Johann Baptist Sartorius (* 21. Dezember 1844 in Würzburg; † 9. Januar 1909 in Hersbruck) war ein deutscher Bürgermeister und Mühlenbesitzer sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben Johann Baptist Sartorius absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und war zunächst bis 1871 Prokurist in der Firma Wiß'sche Kunst- und Handelsmühle und später in Hersbruck mit der Firmna J. B. Sartorius Besitzer einer Kunstmühle, die – anders als ihre Vorgänger – mit Walzenstühlen und nicht mit Mühlsteinen arbeitete und so das Korn zerkleinerte bzw. mahlte.

Er wurde zum Bürgermeister von Hersbruck gewählt und war über Jahre der erste Bürger der Stadt.

Sartorius engagierte sich in der Politik, wurde Mitglied der Freisinnigen Volkspartei, die 1893 aus einer Aufspaltung der Deutschen Freisinnigen Partei hervorgegangen war, und wechselte 1899 zur Liberalen Vereinigung. Am 28. Juni 1887 erhielt er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde im Wahlkreis Fürth gewählt und blieb bis 1906 im Parlament, wo er in verschiedenen Landtagsausschüssen (Vorsitzender in Ausschüssen zur Revision des Forstgesetzes, zur Beratung eines Wassergesetzes sowie zur Reform der direkten Steuern in Bayern) tätig war.

Öffentliche Ämter Beisitzer im Schiedsgericht für die Müllerei-Berufsgenossenschaft Sektion IV in Nürnberg.,

Auszeichnungen 20. August 1896 Kommerzienrat

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 19. Wahlperiode)

Weblinks

Einzelnachweise

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