Stefan Brandenburger (* 3. Oktober 1962) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Nach dem Karriereende war er für verschiedene Bundesligisten im Scouting tätig.
Sportlicher Werdegang Brandenburger spielte in der Jugend bei Blau-Weiß 90 Berlin, mit der B-Jugend-Mannschaft des Klubs holte er in der deutschen Juniorenmeisterschaft 1979 an der Seite von Rüdiger Vollborn und Bernd Geesdorf durch einen Finalerfolg über den FC Augsburg im Elfmeterschießen den Titel. Auch in der A-Jugend-Mannschaft war er mit dem Klub erfolgreich und holte in den folgenden beiden Jahren den Berliner Meistertitel. Nachdem er mit den A-Junioren in der Meisterschaft 1979/80 im Viertelfinale gescheitert war, erreiche er mit ihnen in der Meisterschaft 1980/81 das Semifinale. Beim 4:4-Unentschieden gegen den FC Schalke 04 im Hinspiel trat er als Torschütze in Erscheinung, bei der 0:4-Niederlage im Rückspiel sah er kurz nach dem 1:0-Führungstreffer der Gelsenkirchener von Volker Abramczik die rote Karte.
Später spielte Brandenburger Anfang der 1980er Jahre für die Lichterfelder Sport-Union in der drittklassigen Oberliga Berlin. 1983 wechselte er zum in die 2. Bundesliga aufgestiegenen Lokalrivalen SC Charlottenburg. Am zweiten Spieltag der Zweitligasaison 1983/84 wechselte Cheftrainer Bernd Erdmann ihn zu seinem Profidebüt in der Halbzeitpause beim 2:1-Heimerfolg über den SSV Ulm 1846 für Roland Beyer ein. In der Folge etablierte er sich zeitweise als Stammspieler, ehe er sich am zehnten Spieltag beim 2:1-Heimsieg über die SG Wattenscheid 09 in der ersten Halbzeit verletzte und durch Michael Vuchelich ersetzt wurde. Im weiteren Saisonverlauf schwankte er unter Erdmann sowie dessen Nachfolger Slobodan Čendić zwischen Ersatzbank und Startformation, dabei bestritt er 23 der möglichen 38 Saisonspiele. Letztlich verpasste er mit dem Klub den Klassenerhalt und spielte mit ihm in der Oberliga Berlin. Dabei wurde er mit der Mannschaft in der Spielzeit 1984/85 Vizemeister hinter Tennis Borussia Berlin. Damit hatte man sich für die Deutsche Fußball-Amateurmeisterschaft 1985 qualifiziert, in der er bis zum Ausscheiden im Semifinale gegen den DSC Wanne-Eickel in allen vier Spielen über die komplette Spieldauer auf dem Platz stand und sich neben Geesdorf beim 2:1-Auftaktsieg gegen den FC Augsburg in die Torschützenliste eintrug. In der folgenden Saison gewann er mit dem Klub unter Trainer Fahrudin Jusufi an der Seite von unter anderem Tormann Dieter Ingendae, Stefan Kühlhorn, Frank Mischke, Jürgen Rinke, Christian Sackewitz, Jörg Schepers und Jürgen Schulz den Berliner Meistertitel. In der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga belegte er mit der Mannschaft jedoch hinter dem FC St. Pauli und Rot-Weiss Essen nur den dritten Gruppenplatz, damit wurde die Rückkehr in den Profifußball verpasst.
Brandenburger folgte anschließend gemeinsam mit Geesdorf und Schepers Jusufi zum TSV 1860 München, der in der drittklassigen Bayernliga spielend die Rückkehr in die 2. Bundesliga anstrebte. Mit dem vormaligen deutschen Meister spielte er in den Bayernliga-Spielzeiten 1986/87 und 1987/88 jeweils vorne mit, als jeweils Tabellendritter verpasste der Klub knapp die Aufstiegsrunde.
1988 wechselte Brandenburger zurück nach Berlin zu Hertha 03 Zehlendorf, wo er in der Oberliga-Spielzeit 1988/89 als Vizemeister die Aufstiegsrunde ebenso nur knapp verpasste und anschließend an der Deutschen Amateurmeisterschaft 1989 teilnahm. Zum Auftakt scheiterte er mit den Berlinern am späteren Titelträger Eintracht Trier. Unterdessen gelang ihm dennoch ein Titelgewinn: Nachdem er bei den Landespokalwettbewerben 1984/85 und 1985/86 noch jeweils im Finale unterlegen war, holte er als Mannschaftskapitän mit dem Klub im Berliner Pokalwettbewerb 1988/89 nach Treffern von Thomas Herbst und Piotr Podkowik durch einen 2:0-Endspielsieg über Türkiyemspor Berlin den Pokal. Nach der erneuten Vizemeisterschaft in der folgenden Saison und dem abermaligen frühzeitigen Scheitern bei der Amateurmeisterschaft 1990 wechselte er während der Spielzeit 1990/91 zum Ligakonkurrenten BFC Preussen, mit dem er nach der Eingliederung des DDR-Fußballs zur Auftaktsaison 1991/92 in der Oberliga Nordost antrat. Später schloss er sich zum Karriereausklang dem SV Babelsberg 03 in der Verbandsliga Brandenburg an.
Später war Brandenburger unter anderem bei seinem Ex-Klub Hertha 03 Zehlendorf als Jugendtrainer tätig. 2010 schloss er sich der Scoutingabteilung des FC Bayern München an. Zum Jahreswechsel 2011/12 wechselte er zum VfL Wolfsburg, wo er an die Spitze des Nachwuchsscoutings rückte. Im Sommer 2023 war er Teil einer auch die seinerzeit von Markus Lösch geleitete Scoutingabteilung des VfB Stuttgart betreffende Umstrukturierung bei den Schwaben, in deren Folge er sowie der später zum VfB-Scoutingchef aufgestiegene Thomas Henning (vom SC Paderborn 07) und der später vom FC Basel als Technischer Direktor abgeworbene Andreas Herrmann (von Manchester United) verpflichtet wurden.Saisonanalyse: Änderungen bei Struktur, Kaderplanung und Scouting
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Einzelnachweise
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