Eugen Schmitt (* 13. Juli 1894 in München, Königreich Bayern; † 10. Dezember 1973, Freistaat Bayern) war ein deutscher Jurist und Offizier der Luftwaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Zuletzt hatte er den Dienstgrad eines Generalrichters inne.

Leben Schmitt studierte ab 1912 Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Von 1914 bis 1918 leistete er Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. Er kämpfte zunächst bis 1915 im Königlich Bayerischen 1. Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold“. Dann trat er als Flugzeugbeobachter der Königlich Bayerischen Fliegertruppe bei und war zuletzt Oberleutnant der Reserve. Ab 1918 setzte er sein Jurastudium an den Universitäten Heidelberg, München und Leipzig fort. 1919 wurde er zum Doktor der Rechte promoviert. Im selben Jahr legte er das Erste juristische Staatsexamen ab, nach dem Rechtsreferendariat folgte 1921 das Zweite juristische Staatsexamen.

Von 1922 bis 1923 war Schmitt Regierungsassessor im Bayerischen Staatsministerium für Finanzen tätig. Anschließend war er von 1923 bis 1925 juristischer Berater und Prokurist bei der Darmstädter und Nationalbank. Von 1925 bis 1935 war er als Rechtsanwalt in München tätig.

Im Jahr 1935 wurde Schmitt zum Kriegsgerichtsrat ernannt und Richter am Luftwaffengericht V in München. Danach war er von 1936 bis 1941 Referent in der Rechtsabteilung im Allgemeinen Amt des Reichsluftfahrtministeriums. Am 29. Oktober 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.847.374).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/38021766 Im selben Jahr wurde er zum Oberkriegsgerichtsrat ernannt.

Im Jahr 1941 wurde Schmitt zum Reichskriegsgerichtsrat ernannt und wurde somit Richter am Reichskriegsgericht. 1943 wurde er zum Ministerialdirigent ernannt und wurde stellvertretender Chef der Amtsgruppe Recht im Reichsluftfahrtministerium. 1944 erfolgte seine Beförderung zum Generalrichter. Bei Kriegsende im Mai 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 wieder entlassen wurde. Über seinen weiteren Werdegang ist nichts bekannt. Er starb im Dezember 1973 im Alter von 79 Jahren in München.

Literatur Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945 Teil II, Band 3: Odebrecht–Zoch. Biblio Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-2207-4.

Weblinks Eugen Schmitt auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien

Einzelnachweise

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