mini|Wilhelm Sachs (vor 1949) Wilhelm Sachs (auch Willy Sachs,Günter Langes: Gedächtnisausstellung für Prof. Wilhelm Sachs. In: Dolomiten, Jg. 39, 1962, Nr. 22 vom 27. Jänner 1962, S. 13. Guglielmo Sachs;Bettina Schlorhaufer, Schloss Prösels, Georg Grote (Hrsg.): Architektur wird Region. Die Regionalisierung von Architektur in Südtirol von circa 1880 bis in die Zwischenkriegszeit / Dall’architettura alla regione. La regionalizzazione dell'architettura in Alto Adige dal 1880 circa fino al periodo tra le due guerre mondiali / Architecture becomes Region. The regionalization of architecture in South Tyrol from around 1880 until the Interwar period. Birkhäuser, Basel 2017, ISBN 978-3-0356-1389-6, S. 141. (deutsch, italienisch, englisch; Digitalisat auf dokumen.pub, abgerufen am 22. September 2026) * 16. April 1883 in Wien; † 11. September 1961 in BozenGeburtsjahr ‚1883’ nach der Grabinschrift auf dem Friedhof in Lengmoos. – Verschiedentlich wird davon abweichend als Geburtsjahr ‚1884’ angegeben, beispielsweise im Kurznachruf von Rudolf Moroder, in: Der Schlern, Jg. 35, 1961, Heft 7/8, S. 219; und bei Bettina Schlorhaufer, Schloss Prösels, Georg Grote (Hrsg.): Architektur wird Region. Die Regionalisierung von Architektur in Südtirol von circa 1880 bis in die Zwischenkriegszeit / Dall’architettura alla regione. La regionalizzazione dell'architettura in Alto Adige dal 1880 circa fino al periodo tra le due guerre mondiali / Architecture becomes Region. The regionalization of architecture in South Tyrol from around 1880 until the Interwar period. Birkhäuser, Basel 2017, ISBN 978-3-0356-1389-6, S. 141 (deutsch, italienisch, englisch; Digitalisat auf dokumen.pub, abgerufen am 22. September 2026).Geburtstag „16. April“ nach Rudolf Moroder: Die Toten des „Schlern“. In: Der Schlern, Jg. 35, 1961, Heft 7/8, S. 219 (der allerdings beim Geburtsjahr irrte). – Todesdatum „11. September“ nach der privaten Todesanzeige in: Dolomiten, Jg. 31, 1961, Nr. 206 vom 12. September 1961, S. 10. – Todesort „Bozen“ nach Hans Grießmair: Der Schlern. Register für die Jahrgänge 1920–1978 (Verfasser-, Personen-, Orts-, Sach- und Bildregister). Athesia, Bozen 1979, ISBN 88-7014-091-1, S. 22.) war ein österreichisch-italienischer Architekt und Zeichner. mini|Grabinschrift für Wilhelm Sachs in der Vorhalle der Totenkapelle Lengmoos

Wirken Leben und Wirken von Wilhelm Sachs sind bisher nicht monographisch erforscht.Bettina Schlorhaufer, Schloss Prösels, Georg Grote (Hrsg.): Architektur wird Region. Die Regionalisierung von Architektur in Südtirol von circa 1880 bis in die Zwischenkriegszeit / Dall’architettura alla regione. La regionalizzazione dell'architettura in Alto Adige dal 1880 circa fino al periodo tra le due guerre mondiali / Architecture becomes Region. The regionalization of architecture in South Tyrol from around 1880 until the Interwar period. Birkhäuser, Basel 2017, ISBN 978-3-0356-1389-6, S. 109, 141. (deutsch, italienisch, englisch; Digitalisat auf dokumen.pub, abgerufen am 22. September 2026)Viktor Malfer: Bautätigkeit in Bozen-Gries 1850–1914. In: Der Schlern, Jg. 58, 1984, Heft 2, S. 139–149, hier S. 144. (Nennt als architektonisches Werk von Wilhelm Sachs nur den Friedhof in Lengmoos, allerdings weit außerhalb der im Titel genannten Zeitspanne.) Er soll „aus einer alten Architekten- und Künstlerfamilie“ stammen, besuchte in Wien die Akademie der bildenden Künste und 1905–1908Architekt Prof. Wilhelm Sachs 75 Jahre. In: Dolomiten, Jg. 36, 1959, Nr. 37 vom 16. April 1959, S. 6. die Meisterklasse für Architektur von Friedrich Ohmann. Ab 1908 unterrichtete er als Assistent an den Staatsgewerbeschule in InnsbruckPersonalien. In: Monatsschrift Wiener Bauhütte, Jg. 1, 1910, Nr. 12, S. 299. (Digitalisat auf anno.onbs.ac.at, abgerufen am 21. September 2026) und wurde 1911 „Lehrer der 9. Rangklasse der Bau- und Kunsthandwerkerschule in Bozen“Ernennungen. In: Brixener Chronik, 25. Mai 1911, S. 4. (der späteren Staatsgewerbeschule Bozen) im damals österreichischen Tirol, wo er sich im gleichen Jahr niederließ. Dort leitete er u. a. einen „Zeichenkurs für Baugewerbe (Maurer, Zimmerer, Steinmetzen Spengler etc.)“.Spezialkurse an der kgl. Staatsgewerbeschule Bolzano. In: Industrie- und Handels-Zeitung (Bolzano), Jg. VI, 1925, Nr. 44 vom 1. November 1925, S. 417. Seither trug er lebenslang den Professoren-Titel.Wilhelm Sachs: Architektur-Skizzen aus Tirol. Reise-Aufnahmen baulicher Denkmäler der Tiroler Bauweise. Zweite Sammlung. Scholl, Wien 1913, Titelblatt. (Digitalisat auf digital.tessmann.it, abgerufen am 21. September 2026)

