mini|Sándor Ernszt, 1930

Sándor Ernszt (* 21. April 1870 in Galgóc, Komitat Nyitra; † 19. November 1938 in Budapest) war ein ungarischer Kanoniker, Politiker und Minister.

Leben Nach dem Theologie-Studium in Budapest wurde er 1892 zum Priester geweiht und wirkte in Nagyölved (Komitat Esztergom) und Pozsony als Kaplan. Dort wirkte er 1896 an der Gründung des Pressburger Tagblatts mit und wurde 1901 als Mitglied der Partei Katolikus Néppárt (Katholische Volkspartei) Abgeordneter des Wahlkreises Privigye im Komitat Nyitra. 1918 gründete er die Partei Keresztény Szociális Gazdasági Párt (Christlich-Soziale Wirtschafts-Partei).

Nach dem Ersten Weltkrieg und Ausrufung der Ungarischen Räterpeublik im März 1919 emigrierte Ernszt nach Wien und wurde Mitglied im Antibolschewistischen Komitee (Antibolsevista Comité). Nach Wiederherstellung des Königreichs Ungarn im März 1920 wurde Ernszt Abgeordneter der Nationalversammlung und war von 1930 bis 1931 Minister für Volkswohl und Arbeit in den Kabinetten von István Bethlen und Gyula Károlyi. Parallel dazu war er 1931 für wenige Monate auch Kultusminister Ungarns.

Literatur

Weblinks

Kategorie:Kultusminister Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Ungarn) Kategorie:Mitglied der Nationalversammlung (Ungarn) Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1870 Kategorie:Gestorben 1938 Kategorie:Mann