Wera Michailowna Kudrjawzewa (; * im Dorf Osnobischino, Ujesd Ardatow, Gouvernement Nischni Nowgorod; † 14. Januar 1950 in Alma-Ata, Kasachische SSR) war eine russische bzw. sowjetische Physikerin und Hochschullehrerin.скончалась Вера Михайловна Кудрявцева (1950) (abgerufen am 25. September 2026).Tomsk State University: Вера Михайловна Кудрявцева (abgerufen am 25. September 2026).Электронная энциклопедия ТПУ: Кудрявцева Вера Михайловна (abgerufen am 25. September 2026).
Leben Gemeinsam mit der künftigen Physikerin Marija Bolschanina besuchte Kudrjawzewa das Maria-Mädchengymnasium in Tomsk mit Abschluss 1916 mit Goldmedaille als Hauslehrerin für Russisch und Mathematik. Anschließend studierte sie in der Physikalisch-Mathematischen Abteilung der Sibirischen Höheren Frauenkurse und von 1920 bis 1921 an der Staatlichen Universität Tomsk (TGU) in der Naturwissenschaft-Abteilung der Physikalisch-Mathematischen Fakultät.
Seit 1919 arbeitete Kudrjawzewa neben dem Studium als Assistentin im Zeitberechnungsdienst des Instituts für Sibirienforschung und nahm an der magnetischen Vermessung des Altai teil, deren Erebnisse von Boris Weinberg veröffentlicht wurden. Von 1921 bis 1922 unterrrichtete sie Physik im Staatlichen Röntgen- und Radiologie-Institut und im Petrograder Polytechnischen Institut sowie kurzzeitig Physik und Topografie im Kasaner Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsinstitut.
Ab 1922 lehrte Kudrjawzewa an der TGU in der Phsikalisch- Mathematischen Fakultät an den Lehrstühlen für Geophysik, für Physik und für Elektrophysikalische Phänomene.
Neben der Lehrtätigkeit arbeitete Kudrjawzewa ab 1929 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Tomsker Sibirischen Physik-Technik-Institut (SFTI). Sie wurde 1930 Dozentin des TGU-Lehrstuhls für Physik. Ohne Verteidigung einer Dissertation wurde sie 1935 zur Kandidatin der physikalisch-mathematischen Wissenschaften promoviert, worauf sie zur Professorin des Lehrstuhls für Allgemeine Physik und Experimentalphysik ernannt wurde. Im SFTI leitete sie von 1935 bis 1937 die Optik-Abteilung und dann das Laboratorium für geringe Lichtintensitäten. Sie verteidigte 1938 erfolgreich ihre Dissertation über Struktur und Eigenschaften von Schwefelsäure und anderen Sauerstoff-Säuren für die Promotion zur Doktorin der physikalisch-mathematischen Wissenschaften.
Ab 1940 leitete Kudrjawzewa als Erste den TGU-Lehstuhl für Optik und Spektroskopie. Sie war von 1939 bis 1944 Dekanin der Physikalisch-Mathematischen Fakultät und dann bis 1949 Prorektorin für Forschung der TGU.
Kudrjawzewa wurde 1950 kurz vor ihrem Tod zur Direktorin des neuen Astrophysik-Instituts der Akademie der Wissenschaften der Kasachischen SSR berufen.
Ehrungen, Preise Ehrenzeichen der Sowjetunion (1944) Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ (1946)
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Universität Tomsk) Kategorie:Träger des Ordens Zeichen der Ehre Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1950 Kategorie:Frau