Aphorisms (26 Statements on the Situation) ist ein Musikalbum von Floros Floridis, Peter Kowald und Günter Sommer. Die am 26. und 27. Februar 1997 im Agrotikon Studio, Toumba, Thessaloniki entstandenen Aufnahmen erschienen 1997 auf dem griechischen Label Ρει.
Hintergrund Auf dem Album spielt Floros Floridis am Alt- und Sopransaxophon, an der Klarinette und Bassklarinette im Trio mit dem Bassisten Peter Kowald und dem Perkussionisten Günter „Baby“ Sommer. Sie präsentieren auf ihm 26 kurze musikalische Aphorismen.
Kowald hatte zuvor häufig sowohl mit Floridis (auf Human Aspekt, mit Vincent Chancey, Louis Moholo, 1990 und auf Pyrichia im Trio mit dem Lyraspieler Ilias Papadopoulos) als auch mit Baby Sommer zusammengearbeitet, mit letzterem etwa in seinen Trios mit Gianni Gebbia (Cappuccini Klang) und mit Conny Bauer (Between Heaven and Earth).
Die Aufnahmen wurden 2014 auf der 4-CD-Kompilation Peter Kowald Discography vom Label Jazzwerkstatt wiederveröffentlicht.
Titelliste Floros Floridis, Peter Kowald, Günter Baby Sommer: Αφορισμοί - Aphorisms (26 Statements on the Situation) (Ρει 2015) Αφορισμός I Αφορισμός II Αφορισμός III Αφορισμός IV Αφορισμός V Αφορισμός VI Αφορισμός VII Αφορισμός VIII Αφορισμός IX Αφορισμός X Αφορισμός XI Αφορισμός XII Αφορισμός XIII Αφορισμός XIV Αφορισμός XV Αφορισμός XVI Αφορισμός XVII Αφορισμός XVIII Αφορισμός XIX Αφορισμός XX Αφορισμός XXI Αφορισμός XXII Αφορισμός XXIII Αφορισμός XXIV Αφορισμός XXV Αφορισμός XXVI
Rezeption Die prägnanten Motive, die von unter einer Minute bis fast zweieinhalb Minuten dauern, würden alles ausdrücken, wofür andere mehr Länge bräuchten, meint Ken Waxman (JazzWord). Ein Stück wie „Aphorismus III“ beispielsweise präsentiere Kowald, der auf Saiten spielt, die wie dicke Telefonkabel klingen, Sommer, der gamelanartige Glocken anschlägt, und Floridis’ geschmeidiges Sopransaxophon, das beides übertönt. „Aphorismus XI“ sei Jazz pur mit wuchtigen Schlagzeugschlägen, Spiccato-Basslinien und knackigen Bläserakzenten; während „Aphorismus VI“ Klarinetten-Zungenschläge mit dudelsackartigen Tremolos des Basses kontrastiert. Floridis’ Altsaxophonklang könne so scharf sein wie der jedes Bebop-Musikers, wie etwa auf „Aphorismus XVII“; die klappernden Perkussionselemente hingegen würden sich auf „Aphorismus XIX“ raffiniert zu einer verbindenden Exposition einfügen. Das Programm ende damit, dass Sommer Kowalds kammermusikalische Läufe und Floridis’ zarte Klarinettenlinien liebevoll mit aufdringlichen Maultrommelklängen parodiere.
Einzelnachweise
Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album (Neue Improvisationsmusik) Kategorie:Album 1997 Kategorie:Peter Kowald