Vadim Kutsenko (; * 16. März 1977 in Komsomolsk am Amur, Russische SFSR) ist ein ehemaliger usbekischer Tennisspieler, der zum Ende seiner Karriere auch für Russland antrat.
Karriere 1994 begann Kutsenko eine Profikarriere, nachdem er zuvor nur zwei Turniere der Junioren gespielt hatte.
Er spielte zunächst hauptsächlich auf der Satellite und der ITF Future Tour. 1997 gewann er im Einzel seine ersten zwei Profititel, ein Future-Turnier sowie das Turnier der höher dotierten ATP Challenger Tour in Ahmedabad, womit er in die Top 300 der Tennisweltrangliste einzog. 1998 stand er in drei Endspielen der Future Tour und gewann zwei davon. Außerdem gab er im Einzel sein Debüt auf der ATP Tour, da er für das Turnier in Taschkent eine Wildcard erhielt. Gegen Cédric Pioline verlor er glatt in zwei Sätzen, während er im Doppel an der Seite von Nir Welgreen überraschend das Halbfinale erreichte. Bereits im Vorjahr hatte er im Doppel sein Debüt beim selben Turnier gegeben, dort aber zum Auftakt verloren. Mit dem Turniersieg beim Istanbul Challenger ein Jahr später gelang ihm erstmals unter den Top 200 zu stehen. Im Turnierverlauf besiegte er mit Kenneth Carlsen auch erstmals einen Spieler der Top 100. Er gewann außerdem seinen vierten und letzten Future-Titel.
Die folgenden Jahre bis 2003 waren seine erfolgreichsten. Er schloss zwei der drei Saisons im Einzel sowie alle drei Saisons im Doppel in den Top 200 ab. Im Einzel erreichte er 2002 mit Platz 140 sein Karrierehoch; im Doppel mit Rang 132 bereits ein Jahr zuvor. Im Jahr 2000 siegte Kutsenko bei zwei weiteren Challengers. 2001 und 2002 kamen mehrere Halbfinals sowie drei Finals hinzu. Auf der Ebene der Grand-Slam-Turniere schaffte er bei den Australian Open nach acht vorherigen Versuchen erstmals die Qualifikation. Er besiegte im Hauptfeld überraschend den Weltranglisten-50. Kroaten Ivan Ljubičić in fünf Sätzen, was seinen größten Sieg darstellte. In der nächsten Runde schied er gegen Younes El Aynaoui aus. Ein Jahr später erhielt er eine Wildcard, verlor diesmal aber zum Auftakt gegen Todd Reid. 2004 verschlechterten sich seine Ergebnisse und er musste wieder bei Futures antreten.
Nach einer mehrjährigen Pause kehrte er 2010 wieder zum Turnierbetrieb zurück, er spielte aber von nun an unter russischer Flagge. Die Rückkehr war allerdings nicht von Erfolg gekrönt, er erspielte sich nur einmal einen Punkt für die Weltrangliste. 2018 spielte er erneut eine Handvoll Turniere, scheiterte dort aber jedes Mal in der Qualifikation. Danach beendete er endgültig seine Karriere. Neben seinen vier Challenger-Titeln im Einzel gewann er auch sechs Challengers im Doppel (sowie sechs weitere Futures im Doppel).
Kutsenko spielte von 1995 bis 2004 in 22 Begegnungen für die usbekische Davis-Cup-Mannschaft. Seine Bilanz dort lautete 20:23, womit er zu den erfolgreichsten Spielern seines Landes gehörte und ihm der Commitment Award verliehen wurde. Zudem vertrat er sein Land 1998 und 2002 bei den Asienspielen. Er gewann bei beiden Ausgaben Bronze in der Team-Wertung.
2018 und 2019 trat Kutsenko je einmal auf der ITF Senior Tour in Erscheinung.
Erfolge Legende (Anzahl der Siege) Grand Slam Tennis Masters Cup ATP Masters Series ATP International Series Gold ATP International Series ATP Challenger Series (10)
Einzel Turniersiege Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis 1. 1997 (1) Hartplatz 6:1, 6:4 2. 1999 Hartplatz 6:4, 7:63 3. 2000 Ahmedabad (2) Hartplatz 6:2, 6:4 4. 2000 Hartplatz 6:4, 6:1
Doppel Turniersiege Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis 1. 2000 (1) Hartplatz 6:4, 7:65 2. 2000 Sand Oleg Ogorodov 4:6, 7:63, 6:0 3. 2001 Sand 6:1, 4:6, 6:4 4. 2001 Sand 6:4, 6:2 5. 2003 Buxoro (2) Hartplatz 6:4, 7:64 6. 2004 Sand Alexei Kedrjuk 6:1, 3:6, 6:4
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