Angeblich wurde Sachs unfreiwillig freischaffender Architekt, denn er begann diese bis zum Lebensende dauernde Tätigkeit erst, als die Schule in Bozen 1926 von den Faschisten geschlossen wurde. Als seine architektonischen Hauptwerke werden die für eine Florentiner Familie erbaute Casa al Monte in Wolkenstein in Gröden (1933) und der Entwurf für das Hotel Armentarola in St. Kassian (1937/1938) bezeichnet. Sachs’ alpine Architektur der 1930er Jahre übernahm plakative Merkmale der Tiroler Moderne, unter anderem Pultdach, weißes vorspringendes Terrassenmauerwerk und horizontale Holzverschalungen – manches davon ist von seinen Architekten-Zeitgenossen Clemens Holzmeister, Alfons Walde und Franz Baumann inspiriert. Ein architektonisches Spätwerk sind Entwurf und 15-jähriger BauJ. S.: Friedhofsweihe in Lengmoos. In: Dolomiten, Jg. 38, 1961, Nr. 309 vom 14. November 1961, S. 10. des kurz nach seinem Tod im November 1961 eingeweihten Friedhofs mit Totenkapelle in Lengmoos, auf dem Sachs am 13. September 1961 selbst beigesetzt wurde.Beisetzungsdatum nach der privaten Todesanzeige in: Dolomiten, Jg. 31, 1961, Nr. 206 vom 12. September 1961, S. 10.Rudolf Moroder: Die Toten des „Schlern“. In: Der Schlern, Jg. 35, 1961, Heft 7/8, S. 219.

Bekannt geworden ist Wilhelm Sachs auch durch seine Zeichnungen, die er 1910 und 1913 in zwei Bänden unter dem Titel „Architektur-Skizzen aus Tirol. Reise-Aufnahmen baulicher Denkmäler der Tiroler Bauweise“ veröffentlichte. Um 1940 unternahm er im Zusammenhang mit dem SS-Ahnenerbe Bauaufnahmen von Südtiroler Bauernhöfen.Helmut Stampfer (Hrsg.): Bestandaufnahmen 1940–1943. Bauernhöfe in Südtirol. Band 11: Mittleres Pustertal, Teil 2. Athesia Verlag, Bozen 2019, ISBN 978-88-6839-260-4, S. 8. (Digitalisat auf athesia-tappeiner.com, abgerufen am 21. September 2026) Sachs hielt Lichtbildvorträge über die lokale Baukunst Südtirols bis in die 1950er Jahre.Pustertaler Heimattag. In: Volksbote, Organ der Südtiroler Volkspartei, Jg. 35, 1955, Nr. 17 vom 28. April 1955, S. 11.

Werke (Auswahl) mini|Friedhof und Totenkapelle in Lengmoos (2026)

Wettbewerbsbeiträge, Entwürfe und ausgeführte Bauten

Architekturwettbewerbs-Projekt für ein Wohn- und Geschäftshaus in Meran (2. Preis), 1910Abgebildet in: Der Architekt. Wiener Monatshefte für Baukunst und dekorative Kunst, Jg. XVII, 1911, Tf. 14–15. (Digitalisat auf pbc.gda.pl, abgerufen am 21. September 2026).Meran (Verschiedenes). In: Volksblatt (Bozen), 30. November 1910, S. 4. (Zusammen mit Vinzenz Baier, Innsbruck): Architekturwettbewerbs-Projekte für die Pfarrkirche in Lana (Südtirol) (2. und 3. Preis), 1912Wettbewerb für den Bau einer Pfarrkirche in Lanna a. d. Etsch. In: Monatsschrift Wiener Bauhütte, Jg. 1, 1912, Nr. 3, S. 62. (Digitalisat auf anno.onb.ac.at, abgerufen am 21. September 2026)Preisgericht. In: Tiroler Volksbote, 1. März 1912, S. 10.

