mini|hochkant=1.1|Stephanstraße 8 (2021) Das Gebäude Stephanstraße 8 ist ein Wohn- und Geschäftshaus in halboffener Bebauung im Seeburgviertel im Ortsteil Zentrum-Südost von Leipzig. Es steht unter Denkmalschutz.
Beschreibung Das dem Historismus zuzuordnende Gebäude mit Elementen der italienischen Renaissance ist viergeschossig. Das Erdgeschoss mit hohen Rundbogenfenstern und -türen ist mit einer horizontalen Musterung verputzt. Darüber erhebt sich eine Klinkerfassade mit Sandsteingliederung. Die fünf Fensterachsen werden auf der linken Seite flankiert von flachen loggiaartigen, sandsteingerahmten Fensteröffnungen, deren untere einen kleinen Balkon trägt und auf der rechten Seite von einem Erker mit adäquater Sandsteinrahmung. Im Hauptgesims wechseln sich Kragsteine mit Männerköpfen ab. Das Dachgeschoss unter dem Satteldach ist ausgebaut. An seiner Rückseite besitzt das Gebäude einen etwa über die halbe Hausbreite reichenden viergeschossigen Anbau mit fünf seitlichen Fensterachsen.
Geschichte Der Leipziger Architekt Max Bösenberg (1847–1918) hatte in den 1880er Jahren bereits die Pläne zu drei großzügigen Wohnpalais an der Stephanstraße mit den Hausnummern 10/12, 14 und 16/18 geliefert. 1887 erwarb er vom Johannishospital ein etwas kleineres Grundstück nahe dem Nordende der Stephanstraße mit der Nummer 8. Bereits im Sommer 1888 war das von ihm entworfene Haus fertig, und ab dem 1. Juli 1888 bewohnte er selbst den dritten Stock.
Bereits im Jahr 1890 verlegte er seinen Wohnsitz nach Debitzdeuben bei Gaschwitz, wo sich vermögende Leipziger Villen errichteten. Sein Architekturbüro blieb in der Leipziger Windmühlenstraße. 1903 verkaufte er das Haus Stephanstraße 8. Ein bekannter Bewohner dieses Hauses war von 1903 bis zu seinem Tod der Rechtsanwalt Konrad Hagen (1867–1925), der sich Verdienste um die Entwicklung der Leipziger Gartenstadt Marienbrunn erwarb, wo er ab 1913 eine Sommerwohnung hatte.
Den Zweiten Weltkrieg überstand das Haus unbeschadet.Siehe dazu Karte in erhielt aber während der DDR-Zeit nicht die erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen. Nach 1990 wurde es denkmalgerecht saniert. Die neben den Wohnungen vorhandenen Gewerberäume nutzen zwei Firmen auf den Gebieten der Reprotechnik und der Mediengestaltung.
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Einzelnachweise
Kategorie:Wohn- und Geschäftshaus in Leipzig Kategorie:Bauwerk des Historismus in Leipzig Kategorie:Kulturdenkmal in Leipzig Kategorie:Erbaut 1888