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] Tigué Zéfan Rouafi (auch: Tigézéfen Rahi, Tiguézé Fan Raoufi, Tiguézéfen Rouafi, Tiguizéfan Rouafi, Tiguizéfen Rafi) ist ein Dorf in der Landgemeinde Abala in Niger.

Geographie Tigué Zéfan Rouafi liegt an der Einmündung des Trockentals Azar in das Trockental Dallol Bosso. Das von einem traditionellen Ortsvorsteher () geleitete Dorf befindet sich rund 30 Kilometer nördlich des Hauptorts Abala der gleichnamigen Landgemeinde und des gleichnamigen Departements Abala, das zur Region Tillabéri gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Tigué Zéfan Rouafi zählen Tigué Zéfan Issa und Tigué Zéfan Tabaré im Westen, Zindar im Nordwesten, Maïtalakia und Targuai Tamout im Nordosten, Chimbarkawane im Osten sowie Taré Taré im Südwesten.

Tigué Zéfan Rouafi ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300 mm. Die Böden um das Dorf bestehen aus Braunerde auf Ton.

Geschichte Das Dorf Tigué Zéfan Rouafi wurde 1958 gegründet. Hier wurde auf Initiative eines Iklan-Anführers, dessen Bruder nigrischer Minister war, ein Tiefbrunnen errichtet. Die ersten Siedler kamen aus Tigué Zéfan Issa. Der Ortsname bezieht sich auf den ersten Ortsvorsteher Rouafi (Rahi). Tigué Zéfan Rouafi entwickelte sich zu einer bedeutenden Knotenpunkt der Hausa. Dorfbewohner aus Tigué Zéfan Rouafi gehörten zu den ersten Siedlern der in den 1960er Jahren gegründeten Weiler Sarayé und Taré Taré. Im Ort wurde das Dürrejahr 1973 als Moutoua chanou („Jahr des Todes der Kühe“) und das Dürrejahr 1984 als Kantchagalagé („Nimm deine Sachen und geh!“) bezeichnet.

Aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Grenzregion zum Nachbarland Mali war die Bevölkerung von Tigué Zéfan Rouafi im Sommer 2018 laut einem UNHCR-Bericht einem hohen Risiko von Vertreibungen ausgesetzt. Mutmaßliche Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat in der Größeren Sahara drangen am 27. November 2019 in das Dorf ein und versetzten vier Lehrern zur Strafe für den Unterricht nach dem modernen Schulsystem jeweils fünfzehn Peitschenhiebe.

Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Tigué Zéfan Rouafi 491 Einwohner, die in 68 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 599 in 79 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 316 in 45 Haushalten.

Wirtschaft und Infrastruktur Der Gemüseanbau wurde nach der Dürre von 1984 eingeführt, um die Abhängigkeit von Getreide zu verringern. Es gibt eine Schule im Dorf.

Einzelnachweise

Kategorie:Tillabéri (Region) Kategorie:Ort in Niger Kategorie:Ort in Afrika