Julian Benedikt Adrat (* 13. September 1990 in Völklingen) ist ein deutscher Politiker (AfD), Podcaster und Schriftsteller. Seit 2026 ist er Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von Berlin. Er zog auf Listenplatz 15 in das Berliner Landesparlament ein.
Leben Adrat wuchs in Riegelsberg auf. Mit zehn Jahren begann er mit dem Klavierspiel und war später Jungstudent an der Hochschule für Musik Saar. 2009 legte er das Abitur ab. 2021 startete er den Podcast Adrat’s Podcast.https://pocketcasts.com/podcast/adrats-podcast-konservativ/aa17d200-9c36-0139-c131-0acc26574db2 Im Oktober 2025 wurde er auf die Landesliste der Berliner AfD für die Abgeordnetenhauswahlen 2026 gewählt.
2014 ließ sich Adrat römisch-katholisch taufen. Er ist mit einer Afghanin verheiratet, die ebenfalls Mitglied der AfD ist. Er ist Vater von fünf Kindern. Adrat lebt als freischaffender Künstler, Autor und Radiomoderator in Berlin. https://www.magazin-forum.de/de/node/13533
Kontroversen und strafrechtliche Verurteilungen 2022 verhängte ein Gericht gegen Adrat wegen Körperverletzung eine Geldstrafe. Adrat hatte einen Jugendlichen geohrfeigt und in den Schwitzkasten genommen, so dass der junge Mann „erhebliche Schmerzen und Hämatome“ erlitt.
Immer wieder schockiert Adrat mit verbalen Entgleisungen in sozialen Netzwerken. 2023 forderte Adrat in seinem Podcast: „Transgenderismus gehört ausgerottet“, wofür er wegen Volksverhetzung angezeigt wurde. Das Verfahren wurde gegen die Zahlung von 4.000 Euro eingestellt.
2025 folgte eine weitere Geldstrafe, diesmal wegen Beleidigung und Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz in einem X-Post. Aufgrund der kurzen Zeit zwischen den Strafen ist Adrat laut Staatsanwaltschaft Berlin vorbestraft. Bei zwei noch registerrechtlich relevanten Geldstrafen von jeweils höchstens 90 Tagessätzen greift die Privelegierung des § 32 Abs. 2 Nr. 5 Buchst. a BZRG grundsätzlich nicht mehr, weil bereits eine weitere Strafe im Register eingetragen ist. Damit erscheinen grundsätzlich beide im normalen Führungszeugnis; § 53 Abs. 1 BZRG erlaubt dann auch nicht mehr, sich hinsichtlich dieser Verurteilungen als unbestraft zu bezeichnen.
Im Mai 2026 erwirkte Bill Kaulitz eine einstweilige Verfügung und eine Unterlassungserklärung gegen Adrat. Adrat hatte eine Werbung von Bill Kaulitz als „zivilisatorischen Totalschaden“ und „unmittelbare Folge des sogenannten ‚Feminismus‘“ bezeichnet. In einem weiteren Post zog er über Kaulitz’ Homosexualität her.
Eine Bemerkung von Adrat zu den Epstein-Files auf X führte zu anhaltender Kritik, Adrat schrieb: „Mich interessiert nicht, wenn Milliardäre im Privatjet Sex mit Minderjährigen haben.“ Im weiteren Verlauf dieses Postings argumentierte Adrat, ihn würden allerdings sehr wohl die Probleme anderer Minderjähriger interessieren, zum Beispiel „wenn Finja gemobbt wird, weil sie kein Kopftuch trägt“, oder wenn Heranwachsende „vorm Zug landen, weil die Regierung Barbaren reinlässt“. In diesem Zusammenhang (Stand 09/2026) lief gegen Adrat erneut ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Es bezieht sich auf einen X-Post vom Frühjahr 2026, wonach Senioren angeblich in Heimen „von Afrikanern und Arabern massenmissbraucht“ würden. Dabei bezog er sich auf einen Artikel von Apollo News, der auf den Missbrauch von Senioren durch arabische Pfleger Bezug nahm. https://apollo-news.net/gewaltserie-in-schwedischen-pflegeheimen-senioren-von-arabischen-und-afrikanischen-pflegern-missbraucht/
Werke Der Große Deutsche Roman. Galerie Rahimi Berlin, Berlin 2017, ISBN 978-3-9818679-0-9. Junge Väter weinen nicht. Galerie Rahimi Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-9818679-1-6. Familie B. Galerie Rahimi Berlin, Berlin 2025, ISBN 978-3-00-081021-3.
Einzelnachweise
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