Janiki Małe () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Zalewo im Powiat Iławski.
Geographische Lage Janiki Małe liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 20 Kilometer südwestlich der Stadt Morąg bzw. 25 Kilometer nordöstlich der Kreismetropole Iława.
Geschichte Das einstige Hanuswalde war ein Dorf und ein Gut und wurde 1308 gegründet.Dietrich Lange: Klein Hanswalde, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Nach 1308 hieß der Ort Hanwalde, und um 1785 mit Zusatzbezeichnung Klein Hanswalde.
Im Jahre 1785 wurde Klein Hanswalde als ein „adlig Vorwerk und Dorf“ mit zwölf Feuerstellen erwähnt, im Jahre 1820 als adliges Vorwerk mit 13 Feuerstellen bei 93 Einwohnern.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Klein Hanswalde
Als 1874 der Amtsbezirk Hanswalde im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, wurde Klein Hanswalde sowohl als Landgemeinde als auch als Gutsbezirk aufgenommen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Hanswalde Das offiziell als Rittergut geführte Gut Klein Hanswalde umfasste 1879 eine Fläche von 2.517 Morgen.
82 Einwohner zählte im Jahre 1905 der Gutsbezirk Klein Hanswalde, 130 die Landgemeinde.Meyers Gazetteer: Klein Hanswalde Am 18. Dezember 1911 wurde der Gutsbezirk Klein Hanswalde in die Landgemeinde eingemeindet.
In der auf diese Weise neu formierten Landgemeinde Klein Hanswalde waren im Jahre 1933 170 und im Jahre 1939 178 Einwohner gemeldet.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
Aufgrund der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an Polen erhielt Klein Hanswalde die polnische Namensform „Janiki Małe“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Zalewo im Powiat Iławski in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Im Jahre 2021 zählte Janiki Małe 36 Einwohner.
Religion Klein Hanswalde gehörte von 1821 bis 1945 zum evangelischen Kirchspiel Jäskendorf im Kirchenkreis Mohrungen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 Vorher war das Dorf nach Groß Hanswalde eingepfarrt, doch konnten die Gemeindeglieder in Groß und Klein Hanswalde einen eigenen Pfarrer finanziell nicht versorgen.Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinten Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 171 Ab 1776 waren sie gastweise Glieder der Kirchengemeinde Jäskendorf, deren Pfarrer sie betreute.
Die römisch-katholischen Einwohner Klei Hanswaldes waren bis 1945 in die St.-Jopseh-Kirche in der Kreisstadt Mohrungen eingepfarrt.
Heute gehört Janiki Małe katholischerseits zur Pfarrei in Jaśkowo im Dekanat Miłomłyn des Bistums Elbląg, evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, jetzt eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Janiki Małe liegt an einer Nebenstraße, die von Janiki Wielkie nach Śliwa verläuft. Eine von Zatyki über Surbajny führende Straße endet in Janiki Małe.
Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht mehr. Von 1893 bis 1945 war Groß Hanswalde die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke Elbing–Osterode i.Ostpr.–Hohenstein, die nicht mehr existiert.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Klein Hanswalde
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Zalewo