mini|Karhorn von Bürstegg mit Expositurkirche H. Martin mini|Körbersee, Saloberkopf und Karhorn mini|Karhorngruppe und Kapelle am Simmel mini|Unterauenfeldalpe, Auenfelder Horn, Auenfelder Wannenscharte, Durechelenstein und Karhorn im Lechquellengebirge, Blick von Westen mini|Alpseebach im Großraumbiotop Öd unterhalb des Karhorns mini|Karbühel und Karhorn im Lechquellengebirge, Blick von Süden; die Wiesen über dem Wald gehören zum Europaschutzgebiet Schöneberg Die Karhorngruppe ist eine Bergkette und nach dem Alpenvereinsführer Lechquellengebirge eine von 14 Untergruppen des Lechquellengebirges, nach der SOIUSA ein Untergruppen-Sektor der Mohnenfluh-Karhorn-Gruppe.

Einordnung Das Lechquellengebirge ist in der AVE eine von 27 Gruppen der Nördlichen Ostalpen (Nr. 3a), in der SOIUSA einer von sechs Unterabschnitten der Nordtiroler Kalkalpen, die dort ihrerseits ein Abschnitt der Nördlichen Ostalpen sind. Einordnung nach SOIUSATeilIIOstalpenSektorII/BNördliche OstalpenAbschnittII/B-21Nordtiroler KalkalpenUnterabschnittII/B-21.IILechquellengebirgeGruppeII/B-21.II-A.3Braunarl-Zitterklapfen-KammUntergruppeII/B-21.II-A.3.bMohnenfluh-Karhorn-GruppeUntergruppen-SektorII/B-21.II-A.3.b/bKarhorngruppe

Lage und Umgrenzung

Politische Lage Die Berggruppe liegt in den Gemeinden Schröcken, Warth und Lech. Schröcken und Warth gehören zum Bezirk Bregenz, Lech zum Bezirk Bludenz. Die Karhorngruppe liegt zur Gänze im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Gebirgsgeographische Lage Die Karhorngruppe bildet die nordöstliche Ecke des Lechquellengebirges und grenzt an die Allgäuer und Lechtaler Alpen.

Regionale Lage Die Karhorngruppe liegt im Hochtannberggebiet, die westlichen Teile werden auch zum Bregenzerwald gezählt. Als Wintersportregion gehört die Snow World Warth-Schröcken zum größten zusammenhängende Skigebiet Österreichs, dem Skigebiet Ski Arlberg. Die Europäische Hauptwasserscheide Rhein/Donau verläuft durch das Gebiet vom Auenfeldsattel zum Durechelstein, zur Auenfelder Wannenscharte, zum Auenfelder Horn, zum Saloberkopf und zum Hochtannbergpass.

Umgrenzung Die Umgrenzung ist durch die Gewässer relativ klar und eindeutig. Die Umgrenzung der Karhorngruppe verläuft im Uhrzeigersinn von Norden entlang der Linie Hochtannbergpass – Krumbach – Lech – Gizzibach – Gaisbach – Auerfeldsattel – Bregenzer Ach – Seebach. Der Simmel am Hochtannbergpass wird der Karhorngruppe zugerechnet, obwohl er streng orographisch zu den Allgäuer Alpen gehören müsste.

Berge und Sättel Der Hauptkamm besteht von West nach Ost aus folgenden Bergen und Sätteln: +Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungenFalkenkopf oder Körbersee-Falkenkopf1811Ski-Schaukel-Falken (Körbersee - Falkenkopf)Sonnenkopf1826Salobersattel1792Saloberkopf2043Bergstationen Salober-Jet, Sonnen-Jet und Hochalpbahn Auenfelder Horn2292Auenfelder Wannenscharte2210Durechelenstein2377Karhorn2416höchste GipfelWartherhorn-Sattel2193alpiner SteigWarther Horn2256Wannenkopf1941

Beschreibung Der Hauptkamm besteht aus einer Kette von Hauptdolomitbergen mit schroffen steilen Kalkfelsen. Darunter befinden sich Schuttfächer und Felssturzzonen. Es folgen alpine Rasen, Stauden und Zwerggebüsch. Zahlreiche Moore und Feuchtwiesen sind vor allem im Süden und Westen vorhanden. Mehrere schöne Bergseen ziehen im Sommer Touristen an: Kalbelesee, Körbersee, Wannensee, Spitzigerstein Speichersee oder Beschneiungsteich Steinmandl und der Hochalpsee am Saloberkopf, ebenfalls ein Speichersee für die Beschneiungsanlagen. Der Körbersee wurde im Jahr 2017 zum schönsten Platz Österreichs gewählt.

Naturschutz In der Karhorngruppe sind folgende Schutzgebiete:

Europaschutzgebiet Schöneberg Pflanzenschutzgebiet Körbersee

Schützenswerte Biotope sind unter anderem:

Großraumbiotop Öd (unterm Karhorn) Moore und Mähder im Auenfeld Zirbenwaldreste in Warth und Schröcken Moore im Bereich Hochkrumbach Biotopkomplex nordwestlich des Saloberkopfs Moor auf der Saloberalpe

Siedlungen und Almen Ganz im Westen liegt Schröcken. An der nördlichen Grenze liegen Nesslegg, Hochkrumbach und Warth. Almen im Gebiet sind unter anderem das Älpele, die Batzenalpe, die Auenfeldalpe, die Karalpe, Bürstegg, die Steffisalpe, die Lucheralpe, die Hochbodenalpe und die Krumbacher Alpe.

Tourismus

Der nördliche Teil ist insbesondere im Winter touristisch stark frequentiert durch das Skigebiet. Der Steffisalp-Express ist auch im Sommer in Betrieb und bringt Wanderer auf rund 2040 m Seehöhe. Von dort sind mehrere leichte Wanderungen möglich, entsprechend hoch ist auch im Sommer die Besucherzahl. Am Karhorn befindet sich zudem ein Klettersteig.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Hochtannberggebiet Kategorie:Lechquellengebirge