Erich Otto Welter (* 14. Februar 1911 in Hamburg; † 4. Juli 1993 in Wachtberg-Niederbachem) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Leben Welter, Sohn des Geologie-Professors Otto A. Welter, studierte vom Sommersemester 1930 bis zum Sommersemester 1935 1933/34 Humanmedizin an den Universitäten in Bonn und Innsbruck. Am 1. April 1936 trat er als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Regiment 34 in Insterburg in die Wehrmacht ein. Anschließend war er von Oktober 1936 bis Juni 1937 an der Militärärztlichen Akademie in Berlin. Am 16. Juni 1937 erfolgte die Approbation zum Arzt, am 1. Juli 1937 wurde er Assistenzarzt und am 8. Juli 1937 promovierte er zum Doktor der Medizin. Von Juli 1937 bis August 1939 war er Truppenarzt in der Sanitäts-Staffel in Trier bei der Sanitäts-Abteilung 34.Range 2013 a. a. O.

Zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war Welter von September bis November 1939 Hilfsarzt im Feldlazarett in Merzig, vom November 1939 bis September 1940 Bataillonsarzt des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 226 in Frankreich und von Oktober 1940 bis Oktober 1942 Kompaniechef der Sanitäts-Kompanie 2/179 in der Sowjetunion im Raum Stalingrad. Im April 1943 wurde er zum Oberstabsarzt befördert und war vom Juni 1943 bis Dezember 1944 Kompaniechef der Sanitäts-Kompanie 321 in der Sowjetunion und in Frankreich in der Normandie. Am 17. September 1943 erlitt er eine Verwundung durch Partisanen, war vom Dezember 1944 bis März 1945 in der Personalreserve beim Oberkommando des Heeres im Wehrkreis XVIII und von April bis Mai 1945 Leiter des Feldlazaretts in Alessandria in Italien.

Welter war vom Mai 1945 bis Oktober 1946 in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten. Vom Januar 1947 bis Juli 1948 war er Volontärarzt im Marienhospital Brühl, vom Oktober 1948 bis 1951 Assistenzarzt und Fallarzt bei der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz an der Außenstelle Köln und daneben von 1950 bis Mai 1951 Arzt im Röntgen-Institut des Professors Robert Janker in Bonn. Vom 6. Juni 1951 bis Juni 1956 war er Angehöriger des Bundesgrenzschutzes und dabei Truppenarzt und Kommandoarzt beim Grenzschutzkommando Nord im Dienstgrad eines Oberstabsarztes.

Am 1. Juli 1956 trat Welter als Oberfeldarzt in die Bundeswehr ein und war von Juli 1956 bis Dezember 1959 Divisionsarzt der 1. Grenadierdivision in Hannover, von Oktober 1960 bis Februar 1961 Chef des Stabes beim Inspizienten des Sanitätsdienstes Heer im Truppenamt in Köln und von Februar 1961 bis März 1964 Referatsleiter II 2 in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.

Im April 1964 wurde Welter Unterabteilungsleiter II in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und am 31. Oktober 1966 zum Generalarzt ernannt. Mit Ablauf des September 1969 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Auszeichnungen 1940: Eisernes Kreuz II. Klasse 1942: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern I. Klasse 1943: Verwundetenabzeichen in Schwarz

Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Generalarzt (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Person (Bundesgrenzschutz) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten Kategorie:Oberstabsarzt (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1911 Kategorie:Gestorben 1993 Kategorie:Mann