mini|Innenhof des Hausmuseums von Wiktor Klein in Göygöl (Aserbaidschan). Das Hausmuseum von Wiktor Klein (aserbaidschanisch Viktor Klaynın ev muzeyi) ist ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in der Stadt Göygöl im Westen Aserbaidschans. Es diente als Wohnhaus von Wiktor Klein, dem letzten deutschen Bewohner der Stadt.
Hintergrundgeschichte Wiktor Klein wurde am 1. September 1935 in der damaligen deutschen Kolonie Helenendorf geboren. Die Stadt wurde 1938 in Chanlar (Xanlar) und 2008 schließlich in Göygöl umbenannt. Das Haus, in dem Klein lebte, war 1886 von seinem Großvater mütterlicherseits, Josua Klein, errichtet worden.
Von Beruf war Klein Funktechniker; eine eigene Familie gründete er nicht. Als die Deutschen aus Helenendorf nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion im Jahr 1941 nach Zentralasien deportiert wurden, waren Familien gemischter Herkunft von der Deportation ausgenommen. Da Kleins Vater Pole war, blieben er und seine Mutter von der Deportation verschont.
Kurz vor seinem Tod am 29. März 2007 vermachte Klein sein Haus der deutschen Botschaft in Baku mit dem Wunsch, die Erinnerung an die einst in Göygöl lebende deutsche Kolonisten zu bewahren. Er wurde auf dem deutschen Friedhof in Göygöl neben seinem Großvater beigesetzt.
Getreu seinem Vermächtnis wurde das Gebäude im Jahr 2013 in ein Museum umgewandelt. Die Einrichtung des Museums wurde jedoch nicht von der deutschen Botschaft, sondern aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Aserbaidschan finanziert. Die Botschaft hatte die finanzielle Unterstützung zuvor abgelehnt.
Galerie links|mini|Hoftor mit der darüber angebrachten Inschrift „Josua Klein“ und dem Baujahr 1886 mini|Porträt von Wiktor Klein zentriert|mini|Informationstafel vor dem Haus
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Einzelnachweise
Kategorie:Wohngebäude in Aserbaidschan Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Gegründet 2013 Kategorie:Rayon Göygöl