mini|hochkant|Pfarrkirche Prienbach mini|Innenraum von der Empore mini|Innenansicht zur Empore Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Stephanus ist eine spätgotische Saalkirche im Ortsteil Prienbach der Gemeinde Stubenberg im Landkreis Rottal-Inn in Niederbayern. Sie gehört zum Pfarrverband Ering im Dekanat Simbach des Bistums Passau.
Geschichte und Architektur Die kleine spätgotische Landkirche wurde unter Verwendung eines spätromanischen Turmunterbaus gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Äußere zeigt teilweise Tuffsteinquader und ist teils verputzt. Die Strebepfeiler am Chor sind einfach gestuft, am Langhaus sind sie mit kantigem Mittelstück ausgeführt. Der Turm ist südseitig am Chor angebaut. Über dem älteren quadratischen, ungegliederten Unterbau erhebt sich ein schlanker Oktogonaufsatz mit hoher Schindelhaube in zopfigen Formen.
Das Innere ist durch ein einheitliches tonnenförmiges Netzrippengewölbe im dreijochigen Schiff und im eingezogenen, nahezu gleich hohen Chor mit Dreiachtelschluss geschlossen. Zur Aufnahme der Rippen sind Dienste oder Dienststücke angebracht, die im Schiff den sehr flachen Lisenen für die offenbar abgearbeiteten Schildbögen vorgelegt sind. Die unterwölbte Westempore ist in drei Arkaden mit profilierter Kielbogenstirn geöffnet.
Ausstattung Der Hochaltar ist ein Werk von 1680; der stattliche Barockaufbau zeigt reiches vergoldetes Akanthusornament auf schwarzem Grund. In beiden Geschossen sind marmorierte Säulen angeordnet, deren äußeres Paar vorgestellt ist. Seitlich sind ausgestellte Akanthus-Sockel und Baldachine angebracht, die großen Figuren stammen vermutlich aus dem 19. Jahrhundert.
Das Altarblatt zeigt die Steinigung des Heiligen Stephanus aus der Zeit um 1680. Die Seitenaltäre wurden um 1700 geschaffen und zeigen flache zweisäulige Aufbauten mit akanthusgerahmtem Medaillon-Auszug zwischen segmentbogigen Giebelschenkeln. Im Chor sind zwei Holzfiguren der beiden Heiligen Johannes in feiner Frührenaissance-Arbeit zu sehen.
Die kleine Orgel war ein Werk eines unbekannten Orgelbauers aus der Zeit vor 1930 mit fünf Registern auf einem Manual und Pedal und wurde 1981 durch eine elektronische Orgel ersetzt. In den Jahren 1982/83 wurde der Altarraum neu gestaltet. Drei Glocken, von denen zwei aus dem Jahr 1954 und eine aus dem Jahr 1780 stammen, bilden das Geläut.Informationen auf der Website des Pfarrverbands Ering
Literatur
Weblinks
Website des zuständigen Pfarrverbands Ering
Einzelnachweise
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