Helga Schach-Dörges, geb. Dörges (* 9. September 1934 in Schneidemühl) ist eine deutsche Archäologin.

Leben Helga Dörges studierte von 1952 bis 1956 Ur- und Frühgeschichte an der Universität Leipzig und schloss 1956 mit dem Diplom bei Friedrich Behn ab. Von 1956 bis 1958 war sie im Rahmen der Absolventenförderung im Museum für Ur- und Frühgeschichte Schwerin, am Landesmuseum für Vorgeschichte in Dresden und am Archäologischen Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften tätig. Von 1958 bis 1959 arbeitete sie als wissenschaftliche Bibliothekarin am Landesmuseum für Vorgeschichte in Dresden und anschließend als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Leipzig, wo sie 1960 promoviert wurde.

Im selben Jahr siedelte sie in die Bundesrepublik Deutschland über und arbeitete als wissenschaftliche Assistentin zunächst an der Universität Kiel und von 1962 bis 1967 am Institut für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Köln. Von 1968 bis 1972 führte sie Auftragsarbeiten für das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durch, wo sie im Anschluss daran bis 1996 als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Das frühkaiserzeitliche Gräberfeld Stavenow, Kreis Perleberg. In: Bodendenkmalpflege in Mecklenburg. Bd. 1956 (1958), S. 117–143. Das frühkaiserzeitliche Gräberfeld von Blievenstorf, Kreis Ludwigslust. In: Bodendenkmalpflege in Mecklenburg: Jahrbuch. Bd. 1957 (1959), S. 47–144. Die spätrömische Kaiserzeit und die Völkerwanderungszeit in Mecklenburg, 2 Bände, Dissertation Universität Leipzig 1960 (ungedruckt). Zu einer Trensenform der Reihengräberzeit und die Datierung des Grabes von Zierzow, Kreis Ludwigslust. In: Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege. Bd. 8 (1960), S. 350–400. Das jungkaiserzeitliche Gräberfeld von Wilhelmsaue in Brandenburg. (= Berliner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte. Bd. 13). Hessling, Berlin 1969. Die Bodenfunde des 3. bis 6. Jahrhunderts nach Chr. zwischen unterer Elbe und Oder (= Untersuchungen aus dem Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Schleswig, dem Landesamt für Vor- und Frühgeschichte von Schleswig-Holstein in Schleswig und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Kiel. N.F. 23). Wachholtz, Neumünster 1970 , ISBN 3-529-01123-1 (Druckfassung der Dissertation). mit Peter Paulsen: Holzhandwerk der Alamannen. Kohlhammer, Stuttgart 1972, ISBN 3-17-258271-X. mit Peter Paulsen: Das alamannische Gräberfeld von Giengen an der Brenz (Kreis Heidenheim) (= Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg. Bd. 10). Müller und Gräff, Stuttgart 1978, ISBN 3-87532-072-7. Red.: Festschrift für Hartwig Zürn(= Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 6). Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1981, ISBN 3-510-49106-8. Frühalamannische Funde von Lauffen am Neckar. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 6 (1981), S. 615–665. Römische und alamannische Spuren im Raum Remseck am Neckar. Gemeinde Remseck am Neckar, Remseck 1987 (Heimatkundliche Schriftenreihe der Stadt Remseck am Neckar; 7). Red.: [Festschrift für] Wolfgang Kimmig. Schweizerbart, Stuttgart 1985 (Fundberichte aus Baden-Württemberg; 10), ISBN 3-510-49110-6. Römische und frühalamannische Funde von Beinstein, Gde. Waiblingen, Rems-Murr-Kreis. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 18 (1993), S. 349–432. Zu einreihigen Dreilagenkämmen des 3. bis 5. Jahrhunderts aus Südwestdeutschland. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 19 (1994), Heft 1, S. 661–702. „Zusammengespülte und vermengte Menschen“: Suebische Kriegerbünde werden sesshaft. In: Die Alamannen. Theiss, Stuttgart 1997, ISBN 3-8062-1302-X, S. 79–102. Zu süddeutschen Grabfunden frühalamannischer Zeit: Versuch einer Bestandsaufnahme. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 22 (1998), Heft 1, S. 627–654. Zur frühalamannischen Siedlung nordwestlich der Altstadt von Kirchheim unter Teck, Kr. Esslingen. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 23 (1999), S. 261–305. Das frühmittelalterliche Gräberfeld bei Aldingen am mittleren Neckar. Theiss, Stuttgart 2004 (Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg; 74), ISBN 3-8062-1962-1. Imitatio imperii im Bestattungsbrauch? In: Germania. Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Bd. 83 (2005), Heft 1, S. 127–150. Zum frühmerowingerzeitlichen Begräbnisplatz bei Stetten auf den Fildern, Lkr. Esslingen. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 29 (2007), S. 603–642. Zur Pferdegrabsitte in der Alemannia während der frühen Merowingerzeit. In: Germania. Bd. 86 (2008), Heft 2, S. 701–727. Zu den Bestattungen frühalamannischer Zeit in der Sontheimer Höhle im Alb-Donau-Kreis. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 31 (2010), S. 615–664. Das Mädchengrab aus spätantiker Zeit von Distelhausen im Main-Tauber-Kreis. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Bd. 35 (2015), S. 459–482.

Literatur Sebastian Brather: Schach-Dörges (geb. Dörges), Helga. In: Ders.: Archäologie und Denkmalpflege in der DDR. Institutionen, Gremien, Personen. Lukas Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-86732-416-8, S. 387f.

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