Die Grünearmstraße war eine Straße in Magdeburg im heutigen Sachsen-Anhalt.
Lage und Verlauf Die Straße befand sich im nördlichen Teil der Magdeburger Altstadt und verlief von der Kreuzung Kleinen Steinernetischstraße und Tränsberg im Norden, bis zum Neuen Weg im Süden.
Von Westen mündete die Große Steinernetischstraße, die Venedische Straße, die Katharinenstraße, die Schopenstraße und die Margaretenstraße ein, von Osten die Blauebeilstraße, die Rotekrebsstraße, die Tischlerkrugstraße und die Peterstraße ein.
Im nördlichen Teil entspricht der Straßenverlauf in einem Teil dem der heutigen Weitlingstraße, im Übrigen verlief die Grünearmstraße etwas westlich der jetzigen Weitlingstraße, deren Verlauf sie im Süden dann kreuzt.
Historisch begann die Nummerierung mit der Nummer 1 auf der Ostseite der Straße zwischen Rotekrebsstraße und Blauebeilstraße. Sie verlief dann aufsteigend nach Norden bis zur Nummer 7 am Tränsberg. Auf der Westseite verlief die Nummerierung dann nach Süden bis zur Nummer 21 an der Margaretenstraße.Karte von Robolsky von 1829 in Klaus Kramer, Magdeburger Häuserbuch, Stadtplanungsamt Magdeburg 2001, Seite 15 Im zum Teil erst später angelegten südöstlichen Teil bestanden keine Hausnummern der Grünearmstraße, da die dortigen Häuser als Eckhäuser jeweils den einmündenden Straßen zugeordnet waren.
Geschichte mini|Blick aus der Petersstraße auf die Kreuzung der Grünerarmstraße (von links nach rechts) und der Schopenstraße (nach hinten verlaufend) Für die Zeit vor 1683 ist für die Straße kein einheitlicher Name überliefert. Aufgrund der vielen einmündenden Straßen waren diverse Eckhäuser ohnehin den angrenzenden Straßen zugeordnet. Die platzartige Erweiterung am Nordende der Straße wurde 1552 als Auf der Höhe, 1666 als Pferdemarkt, 1680 als Holzmarkt und 1719 als Ziegenmarkt bezeichnet. 1683 erfolgte dann die erste Erwähnung des Namens Grünearmstraße, der sich auf das Brauhaus Zum grünen Arm, Grünearmstraße 14, bezog. Der Name blieb aber zunächst ungebräuchlich und wurde bis 1720 auch in den Grundbuchakten nicht genutzt.Ernst Neubauer, Häuserbuch der Stadt Magdeburg 1631–1720, Teil 1, Herausgeber: Historische Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt, Magdeburg 1931, Seite 327 Teile der Straße wurden häufig Querstraßen zugeordnet, zum Teil bestanden für einzelne Abschnitte Benennungen nach den dort befindlichen Häusern, so Beim bunten Ochsen – das Eckhaus an der Rotenkrebsstraße –, für den mittleren Teil Beim grünen Arm – Haus Nummer 14 und für den nördlichen Teil Bei der goldenen Hand – dem großen Grundstück Tränsberg 52/53, das bis 1930 am nördlichen Ende quer zur Grünenarmstraße stand.Ernst Neubauer, Häuserbuch der Stadt Magdeburg 1631–1720, Teil 1, Herausgeber: Historische Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt, Magdeburg 1931, Seite 160 mini|Neuer südöstlicher Abschnitt der Grünenarmstraße mit der Einmündung auf den Neuen Weg, 1913 1909 wurde die bis dahin an der Margaretenstraße endende Grünearmstraße nach Südosten bis zum Neuen Weg verlängert. Die Stadt hatte das Haus Neuer Weg 16 erworben und riss es ab dem 1. Oktober 1909 ab, um über das Grundstück die neue Einmündung der Grünearmstraße auf den Neuen Weg zu führen.Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Zweiter Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 657 Die Grünearmstraße mündete dann gegenüber dem Logenhaus Ferdinand zur Glückseligkeit in den Neuen Weg.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bereich stark zerstört. Im Zuge des sich in der Zeit der DDR nicht an die gewachsene Stadtstruktur haltenden Wiederaufbaus der Stadt, wurde der Name Grünearmstraße aufgegeben, obwohl die Straße in ihrem nördlichen Abschnitt als Weitlingstraße weiterhin als Straßenraum genutzt wird. Im übrigen erfolgte eine neue Straßenführung, so dass die historische Grünearmstraße zum Teil überbaut wurde.
(Historische) Häuser der Grünearmstraße Nachfolgend werden die Grundstücke der Grünearmstraße tabellarisch aufgeführt. Dabei werden auch die aktuellen Grundstücke sowie ggf. davon abweichende historische Grundstücke benannt. Soweit diese sich überschneiden, sind sie ungefähr räumlich zugeordnet. Die Reihenfolge orientiert sich an der historischen Nummerierung der Grünearmstraße.