mini|hochkant=1.0|Heidelberger Winkel als Bausatz (Orthopädietechnik) Bei der Ursprungsform des Heidelberger Winkels oder Heidelberger Schiene handelt es sich um eine rechtwinklige schmale Schiene aus Federbandstahl aus dem Jahre 1904. Es ist der zentrale Bestandteil zum Bau eines Fußhebels gleichen Namens.

Aufbau und Anwendung

mini|hochkant=0.6|Der Heidelberger Winkel als fertiges Produkt Der Orthopädiemechaniker komplettiert den Fußteil (ähnlich einer Einlage) und die gepolsterte Wadenschelle zum fertigen Produkt. Bei einer zweiten Variante, wird der Heidelberger Winkel direkt mit dem Schuh verbunden. Der Techniker nimmt den Absatz des Schuhs ab und befestigt den Winkel an der Schuhsohle, dann wird der Absatz wieder aufgesetzt und die Wadenmanschette passgenau montiert.

Heute ist die Unterschenkelorthese (auch Sprunggelenkorthese), neben der klassischen Form, meist aus Carbon In der Therapie sollen sie eine Fußheberschwäche ausgleichen die aufgrund eines Schlaganfalls mit nachfolgender Halbseitenlähmung (Hemiparese) auftreten kann. Die dynamische Unterschenkelorthese dient dem Anheben des Vorderfußes zur aktiven Energierückgabe beim Gehen. Sprunggelenk- und Fußorthesen entlasten Sehnen und Gelenke. Sie unterstützen den Heilungsprozess und helfen, Bewegungsabläufe besser auszuführen. Umgangssprachlich hat sich die historische Bezeichnung Heidelberger Winkel auch für moderne sogenannte Peroneusorthesen unter den Orthopädietechnikern erhalten.

Herkunft des Namens Der Heidelberg Splint (Heidelberger Winkel) von Karl Oscar Vulpius aus Heidelberg wird erstmals im August 1904 in The American Journal of Orthopedic Surgery beschrieben.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Orthese Kategorie:Therapeutisches Verfahren in Orthopädie und Unfallchirurgie