Giuseppe Gianini (* 4. Dezember 1865 in Lugano; † 13. September 1906 ebenda) war ein Schweizer Bildhauer.
Leben Giuseppe Gianini wurde 1865 als Sohn des Natale und der Lana Maddalena in Lugano geboren und bildete sich zunächst zum Typografen aus. Vermutlich studierte er zwischen 1883 und 1890 an der Accademia di Brera in Mailand Bildhauerei. 1887 ist seine Teilnahme an einer Ausstellung der Brera belegt. 1891 eröffnete er im Alter von 25 Jahren im Luganer Quartier Molino Nuovo ein auf Grabskulpturen spezialisiertes Atelier. Daneben unterrichtete er an verschiedenen Zeichenschulen des Luganese, zunächst in Rivera, dann in Gravesano, schliesslich in Lugano. Wohl weil er bis zuletzt einen akademischen Realismus pflegte und den Neuerungen des Symbolismus und des Jugendstils gegenüber verschlossen blieb, wurde er um die Jahrhundertwende entlassen. In seinen letzten Lebensjahren, zwischen 1900 und 1906, widmete er sich deshalb vermehrt der eigenen Produktion. Sein Hauptwerk ist das Grabmal für den Bischof Vincenzo Molo, das er 1904 für die Krypta der Herz-Jesu-Kirche in Lugano schuf. Er orientierte sich dabei am danebenstehenden, 1887 von Cesare Berra gefertigten Grabmal für Eugène Lachat, sein Werk nimmt sich im Vergleich dazu jedoch «hölzern und steif» aus. Gianini starb am 13. September 1906 im Alter von 40 Jahren in Lugano und wurde auf dem Monumentalfriedhof Lugano begraben.
Werke
1890: Frauenkopf, Marmor, 60 × 25 × 20 cm, Museo d’arte della Svizzera italiana, Lugano 1900: Porträtbüste von Luigi Imperatori, Marmor, 70 × 60 × 40 cm, Pfarrkirche Santi Innocenti, Pollegio 1904: Grabmal des Bischofs Vincenzo Molo, Sedimentgestein und Marmor, 150 × 240 × 103 cm, Krypta der Herz-Jesu-Kirche, Lugano
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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