mini|Łukasz Gibała (2013) Łukasz Gibała (* 10. September 1977 in Krakau) ist ein polnischer Politiker und seit 2018 Mitglied des Krakauer Stadtrats. Von 2007 bis 2015 war er Mitglied des Sejm. Von 2006 bis 2007 war er Mitglied des Sejm der Woiwodschaft Kleinpolen. Er ist der Neffe von Jarosław Gowin. Seit Ende 2014 ist er Vorsitzender der lokalpolitischen Organisation „Krakau für Einwohner“.
Leben Gibałas politische Karriere begann 2004 mit seinem Beitritt zur Platforma Obywatelska. 2006 wurde er in den Sejm der Woiwodschaft Kleinpolen gewählt und übernahm den Vorsitz des Ausschusses für Regionalentwicklung, Förderung und internationale Zusammenarbeit sowie den Vorsitz des Haushalts-, Vermögens- und Finanzausschusses. Ein Jahr später kandidierte er bei der Parlamentswahl 2007 und wurde über die Liste der PO in den Sejm gewählt. Während seiner Amtszeit war er Mitglied des Ausschusses für Verwaltung und Inneres sowie des Ausschusses für Verfassungsfragen. Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender der Bürgerplattform in Krakau. 2011 wurde er über dieselbe Liste erneut ins Parlament gewählt. Im März 2012 wechselte er zur Palikot-Bewegung. Obwohl er in den Führungsrat der Partei aufgestiegen war, trat er im Juli 2014 von allen Ämtern zurück.
Bei den Kommunalwahlen 2014 kandidierte Gibała für das Amt des Stadtpräsidenten von Krakau. Er belegte den dritten Platz und schied damit in der Stichwahl aus. Sein Wahlkomitee „Krakau: Eine Stadt für Menschen“ konnte keinen Kandidaten in den Krakauer Stadtrat entsenden. 2015 kündigte er die offizielle Gründung der lokalen Nichtregierungsorganisation „Logische Alternative für Krakau“ (seit 2019 bekannt als „Krakau für Einwohner“) an, die er bereits im Dezember des Vorjahres registriert hatte. Vor der Parlamentswahl 2015 gründete er das Komitee „Unabhängige für den Senat“ und stellte drei Kandidaten (darunter sich selbst) in Wahlkreisen in Kleinpolen auf. Keiner der Kandidaten konnte einen Sitz erringen; Gibała selbst belegte den dritten und letzten Platz.
2018 kündigte er seine Kandidatur für die Krakauer Stadtpräsidentenwahlen 2018 an. Obwohl er den Einzug in die Stichwahl verpasste, gelang es Gibała, über sein eigenes Komitee „Komitee Łukasz Gibała – Krakau für die Einwohner“ in den Krakauer Stadtrat einzuziehen. Bei der Krakauer Stadtpräsidentenwahlen 2024 entwickelte sich Gibała zu einem ernstzunehmenden Herausforderer von Aleksander Miszalski von der Bürgerkoalition und erreichte mit Unterstützung von „Links vereint“ die Stichwahl. Obwohl er knapp verlor, sicherte sich sein Wahlkomitee drei zusätzliche Sitze im Krakauer Stadtrat.
Nach der Abberufung des Krakauer Stadtpräsidenten Aleksander Miszalski im Jahr 2026 kandidierte Gibała für das Amt des Stadtpräsidenten Krakau. Bei der Wahl am 27. September 2026 erzielte Gibała 36,1 % der Stimmen. Da er keine absolute Mehrheit erhielt, kommt er am 11. Oktober 2026 zusammen mit Monika Piątkowska (29,5 %) in die Stichwahl.
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