mini| Leslie King Hammond beim African Diaspora International Film Festival 2026 in Washington, DC Leslie Ann King-Hammond (* 4. August 1944 in New York City, USA) ist eine US-amerikanische Künstlerin, Kuratorin und Hochschullehrerin. Sie war die erste afroamerikanische Präsidentin der College Art Association (CAA) und Gründungsdirektorin des Center for Race and Culture am Maryland Institute College of Art (MICA). 2006 wurde sie zur Vorsitzenden des Sammlungs- und Ausstellungskomitees des Reginald F. Lewis Museums für afroamerikanische Geschichte und Kultur Marylands ernannt.

Leben und Werk King-Hammond ist die Tochter von Evelyne Alice Maxwell King und Oliver King. Sie wuchs in South Jamaica und Queens auf. Nachdem sie auf einem Auge erblindet war, entwickelte sie eine Faszination für Kunst, als sie einem Glasbläser bei der Anfertigung ihrer künstlichen Augen zusah. Nach ihrem Highschool-Abschluss 1964 besuchte sie die State University of New York in Buffalo, brach das Studium jedoch ab. Anschließend arbeitete sie bei General Electric und belegte nebenbei Abendkurse an der New School. 1967 erhielt sie ein Vollstipendium des SEEK Grant für das Queens College, City University of New York und schloss dort 1969 ihr Studium der Bildenden Kunst mit Schwerpunkt Malerei und Keramik mit einem Bachelor of Fine Arts ab. Sie studierte dort gemeinsam mit ihrer Freundin Lowery Stokes Sims. Anschließend studierten sie und Sims Kunstgeschichte an der Johns Hopkins University, wo sie 1973 ihren Master-Abschluss erhielt und 1975 bei Charles Stuckey mit einer Dissertation über den amerikanischen Künstler William Henry Johnson promovierte.

Anfang der 1970er Jahre begann King-Hammond mit der Kuratierung von Sammlungen im Baltimore Museum of Art, im Maryland Art Place und anderen Institutionen. 1973 nahm sie ihre Lehrtätigkeit am Maryland Institute College of Arts (MICA) auf, zunächst als nebenberufliche Dozentin für Kunstgeschichte, bevor sie Professorin und Kuratorin wurde. 1976 wurde sie zur Dekanin für Graduiertenstudien befördert. Von 1977 bis 1981 betreute sie Doktorarbeiten am Fachbereich Afrikastudien der Howard University.

Von 1980 bis 1982 war sie Mitglied eines Gremiums des National Endowment for the Arts. Von 1983 bis 1987 arbeitete sie als Kommissarin der Civic Design Commission in Baltimore. Als Kunstberaterin für das Afro-American Historical & Cultural Museum war sie von 1990 bis 1996 tätig. Von 1985 bis 1998 leitete King-Hammond das Phillip Morris Scholarships for Artists of Color-Programm. 2000 wurde sie Mitglied des Vorstands des International House of Art Critics. 2007 wurde King-Hammond zur Vorsitzenden des Vorstands des Reginald F. Lewis Museum of Maryland African American History and Culture gewählt.

2008 trat King-Hammond als Professorin Emerita in den Ruhestand und erhielt weiterhin zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter eine Senior Fellowship der Robert W. Deutsch Foundation. Am MICA gründete sie 2009 das Center for Race and Culture, um das Zusammenspiel von Kunst, Ethnie, Kultur und Identität zu erforschen. 2010 kuratierte sie gemeinsam mit anderen die Ausstellung The Global Africa Project im Museum of Arts and Design in New York, 2013 die Wanderausstellung Ashe to Amen: African Americans and Biblical Imagery.

Auszeichnungen und Ehrungen 1974–1975: Kress Fellowship 1984: Mellon Grant für Forschungsarbeiten am Maryland Institute College of Art 1986: Trustee Award for Excellence in Teaching 2001: National Endowment for the Arts Award 2002: Lifetime Achievement Award, Studio Museum in Harlem 2008: Andy Warhol Curatorial Fellowship 2010: Alain Locke International Prize, Detroit Institute of Arts Leslie King-Hammond Graduate Award 2026.Legacy Award bei Women of the Movement

Veröffentlichungen (Auswahl) The Life and Works of William Henry Johnson, 1901-1970. Johns Hopkins University, 1975. Ritual and Myth: A Survey of African-American Art. New York: Studio Museum in Harlem, 1982. Black Printmakers and the WPA. New York: Lehman College Art Gallery, 1989. Gumbo YaYa: Anthology of Contemporary African-American Women Artists. New York: Midmarch Arts Press, 1995. Masks and Mirrors: African-American Art, 1700–Now. New York: Abbeville, 1995. Identifying Spaces of Blackness: The Aesthetics of Resistance and Identity in American Planation Art. In: Landscape of Slavery: The Plantation in American Art. Columbia: University of South Carolina Press, 2008. Hughie Lee-Smith. San Francisco: Pomegranate Press, 2010.

Literatur Hank Burchard: Some Who Can Do as well as Teach. The Washington Post, January 8, 1998. Lowery Stokes Sims: Leslie King-Hammond: Sister, Mentor, Prime Mover. The International Review of African American Art 18, no. 1, 2001, S. 34–35. Lisa Farrington: Creating their Image: The History of African-American Women Artists. Oxford University Press, 2005. Marquis: Who’s Who in American Art, 36th ed. New Providence: Marquis Who’s Who, 2016, S. 504.

Weblinks Biografie bei Arthistorians (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Künstler (New York City) Kategorie:Hochschullehrer (Howard University) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Frau