Casa al Monte (auch Casa del Monte), Wolkenstein in Gröden, 1933, DenkmalschutzBettina Schlorhaufer, Schloss Prösels, Georg Grote (Hrsg.): Architektur wird Region. Die Regionalisierung von Architektur in Südtirol von circa 1880 bis in die Zwischenkriegszeit / Dall’architettura alla regione. La regionalizzazione dell'architettura in Alto Adige dal 1880 circa fino al periodo tra le due guerre mondiali / Architecture becomes Region. The regionalization of architecture in South Tyrol from around 1880 until the Interwar period. Birkhäuser, Basel 2017, ISBN 978-3-0356-1389-6, S. 175. (deutsch, italienisch, englisch; Digitalisat auf dokumen.pub, abgerufen am 22. September 2026)Architektenkammer der Provinz Bozen (Hrsg.): Architektur in Südtirol 1900 bis heute. Edition Raetia, Bozen 1993, ISBN 88-7283-035-4, S. 280. Hotel Armentarola, St. Kassian (Südtirol), nicht realisierter Entwurf, 1937/1938Bettina Schlorhaufer, Schloss Prösels, Georg Grote (Hrsg.): Architektur wird Region. Die Regionalisierung von Architektur in Südtirol von circa 1880 bis in die Zwischenkriegszeit / Dall’architettura alla regione. La regionalizzazione dell'architettura in Alto Adige dal 1880 circa fino al periodo tra le due guerre mondiali / Architecture becomes Region. The regionalization of architecture in South Tyrol from around 1880 until the Interwar period. Birkhäuser, Basel 2017, ISBN 978-3-0356-1389-6, S. 157 (deutsch, italienisch, englisch; Digitalisat auf dokumen.pub, abgerufen am 22. September 2026) Hotel Cir, Grödner Joch, 1947/1948(?) Hotel Europa, Bruneck, Wiederaufbau nach Brand von 1947Bruneck, Hotelbrand. In: Volksbote (Bozen), 29. Jänner 1959, S. 11. Kriegerdenkmal in Welsberg (Südtirol), 1948„... und fanden das Leben im Tod!“ Einweihung des Kriegerdenkmals in Welsberg. In: Volksbote (Bozen), 15. Juli 1948, S. 5.Einweihung des Kriegerdenkmals in Welsberg. In: Dolomiten, 14. Juli 1948, S. 3. Schule in Pfalzen (Südtirol), Einweihung 1954Schulweihe und Kirchenjubiläum in Pfalzen. In: Volksbote (Bozen), 28. Oktober 1954, S. 10. Rathaus in Freienwald (Südtirol), 1958–1959Das dritte Rathaus im Obereisacktal bezogen. In: Volksbote (Bozen), 10. März 1960, S. 10. Friedhof und Totenkapelle in Lengmoos (Südtirol), posthum eingeweiht am 5. November 1961 Schulhaus in Wiesen (Südtirol), posthum im November 1961 fertiggestellt.Bautätigkeit im Pfitscher Tal. In: Dolomiten, Jg. 31, 1961, Nr. 253, 4. November 1961, S. 8. Grundschule in Sterzing (Südtirol),Dem Schulhausbau entgegen. In: Volksbote (Bozen), 8. November 1959, S. 8. Wettbewerbsgewinn, posthum 1963 fertiggestellt.

Schriften Architektur-Skizzen aus Tirol. Reise-Aufnahmen baulicher Denkmäler der Tiroler Bauweise. Erste Sammlung. Schroll, Wien 1910. Architektur-Skizzen aus Tirol. Reise-Aufnahmen baulicher Denkmäler der Tiroler Bauweise. Zweite Sammlung. Scholl, Wien 1913.Verfasser-Exemplar antiquarisch auf bookloker.de, abgerufen am 21. September 2026. (Digitalisat auf digital.tessmann.it, abgerufen am 21. September 2026)

Ehrenämter Sachs war Obmann im Skiklub BozenSkiklub Bozen. In: Volksblatt (Bozen), 29. November 1913, S. 7. (später auch Vizepräsident im Provinzdirektorium „Oberetsch“ des Italienischen WintersportverbandesDer neue Provinz-Vorstand. In: Dolomiten, 2. Dezember 1933, S. 7.) und soll noch vor dem Ersten Weltkrieg als leidenschaftlicher Skifahrer eine der „treibendsten Kräfte in den Anfangsjahren des Skisportbetriebes in Südtirol“ gewesen sein.Bestandsjubiläum des Tiroler Skiverbandes. In: Dolomiten 22. Oktober 1973, S. 11. - Vgl. auch Erwähnung in: Architekt Prof. Wilhelm Sachs 75 Jahre. In: Dolomiten, Jg. 36, 1959, Nr. 37 vom 16. April 1959, S. 6. Er war außerdem Kassierer der Architektenkammer Bozen,Architektenkammer. In: Dolomiten, 5. Dezember 1946, S. 3. Mitglied im Heimatschutzverein BozenHauptversammlung des Heimatschutzvereines in Bozen. In: Bozner Nachrichten, 24. Jänner 1920, S. 4. sowie Gründungsmitglied im Südtiroler Künstlerbund,Todesanzeige des Südtiroler Künstlerbundes, in: Dolomiten, Jg. 31, 1961, Nr. 210, 14. September 1961, S. 7. der ihm zu Ehren 1962 eine Gedächtnisausstellung veranstaltete.

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