mini|Evangelische Filialkirche Riedlingsdorf

Die evangelisch-lutherische Filialkirche Riedlingsdorf steht in der Gemeinde Riedlingsdorf () im Bezirk Oberwart im Burgenland (Österreich). Sie ist eine Filialkirche der Pfarre Pinkafeld in der Evangelischen Superintendentur A. B. Burgenland.

Lagebeschreibung In der Ortsmitte erstrecken sich hinter einem Vorplatz zur Unteren Hauptstraße Kirche und Gemeindezentrum auf einem L-förmigen Grundriss.

Geschichte Die drei Schulgebäude der evangelischen Tochtergemeinde wurden 1973 durch die Errichtung der zentralen Volksschule der Gemeinde Riedlingsdorf in den Jahren 1970 und 1971 obsolet. Die Turmschule wurde deshalb verkauft, eines der Schulgebäude wurde abgebrochen und das dritte Schulgebäude an der Unteren Hauptstraße wurde 1973 nach Plänen des Baumeisters Alfred Lang und des Architekten Rudolf Schober, beide in Oberwart tätig, zu einer kleinen Kirche mit Gemeindezentrum umgebaut. 1998 wurde die Kirche innen renoviert und 2003 einer Außenrenovierung unterzogen. Herbert Schügerl interpretierte im Jahr 1998 das „Gleichnis vom Sämann“ am freistehenden Kirchturm in Form eines Keramikkunstwerks.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 346–348

Architektur Kirchenäußeres Die kleine Ost-West gerichtete Kirche hat einen längsrechteckigem Grundriss und ist mit einem Satteldach gedeckt. Das Eingangsportal liegt unter einem Vordach an der Ostseite. Die Frontseite wird beidseitig durch je ein schmales, vertikales Fensterband akzentuiert. Der frei stehende Glockenturm, der mit einem Dekor aus farbigen Keramikelementen versehen ist, der das „Gleichnis vom Sämann“ symbolisieren soll, steht frei im Nordosten des Kirchengebäudes. Kircheninneres Im Inneren ist die Holzdecke trapezförmig. Diese wird in der Längsachse durch ein weißes, mit Lichtpunkten versehenes Deckenband überlagert. Im Altarbereich steht ein Volksaltar und ein Ambo vor der flachen Apsiswand mit einfachem Kreuz. Der Eingangsbereich wird durch eine, die gesamte Raumbreite einnehmende, vom Kirchenraum über eine Treppe erreichbare, säulengestützte Empore mit teils gläserner Brüstung bestimmt.

Literatur Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 346–348.

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Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Burgenland Evangelische Kirche Kategorie:Kirche in der Superintendentur Burgenland Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Bauwerk der Moderne im Burgenland Kategorie:Erbaut 1973 Kategorie:Kirchengebäude in Europa