John Von Ohlen (* 13. Mai 1941 in Indianapolis; † 3. Oktober 2018) war ein amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeug) und Bigband-Leader.

Leben und Wirken Von Ohlen, der zunächst weitgehend Autodidakt war, spielte in der Schule Posaune, wechselte aber dann zum Schlagzeug. Nach einer Ausbildung an der North Central High School in Indianapolis studierte er an der North Texas State University.

Von Ohlen arbeitete als Schlagzeuger zunächst mit Don Jacoby und dessen College All-Stars (Swinging Big Sound, 1962), dann in der US Army. 1967/68 tourte er mit Billy Maxted’s Manhattan Jazz Band. 1969 gehörte er (wie schon 1967) zum Orchester von Woody Herman (1969), anschließend zur Formation von Stan Kenton (1970–1972). 1973 zog er nach Cincinnati, wo er sein Baron Von Ohlen Quartet gründete, das mit der Sängerin Mary Ann Moss sein Album The Baron vorlegte. Mit der John Von Ohlen - Steve Allee Big Band veröffentlichte er das Album Live (1973).

Von Ohlen leitete in Cincinnati zwischen 1980 und 2018 die Blue Wisp Big Band, zu der Musiker wie Steve Schmidt, Al Kiger und Tim Hagans gehörten, und mit der er 1996 das Album Rollin' with Von Ohlen and Live at Carmelo’s veröffentlichte. In den 1980er und 1990er Jahren war er auch Mitglied der Bigband von Steve Allee, mit der das Album Downtown Blues (1997) entstand. Er ist auch auf Alben der Chuck Carter Big Band, Royce Campbell und dem Vaughn Wiester’s Famous Jazz Orchestra zu hören.

Von Ohlen lehrte an der University of Cincinnati. Er starb am 3. Oktober 2018 nach langer Krankheit.

Literatur Jim Nunn: It’s Gotta Swing: The John Von Ohlen Story. 2016; ISBN 978-1-944581-06-0.

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Einzelnachweise

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