mini|hochkant|Julijana Gjorgjieva (2021) Julijana Gjorgjieva (; geboren 1983 in Kavadarci in Jugoslawien, heute Nordmazedonien) ist eine mazedonisch-deutsche Mathematikerin und Expertin für Computational Neuroscience. Sie ist Professorin an der Technischen Universität München und Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Hirnforschung.

Leben Gjorgjieva wuchs in Nordmazedonien auf. Sie nahm im Rahmen des Programms „American Secondary Schools for International Students and Teachers“ (ASSIST) an einem einjährigen Austausch mit der Hill School in Pennsylvania teil.

Nach dem Abitur in Nordmazedonien schloss Gjorgjieva ihr Bachelorstudium in Mathematik am Harvey Mudd College in Kalifornien ab. Anschließend forschte sie auf dem Gebiet der mathematischen Biologie, wobei sie sich insbesondere mit den SIR-Modellen (Susceptible, Infected, Recovered) und Impfstrategien für SARS befasste. Anschließend schloss Gjorgjieva ihr Masterstudium in Mathematik an der Universität Cambridge im Vereinigten Königreich ab. 2011 promovierte sie dort in Angewandter Mathematik. Im Rahmen ihres ersten Postdoctorandenprogramms forschte sie bis 2014 an der Harvard University. Von 2014 bis 2016 war sie Postdoc an der Brandeis University (USA) im Labor von Eve Marder.

Seit 2016 ist sie Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Tenure-Track-Professorin für Computational Neuroscience an der Technischen Universität München (TUM). Im Jahr 2022 wurde sie als Professorin an die TUM berufen. Sie ist außerdem Mitglied des Bernstein Zentrums für Computational Neuroscience in München.

Gjorgjievas Forschungsgruppe untersucht, wie spontane Aktivität in neuronalen Schaltkreisen zur Verfeinerung sensorischer Systeme führt, wie diese Systeme nach der Entwicklung und nach Störungen aufrechterhalten werden und schließlich, wie die untersuchten neuronalen Netzwerke das motorische Verhalten beeinflussen.

Preise und Auszeichnungen

2017: NARSAD Young Investigator Grant der Brain and Behavior Research Foundation 2019: Forschungspreis der Peter-und-Traudl-Engelhorn-Stiftung im Bereich „Computational Biology“ für die Arbeit „Neue Methoden aus dem Bereich der biologisch orientierten Informationstechnologien (Bioinformatik)“ 2021: FENS-Kavli-Stipendiatin vom FENS-Kavli-Exzellenznetzwerk für ihre Arbeit im Bereich der theoretischen Neurowissenschaften 2021: Eric Kandel Young Neuroscientists Prize 2022: Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Einzelnachweise

Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München) Kategorie:Absolvent der University of Cambridge Kategorie:Mathematiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Immigrant in Deutschland Kategorie:Nordmazedonier Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Frau