Vilém Tvrzský (auch Lucien William Joseph Twrsky, * 20. März 1880 in Genf; † 1. Februar 1943 in Prag) war ein tschechoslowakischer Fechter.

Sportliche Karriere mini|hochkant=0.5|Vilém Tvrzský, 1927 Vilém Tvrzský war Mitglied im ČŠK Riegel und focht vorzugsweise mit dem Florett. Neben einigen Turniersiegen in Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei konnte er 1913 und 1925 die nationalen Meisterschaften für sich entscheiden. Zusätzlich belegte er 1921 und 1922 jeweils den dritten Platz.

Bereits 1906 sollte Tvrzský bei den Olympischen Zwischenspielen in Athen für Böhmen an den Start gehen, trat jedoch nicht an. Bei den Olympischen Spielen 1908 in London kam er weder mit dem Degen noch mit dem Säbel über die jeweiligen Vorrunden hinaus. Mit der Mannschaft belegte er im Degenfechten gemeinsam mit Deutschland und Schweden einen geteilten sechsten Platz.

Vier Jahre später in Stockholm gelang Tvrszký mit dem Florett der Einzug ins Halbfinale, scheiterte dort jedoch. Mit dem Degen wurde er bereits in der ersten Runde disqualifiziert. Auch im Degen-Mannschaftswettkampf konnte er sich im Halbfinale nicht weiter durchsetzen.

Seine letzte Olympiateilnahme 1920 in Antwerpen war für ihn ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Nunmehr für die Tschechoslowakei startend, belegte Tvrszký mit der Mannschaft im Florettfechten den achten und damit letzten Platz. In den Einzelwettkämpfen mit Florett, Degen und Säbel überstand er die jeweiligen Vorrunden nicht.

Vilém Tvrzský arbeitete bei der städtischen Sparkasse in Prag, wo er im Alter von 62 Jahren verstarb.

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