mini|Cast & Crew des Films bei der Premiere in Venedig (2026) Musk ist ein Dokumentarfilm von Alex Gibney. Er feierte 2026 Premiere auf dem Filmfestival von Venedig. Die nordamerikanische Premiere fand im Rahmen des Toronto Film Festivals statt. Der Film zeichnet in mehr als dreieinhalb Stunden Laufzeit den Lebensweg des Unternehmers und Milliardärs Elon Musk nach. Er beschäftigt sich kritisch mit Musks Wirken und lässt zahlreiche Menschen aus seinem Umfeld zu Wort kommen.

Handlung alternativtext=Elon Musk mit Käppi und Sonnenbrille vor blauem Hintergrund. Er schwingt freudig eine Kettensäge|mini|Elon Musk (2025) Musk beleuchtet die Herkunft, den Lebensweg, das Privatleben und die Ansichten des Milliardärs und nimmt dabei einen kritischen Standpunkt ein.

Da Musk sich weigerte, an der Doku mitzuwirken, trägt ein CGI-generierter Avatar Äußerungen des Unternehmers vor. Außerdem kommen Musks Eltern, ehemalige Partnerinnen, Journalistinnen, Ex-Mitarbeitende, Weggefährtinnen und Weggefährten zu Wort.

Gleich zu Filmanfang wird thematisiert, dass der Computerspiel-Fan Musk Anhänger der Simulationshypothese ist.

Die eigentliche Handlung setzt bei Musks Anfängen im Silicon Valley ein, er war einer der Gründer von Zip2. Bereits während der Regierungszeit von Barack Obama agierte Musk mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX als Auftragnehmer der NASA. Eine längere Filmepisode beschäftigt sich mit Musks Rolle als CEO von Tesla. Gibney wirft Musk nicht nur in diesem Zusammenhang Tricks und falsche Aussagen vor. Der Film illustriert Musks Werdegang von einem nach eigener Einschätzung unpolitischen Liberalen zum Unterstützer rechter Bewegungen und Parteien. Musks Übernahme von Twitter wird beschrieben, seine Eskapaden beim US-Department of Government Efficiency, sowie sein Engagement beim US-Verteidigungsministerium, das mittlerweile den Musk-Chatbot Grok einsetzt. Justine Musk beschreibt ihren Ex-Mann als manipulativ. Eine weitere Ex-Partnerin des Unternehmers, Ashley St. Clair, äußert sich zu seinem Pronatalismus und präsentiert persönliche Nachrichten, in denen Musk mit seiner Einflussnahme auf die US-Wahlen 2024 prahlt. Musk, der zum bisher reichsten Menschen in der Geschichte aufstieg, wird als emotional instabiler Betrüger gezeichnet. Als Kommentar zu seiner Sicht auf Musk baut Gibney Ausschnitte aus dem fantastischen Film Der Mann, der die Welt verändern wollte in die Doku ein. In dem Klassiker aus dem Jahr 1936 werden einem normalen Mann außergewöhnliche Kräfte verliehen, mit denen er fast die Welt zerstört.

Kritik In Variety schreibt Owen Gleiberman, der Film zeige Musk als technokratischen Visionär, als messianischen Opportunisten und als Spinner. Musk halte sich selbst wohl für einen Superhelden. Der Film beschreibe den Milliardär jedoch als Techno-Faschisten, der andere Menschen gern zu Rädchen im Getriebe degradiere. Am erschreckendsten sei laut dem Film, dass es Musk gelinge, seine eigenen Interessen als die Interessen der ganzen Welt zu verkaufen.

In der Zeit konstatiert Katja Nicodemus, viele Fakten, die Gibney aufbereite, seien bereits bekannt:. Es könne jedoch nicht schaden, sie „mit präzisen Worten von einem kompetenten Anwalt der Opfer“ geschildert zu bekommen. Sie hebt zwei Ex-Partnerinnen von Musk hervor, seine Ex-Frau Justine und die Ex-Freundin Ashley St. Clair. Beide schilderten Musk mit „einer gewissen Fairness“, aber auch fassungslos und mit „innerem Kopfschütteln über sich selbst“. Laut Nicodemus hätte sich der mehr als dreieinhalbstündige Film leicht um eine Stunde kürzen lassen, wenn etwas weniger oft wiederkehrende Bilder von startenden SpaceX-Raketen, Tesla-Clips, Trump-Rallyes und Auftritte des Protagonisten mit Staatsoberhäuptern gezeigt worden wären.

Auch in der Washington Post erwähnt Rezensent Travis M. Andrews, der Film enthalte an sich wenig neue Informationen. Bei Musk handle es sich vielmehr um die umfangreiche Charakterstudie eines Mannes, der einst an eine bessere Zukunft für die Menschheit geglaubt habe. Stattdessen sei er zu einem machthungrigen und größenwahnsinnigen Betrüger geworden und habe einen Gottkomplex entwickelt.

Produktion und Verleih Die Dreharbeiten zu Musk dauerten fast vier Jahre.

Musk selbst bezeichnete das Filmprojekt bereits vor Jahren als publizistischen Anschlagsversuch. Da er deshalb nicht für Interviews zur Verfügung stand, ließ Regisseur Gibney eine Datenbank mit allen verfügbaren Äußerungen Musks aufbauen. Daraus speisen sich die Äußerungen des im Film auftretenden Musk-Avatars.

Im Abspann des Films ist der Song Sell Me A Dream zu hören, geschrieben von Daniel Pemberton und David Byrne. Der Ex-Talking-Heads-Kopf fungiert auch als Interpret des Songs, der ausschließlich aus Musk-Zitaten besteht.

Noch vor der Premiere drohte Musk Alex Gibney und allen anderen an Musk Beteiligten mit Klagen wegen Diffamierung und Falschinformationen. Die Produktionsfirma Jigsaw wies die Vorwürfe zurück.

Die Premiere von Musk fand 2026 auf den Filmfestspielen von Venedig statt, der Film lief außerhalb des Wettbewerbs. Seine Nordamerika-Premiere feierte Musk im selben Jahr auf dem Toronto Film Festival. Außerdem wurde die Doku auf dem Zurich Film Festival gezeigt. Der internationale Verleih (ohne USA) liegt bei Universal, es liegen bisher noch keine Starttermine vor. In den USA soll Musk am 9. Oktober 2026 anlaufen, dort ist er im Verleih von Bleecker Street.

Im September 2026 meldete der Hollywood Reporter, dass die Social-Media-Plattformen YouTube, TikTok, Meta und X bezahlte Anzeigen mit dem Trailer des Films ablehnten. Die Begründung sei durchgehend der „politische Inhalt“ der Anzeigen.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:US-amerikanischer Film