Hans Müller-Meylan (* 1904 in Basel; † Dezember 1992) war ein Schweizer Architekt, Kunstsammler und Stiftungsgründer.
Leben Müller-Meylan absolvierte von 1918 bis 1921 eine Lehre als Bauzeichner in Basel. Anschliessend liess er sich an der Fachhochschule in Burgdorf und Ende der 1920er-Jahre an der Hochschule in Stuttgart zum Hochbautechniker ausbilden. Schon im Wettbewerb für den Bau des Kunstmuseums Basel kam er mit seinem Entwurf in die engste Wahl. Ab 1928 arbeitete er in Bottmingen als selbstständiger Architekt. Vornehmlich in der Basler Umgebung sowie im Tessin baute er Wohn- und Ferienhäuser. Er entwarf auch Inneneinrichtungen und leitete diverse Umbauten. Zu seinen bekanntesten Bauten zählen die ASAG-Garage im Gellert-Quartier in Basel (1952/1953) sowie der Kronenmatt-Saal in Binningen (1931).
1938 heiratete er Renée Meylan. Im Andenken an seine verstorbene Frau hielt Müller-Meylan 1986/1987 in einer testamentarischen Verfügung fest, dass nach seinem Tod die Hans und Renée Müller-Meylan Stiftung errichtet werden soll, die seit 1998 künstlerische und wissenschaftliche Projekte auf dem Gebiet der bildenden Kunst fördert.
Müller-Meylan sammelte über Jahrzehnte Bilder und Skulpturen. Über Fachliteratur ermittelte er Datierung und Herkunft. Diese Sammlung liess er 1988 durch zwei Kunsthistoriker des Kantons Basel-Landschaft inventarisieren. Die gewonnenen Mittel aus dem Verkauf der Sammlung (ein Fresko aus dem Kreis von Bernardino Luini wurde für 160'000 Franken versteigert) flossen in die Stiftung.
Weblinks Hans und Renée Müller-Meylan Stiftung (Website) Hans Müller-Meylan
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