mini|hochkant|Dorfkirche Siedenlangenbeck Die evangelische Dorfkirche Siedenlangenbeck ist eine im Kern mittelalterliche Saalkirche im Ortsteil Siedenlangenbeck von Kuhfelde im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Salzwedel im Kirchenkreis Salzwedel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Geschichte und Architektur Die erstmals im Jahr 1257 erwähnte Kirche gehörte teils dem Kloster Dambeck, teils denen von Gropen von Audorf. Sie steht auf dem Anger in der Mitte des ehemaligen Angerdorfs. Nach einem Mauervorsprung am Westende der Südseite wurde die Kirche nach Westen verlängert und dabei etwas verbreitert. Die Kirche wurde wohl in der zweiten Hälfte des 14. oder der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut; sie könnte einen nicht massiven Vorgänger ersetzt haben.

Das Bauwerk ist ein rechteckiges, im Kern mittelalterliches Feldsteinbauwerk mit Fachwerkturm über dem Westteil. Sämtliche Öffnungen wurden später verändert. Der Zugang erfolgt heute im Westen, ehemals über zwei Portale an der Südseite. Auf der Innenseite der Nordwand ist eines der sehr kleinen ursprünglichen Fenster freigelegt. An der Ostseite hat die Kirche ein einzelnes rundbogiges Fenster aus verputztem Backstein. Die weiter östlich gelegene Priesterpforte ist nur im Innern als Mauernische erhalten.

Eine ornamental bemalte Balkendecke schließt den Raum ab. An der West- und einem Teil der Nordseite befindet sich eine hölzerne Empore mit der Jahreszahl 1603 und Gitterbrüstung, darunter wurde eine Winterkirche eingebaut.Informationen auf der Website der Gemeinde Der aus Stein gemauerte Altarstipes ist vermutlich noch mittelalterlich.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein neugotisches Altarretabel mit Schnitzfiguren aus der Zeit um 1470. Es zeigt einen Kruzifixus zwischen Maria und einem bärtigen Heiligen; qualitätvoller sind die seitlich angeordneten sechs Apostelfigürchen. Die hölzerne Kanzel zeigt in schlecht erhaltenen Gemälden Christus und die Evangelisten vom Ende des 17. Jahrhunderts. Weiter gehört ein vergitterter Pfarrstuhl zur Ausstattung. Über eine Orgel ist nichts Näheres bekannt.

Die einzige erhaltene Glocke wurde im Jahr 1929 gegossen und ersetzte ein Doppelgeläut, das im Ersten Weltkrieg abgegeben wurde.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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