mini|Dorfkirche Bischdorf Die evangelische Dorfkirche Bischdorf ist eine im Kern spätmittelalterliche, historistisch umgebaute Saalkirche im Ortsteil Bischdorf von Rosenbach (Oberlausitz) im Landkreis Görlitz in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Bischdorf-Herwigsdorf im Kirchenbezirk Löbau-Zittau der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die schlichte Saalkirche besteht aus dem Chor und dem östlichen Teil des Langhauses aus dem 15./16. Jahrhundert, die in den Jahren 1865/66 nach Westen erweitert und mit dem neuen Turm mit einem Knickhelm versehen wurden. Eine Restaurierung des Äußeren erfolgte in den Jahren nach 1995.

Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit Satteldach und einem polygonalen Anbau am eingezogenen, gerade geschlossenen Chor. Der Westturm mit seitlichen Treppenhäusern in neuromanischen Formen wird von einem hohen Helmdach bekrönt. An der Südseite befindet sich ein vermauertes Portal mit schlankem Spitzbogen aus dem 15. Jahrhundert.

Innen zeigt das Bauwerk einen flach gedeckten Saal mit spitzem Triumphbogen. Der Chor über quadratischem Grundriss ist mit Sterngewölbe und einem rosettenförmigen Schlussstein geschlossen. An der Chorostwand befindet sich ein Sakramentshaus aus Sandstein, das von zwei kleinen Säulen gerahmt wird, vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt und heute teils von der Empore verdeckt wird. Die Emporen mit schlichten Brüstungen sind an der Nord- und Südseite zweigeschossig ausgebildet. Die Chorempore stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Ausstattung Der barocke Altar ist mit stark farbiger Fassung versehen und mit der Jahreszahl 1628 datiert. Er zeigt in der Predella ein Ölbild mit der Darstellung des Abendmahles, darüber ein Bild mit der Kreuzigung, das von gedrehten, korinthischen Säulen gerahmt wird. Daneben sind Figuren des Petrus und des Paulus dargestellt, abschließend eine Taube, ein Symbol für den Heiligen Geist. Die seitlichen Wappenschilde zeigen die Insignien derer von Kempfen und von Schindel, links derer von Dobschütz und von Reibnitz.

Die hölzerne Kanzel ist mit einem polygonalen Korb versehen, der an den Ecken korinthische Säulen zeigt, dazwischen Bildnisse des Salvators und der Apostel (jetzt teils durch den Sakristeieinbau des 19. Jahrhunderts verdeckt). Die Kanzeltreppentür zeigt ebenfalls korinthische Säulen und über dem Gesims Rankenschmuck aus dem 17. Jahrhundert. Die schlichte, runde, hölzerne Taufe ruht auf geschweiften Beinen und ist mit der Jahreszahl 1833 bezeichnet.

Die Orgel ist ein Werk der Firma Schlag & Söhne aus dem Jahr 1890 mit 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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