Gaius Papirius Carbo († 80 v. Chr.) war ein Politiker und Senator der Römischen Republik zu Beginn des 1. Jahrhunderts v. Chr.
Er war der jüngere Sohn des Gnaeus Papirius Carbo, der im Jahr 113 v. Chr. Konsul war. Dieser hatte sowohl einen Bruder als auch einen Neffen namens Gaius Papirius Carbo, von denen ersterer (Gaius Papirius Carbo) bereits 120 v. Chr. Konsul gewesen war und zweiterer (Gaius Papirius Carbo Arvina) im Jahr 82 v. Chr. kurz nach seiner Praetur ermordet wurde. Älterer Sohn des Gnaeus Papirius Carbo war Gnaeus Papirius Carbo, Konsul in den Jahren 85, 84 und 82 v. Chr.
Gaius Papirius Carbo, Sohn des Gnaeus, ist vor allem durch die lex Plautia Papiria bekannt, die er und Marcus Plautius Silvanus als Volkstribunen im Jahr 89 v. Chr. einbrachten.T. Robert S. Broughton: The Magistrates of the Roman Republic. Band 2: 99–31 B.C. (= Philological Monographs. Band 15,2). American Philological Association, New York 1952, S. 34; Dieses Gesetz bot das römische Bürgerrecht jedem italischen Verbündeten an, der zur Zeit des Inkrafttretens seinen Wohnsitz in Italien hatte, vorausgesetzt, er meldete sich innerhalb von sechzig Tagen persönlich beim Prätor in Rom. Das Ziel des Gesetzes war, die Bundesgenossen im laufenden Bundesgenossenkrieg für Rom zu gewinnen.
Im Jahr 81 v. Chr. amtierte Gaius Papirius Carbo wohl selbst als Praetor. Im Folgejahr war er Befehlshaber (Legatus) des Heeres von Lucius Cornelius Sulla Felix bei der Belagerung von Volaterrae. Dort wurde er von seinen eigenen Soldaten gesteinigt.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Volkstribun Kategorie:Politiker (Römische Republik) Carbo, Gaius Papirius Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Gestorben 80 v. Chr. Kategorie:Mann