mini|Hans-Deutscher-Gedenkstätte in Voitsberg Die Hans-Deutscher-Gedenkstätte ist eine als Spielplatz angelegte Gedenkstätte in der Stadtgemeinde Voitsberg in der Weststeiermark. Die Stätte wurde in den 1960er-Jahren von sieben Künstlern, die der Sezession Graz angehörten, gestaltet. Das Kunstwerk und damit auch der Spielplatz stehen unter Denkmalschutz ().

Geschichte Die Gedenkstätte wurde in den 1960er-Jahren errichtet, um an Hans Deutscher zu erinnern. Er war von 1927 bis 1930 zur Zeit der Weltwirtschaftskrise und der politisch angespannten Situation in der Ersten Republik, Bürgermeister in Voitsberg. Im Ort gab es aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation zahlreiche Entlassungen, und da die Arbeiter dann die Betriebswohnungen verlassen mussten, viele wohnungslose Menschen. Der als besonders sozial beschriebene Hans Deutscher ließ ab September 1928 mit dem Bau von Notwohnungen beginnen und quartierte Familien auch auf dem Areal der ehemaligen Lederfabrik Lipp und in verschiedenen Gasthäusern ein. Von ihm wurde auch die Siedlung gegründet, in der sich die Gedenkstätte befindet.

In den 1950er-Jahren in den ebenfalls wirtschaftlich und sozial schwierigen Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg und während des Wiederaufbaues keimte im damaligen Bürgermeister Stefan Fleischhacker der Gedanke auf, für seinen Vorgänger Hans Deutscher eine Gedenkstätte zu errichten. Über den in Voitsberg ansässigen Notar Richard Rubinig, der enge Verbindungen zu den Künstlern der Sezession Graz hatte, wurde der Architekt Franz Jakubecki mit der Planung und Errichtung beauftragt. Als Standort wurde die bereits nach Deutscher benannte Gasse in der Nähe zum Voitsberger Bahnhof gewählt, da in der dortigen Siedlung eine Lücke in der Bebauung bestand. Die Gestaltung wurde von sieben Künstlern der Sezession Graz vorgenommen und das Denkmal wurde im Juni 1962 eröffnet.

Durch den Verein PROVINZ - Aktion Weststeiermark, dem mehrere regionale Künstler angehören, wurde das Denkmal in den Jahren 2016 bis 2018 restauriert. Seit 2017 steht die Gedenkstätte unter Denkmalschutz.

Beschreibung mini|Die von Gottfried Fabian aufgestellte Ziegelmauer mit der Stele von Gerhardt Moswitzer. Davor ist eine der von Franz Eigner gestalteten Hüpfspielflächen. Die Gedenkstätte war vom Architekten Franz Jakubecki als Kinderspielplatz geplant worden, da Hans Deutscher als Freund und Förderer der Jugend galt. Insgesamt sieben Künstler gestaltet den Platz, von denen jeder ein einzelnes Element fertigte.

An der Straßenseite steht eine mit Keramik geschmückte Wand, deren Vorderseite von Emanuel Kolowratnik nach einem Entwurf von Rudolf Pointner gestaltet wurde. Die Rückseite wurde von Poitner selbst mit aus Steinen und Glasbruchstücken gelegten Symbolen versehen, welche er als Sternenhimmel bezeichnete. Den Abschluss im Südwesten und Westen der Stätte bildet eine von Gottfried Fabian errichtete Ziegelwand, in deren Ecke eine von Gerhardt Moswitzer aus Kunststein geschaffene Stele steht.

Am nördlichen Abschluss der Gedenkstätte liegt ein Betonrohr mit einem von Gerhard Lojen stammenden Steinschnittrelief. Zwischen dem Betonrohr und der Keramikwand steht ein Tisch, dessen Tischplatte mit einem von Friedrich Aduatz gelegten Mosaik aus geometrischen Mustern verziert ist. Am Boden der Gedenkstätte findet man insgesamt drei Flächen für Hüpfspiele, die von Franz Eigner mit aus Steinen gelegten Mustern versehen wurden.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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