mini|Blick zur Westfassade der erhöht über dem Marktplatz liegenden Kirche mini|Die denkmalgeschützte mittelalterliche Nordseite der Kirche Die römisch-katholische Kirche St-Gilles ist eine Pfarrkirche in Saint-Gilles-Croix-de-Vie im französischen Département Vendée. Das nördliche Seitenschiff des Langhauses und der Glockenturm der dem heiligen Ägidius geweihten Kirche wurden im Jahr 1926 als Monument historique eingestuft.
Geschichte Eine erste Kirche in Saint-Gilles wurde im 9. Jahrhundert durch die Benediktinerabtei von Saint-Michel-en-l’Herm errichtet. Im Jahr 1120 wurde Saint-Gilles in einer Bulle von Papst Calixt II. auf der Liste der Abteien und Priorate aufgeführt, die von der Abtei Saint-Gilles du Gard abhängig waren. Die befestigte Kirche St-Gilles war auf einer Anhöhe über der Mündung des Flusses Vie errichtet worden, die den Bewohnern während der Normanneneinfälle als Zufluchtsort und den Seeleuten als Landmarke zur Orientierung diente.
Von dieser ursprünglichen romanischen Kirche ist nur noch der Unterbau des mächtigen Nordpfeilers erhalten, der den Glockenturm trägt. Die Kirche wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts von den Engländern zerstört und wahrscheinlich wenig später von ihnen wieder aufgebaut; daher trägt sie lokal auch den Namen „Église des Anglais“ („Kirche der Engländer“). In den folgenden Religionskriegen richteten die protestantischen Truppen schwere Verwüstungen an der Kirche an. Vom mittelalterlichen Bau blieben nur das nördliche Seitenschiff und der Glockenturm erhalten. Diese Bauteile wurden im Jahr 1613 in die von den Katholiken von Saint-Gilles neu erbaute Kirche einbezogen. Im Zuge der französischen Revolution wurde die Kirche nur kurze Zeit bis 1801 nicht für den Gottesdienst genutzt. Im Jahr 1871 erfolgte eine Restaurierung wegen Baufälligkeit, aber bereits 1883 erfolgte eine grundlegende Rekonstruktion und Erweiterung des Gotteshauses zu einer dreischiffigen neugotischen Hallenkirche unter Einbeziehung der mittelalterlichen Bauteile, die wiederum 1903 und 1977 restauriert wurde. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich ein Buntglasfenster aus dem 17. Jahrhundert, das eine Schlacht der französischen Religionskriege in den Sümpfen der Vendée darstellt. Das Fenster wurde 1927 unter Denkmalschutz gestellt und später wieder aus der Denkmalliste gestrichen.association-vie-vendee.orgpayssaintgilles-tourisme.fr
Ausstattung Drei Ausstattungsstücke der Kirche sind als Einzelobjekte als Monuments Historique eingestuft. Die denkmalgeschützten Objekte umfassen die stützenlose Predigtkanzel aus dem Jahr 1827, ein Gemälde des heiligen Rochus von 1854 und das Wanddiorama „Die Einfahrt der Fünfmastbark France I in den Hafen von Dünkirchen“.
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Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Département Vendée Gilles Kategorie:Monument historique (Kirche) Kategorie:Monument historique seit 1926 Kategorie:Ägidienkirche Kategorie:Kirchengebäude des Bistums Luçon Kategorie:Ehemalige Benediktinerkirche Kategorie:Hallenkirche in Frankreich Kategorie:Romanischer Kirchenrest Kategorie:Bauwerk der Romanik in Pays de la Loire Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk in Pays de la Loire Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Frankreich Kategorie:Erbaut im 12. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa