Pierluigi Frosio (* 20. September 1948 in Monza; † 20. Februar 2022) war ein italienischer Fußballspieler und ‑trainer.
Sportlicher Werdegang Frosio begann mit dem Fußballspielen beim Monzaer Stadtteilklub Gerardiana. Noch als Teenager wechselte der Ausputzer 1967 zu Pro Sesto 1913 in die viertklassige Serie D, wo er im Erwachsenenbereich debütierte. 1969 schloss er sich dem in der drittklassigen Serie C spielenden AC Legnano an, den er 1971 in Richtung Ligarivalen US Rovereto verließ. Während er mit dem Klub erfolgreich gegen den Viertligaabstieg kämpfte, hatte er höherklassig auf sich aufmerksam gemacht. Im Sommer 1972 ging er in die Serie B zur AC Cesena. In den folgenden beiden Jahren konnte er sich beim Klub nicht dauerhaft durchsetzen, mit dem er in der Spielzeit 1972/73 in die Serie A aufgestiegen war. Daher ging er 1974 zum Zweitligisten AC Perugia Calcio, wo er zum Mannschaftskapitän bestimmt in der Spielzeit 1974/75 mit dem Klub als Zweitligameister ebenso in die Serie A aufstieg. In der Erstligasaison 1978/79 blieb er mit der von Ilario Castagner trainierten Mannschaft ohne Niederlage, dennoch reichte es hinter AC Mailand nur zur Vizemeisterschaft. In der Folgezeit brach die Erfolgsmannschaft jedoch auseinander, zumal der Klub in den Bestechungsskandal Totonero 1980 involviert war. Mit einem Punktabzug bestraft reichte es in der Spielzeit 1980/81 nicht mehr zum Klassenerhalt. In den folgenden Jahren rangierte er mit der Mannschaft im mittleren Tabellenbereich der Serie B, ehe er 1984 den Verein verließ und zum Karriereausklang unter Arrigo Sacchi beim Drittligisten Rimini Calcio spielte.
1985 kehrte Frosio als Jugendtrainer zur AC Perugia Calcio zurück und sprang in den folgenden Jahren mehrmals als Interimstrainer bei der Wettkampfmannschaft ein. 1987 übernahm er als Cheftrainer die AC Monza, die er in die Serie B führte. 1990 verpflichtete ihn Erstligist Atalanta Bergamo als Nachfolger des zu Torino Calcio gewechselten Emiliano Mondonico, im Verlauf der Spielzeit 1990/91 wurde er jedoch durch Bruno Giorgi ersetzt. Es folgten oftmals nur weitere kurzzeitige Engagements bei Como 1907, dem FC Modena, dem FC Ravenna und Novara Calcio, ehe er 1996 zum FC Modena zurückkehrte. 1998 verpflichtete ihn erneut AC Monza, wo er Bruno Bolchi beerbte. Mit einer jungen Mannschaft – der Klub hatte eine Kooperation mit der AC Mailand geschlossen und ermöglichte etlichen Talenten Spielzeit im Profifußball – schaffte er zweimal hintereinander den Klassenerhalt. Nach Auslaufen des Vertrags übernahm Roberto Antonelli das Traineramt. Im Herbst 2001 wurde er Cheftrainer bei Drittligist Calcio Padova, der sich nach einem schwachen Saisonstart von Franco Varrella getrennt hatte. Im Sommer 2003 übergab er den Drittligisten nach Auslaufen seines Vertrags an Ezio Glerean. Nach dem Konkurs von Erstligist Ancona Calcio 1905 im Sommer 2004 wurde er erster Trainer des in der viertklassigen Serie C2 neu startenden US Ancona 1905. Sein letztes Engagement im höherklassigen Spielbetrieb hatte er 2006 bei Calcio Lecco.
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