai 1920 hielt Altmutter eine Rede. Nur ein Jahr später wurde er zum Bundesobmann des Christlichdeutschen Studentenbundes gewählt.
Bald nach der Matura war er nach kurzem Studium als Parteisekretär im Burgenland tätig. Als Bezirkssekretär war er etwa 1924 bei der gründenden Versammlung des Burgenländischen Volksbildungsvereines zugegen. Im selben Jahr heiratete der damalige Staatsbürgerschulprofessor aus Rust die aus Sauerbrunn stammende Josefine Littschauer. In der Güssinger Zeitung veröffentlichte er unter anderem einen Beitrag über den Bahnbau im Südburgenland.Karl Altmutter: Der Bahnbau im Südburgenlande. In: Güssinger Zeitung. 14. Jahrgang, Folge 11, 16. März 1924, S. 1–2 (Digitalisat). Für sein Werk Austro-Germania 28 erhielt er Anfang des Jahres 1928 einen mit 100 Schilling dotierten Anerkennungspreis der Kleinen Volks-Zeitung.
Über Lehrertätigkeiten in Rust (bis 1930) und Gaweinstal, wo er einen bei einem Motorradunfall verunglückten Lehrer ersetzte, kam er nach Orth an der Donau, wo er Hauptschuldirektor war und den Titel Oberschulrat führte. Während seiner Zeit Gaweinstal war er im Jahr 1934 eine der bevollmächtigten Personen, die die Volkszählung im Ort durchführten. Nachdem er bereits im Jahr 1935 als Vortragender bei landwirtschaftlichen Fortbildungskursen mitgewirkt hatte, gehörte er ab dem Folgejahr zum Lehrkörper der örtlichen gewerblichen Fortbildungsschule. Bereits während der Zeit in Gaweinstal schrieb und gestaltete er Schultheaterstücke wie Durchgefallen oder Die schlimmen Buben der Schule. Weiters wurde seine Gedichte teils von Schülern im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen vorgetragen.
Mit 42 Jahren verlor er seine Eltern bei einem Fliegerangriff auf Wien am 23. August 1944. Nach dem Zweiten Weltkrieg fungierte er als Bezirksschulrat von Mistelbach und war zudem geschäftsführender Hauptbezirksparteiobmann der ÖVP.
In der Ausgabe 1974 von Kürschners Deutschem Literatur-Kalender wurde er als Hauptschuldirektor im Ruhestand mit Wohnsitz in Wien verzeichnet.Werner Schuder (Hrsg.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. 56. Jahrgang 1974. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1973, S. 11, Eintrag „Altmutter, Karl“ (Digitalisat).
Am 30. Mai 1982 starb Altmutter 80-jährig in Wien-Hietzing und wurde am 8. Juni 1982 auf dem Hietzinger Friedhof (Gruppe 72, Reihe 10, Nummer 21) beerdigt.Karl Altmutters Grab auf der offiziellen Webpräsenz der Friedhöfe Wien, abgerufen am 1. Oktober 2026
Literarisches Werk Altmutter verfasste Lyrik, Balladen, Spruchdichtung, Laienspiele und Dramen. Beiträge von ihm erschienen in den Bänden VI (1951) und VIII (1953) der Österreichischen Lyrik.
Werke (Auswahl) Gedichte und Balladen. Eigenverlag, Orth an der Donau 1950. Buch der tausend Sprüche. Europäischer Verlag, Wien 1953. Laienspiele. 1958. Der Aufstieg. Drama, 1965.
Literatur
Einzelnachweise
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