Pleśno () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage Pleśno liegt 650 Meter östlich des Jezioro Pozorty () im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer südwestlich der Stadt Morąg bzw. 24 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Der einst Pelesen, auch Pellesen und Pellesin sowie vor 1898 Plössen genannte Ort war ein kleines GutsdorfDietrich Lange: Plößen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) und bestand bereits zur Ordenszeit im Kammeramt Neimen der Komturei Christburg.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Plössen (Landkreis Mohrungen) Im Jahre 1392 fand sich eine Notiz über Schulden des Dingon und seines Sohnes Niclus, im Jahre 1401 wurden auch die Schulden des Claws angezeigt. Eine Erbschaftsnotiz des Burghard von Wobeke gab es am 11. November 1405, und 1437 eine Eintragung von Pelesen im Zinsbuch des Ordens.

Im Jahre 1785 wurde Plössen als ein adliges Gut und Vorwerk mit acht Feuerstellen und nach Simnau eingepfarrt erwähnt, im Jahre 1820 als adliges Vorwerk mit fünf Feuerstellen bei 48 Einwohnern.

Nach 1839 teilte sich der Besitz Plößens in Gut Plößen I (A) (Hauptgut) und Gut Plößen II (B) auf. Im Jahre 1874 kam der Gutsbezirk Plössen zum neu errichteten Amtsbezirk Hanswalde im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Hanswalde

Plößen zählte im Jahre 1885 59 Einwohner, im Jahre 1910 67.

Am 30. September 1928 gab Plößen seine Eigenständigkeit auf, als der Ort in die Landgemeinde Linkenau überführt wurde.

In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Plößen erhielt die polnische Namensform „Pleśno“ und ist heute als Osada (= „Siedlung“) eine Ortschaft innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Plößen war bis 1945 in die evangelische Kirche Groß Simnau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Kreisstadt Mohrungen.

Heute gehört Pleśno evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie katholischerseits zur Pfarrei Małdyty mit der Filialkirche in Zajezierze im Bistum Elbląg.

Verkehr Pleśno liegt an einer Nebenstraße, die bei Drynki von der Woiwodschaftsstraße 519 (ehemalige Reichsstraße 126) abzweigt und nach Klonowy Dwór führt.

Die nächste Bahnstation ist Małdyty an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (Allenstein–Güldenboden (–Elbing)).

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty