mini|R(h)einschauer (1997) Claus-Andreas Barthelmess (* 12. September 1936 in Düsseldorf), Kürzel CL-AN Barthelmess als Künstlername, ist ein deutscher Künstler mit Wohnsitz in Düsseldorf. Bekannte Werke aus verschiedenen Werkstoffen von ihm befinden sich im öffentlichen Raum.

Werdegang Claus-Andreas Barthelmess wurde 1936 in Düsseldorf als Nikolaus Andreas Barthelmess in der Orangerie des Schlosses Benrath geboren. Sein Vater, Nikolaus Rudolf Barthelmess, betrieb auf Wunsch der Stadt in der Orangerie Benrath die „Niederrheinische Töpferstube“. Dort knüpfte der Sohn beim Experimentieren mit Ton seine ersten Kontakte zur Kunst. Von seinem Vater erlernte er das Keramikhandwerk.

Er begann sein Studium 1954 unter Gerhard Kadow mit einer Sondererlaubnis an der Werkkunstschule Krefeld. Da er bereits Wettbewerbe gewonnen und an Ausstellungen teilgenommen hatte, nahm man ihn auf, obwohl er noch keine 16 Jahre alt war. Seine Studien in Bildhauerei setzte er 1956 bis 1959 an den Kölner Werkschulen bei Ludwig Gies, 1959/1960 als Privatschüler von Gerhard Marcks und 1960 bis 1963 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Manfred Sieler fort. Eine Werklehrerausbildung absolvierte er 1963/1964 in Düsseldorf. In Köln wurde er später Lehrbeauftragter, ebenso an der Kunstakademie Düsseldorf (1971) und an der Universität Bonn (1974).Wandbild aus Keramik von CL-AN Barthelmess. Kurzbiografie im Portal 40grad-urbanart.de, abgerufen am 11. September 2026

Barthelmess schuf monumentale Großplastiken, wie R(h)einschauer am Benrather Schlossufer, das Schützenmal in Meerbusch-Osterath, die Brunnenplastik Diskussion an der Universität Innsbruck sowie die kinetische Großplastik 3 Lebensalter. Er entwarf den Brunnen auf dem Moritzplatz in Krefeld und eine Großplastik für das damalige Gebäude des Fernmeldeamts 4 in Düsseldorf.CL-AN Barthelmess. BBK Düsseldorf e.V., abgerufen am 9. September 2026.

Er sagte von sich: „Ich war immer ein neugieriger Mensch und habe mich immer weiterentwickelt. Darum erkennt man bei mir auch keine eindeutige Handschrift.“

Familie Claus-Andreas Barthelmess bewohnt mit seiner Frau Anita den denkmalgeschützten Potze-Hof in Düsseldorf-Urdenbach; zahlreiche kleinere Skulpturen von ihm schmücken inzwischen „jeden Raum seines Anwesens“. Er hat zwei Söhne und mehrere Enkelkinder. Seinen 90. Geburtstag im Jahr 2026 feierten sie in ihrem Ferienhaus auf Sardinien.

Der Großvater, Emil Ernst Otto Barthelmess, gründete die Rheinische Maschinenfabrik „Rema“. die Tennisclubs Blau-Schwarz in Neuss und Grün-Weiß in Düsseldorf-Oberkassel.

Der Vater, Nikolaus Rudolf Barthelmess, war zeichnerisch hochbegabt. Er studierte am Bauhaus Weimar und wurde als Keramiker und Bauhauskünstler sehr bekannt. Mit seiner auf Borneo geborenen Frau, einer Missionarstochter, bewohnte er eine Villa an der Düsseldorfer Rheinallee. 1933 wurde er als „entarteter“ Künstler verfemt.

Claus-Andreas Barthelmess’ ein Jahr ältere Schwester Barbara Heinersdorff (1935–2016) organisierte Lesungen auf dem Potze-Hof und gründete mit ihrem Mann eine Konzertagentur. 1994 eröffnete sie mit ihrem Sohn René das „Theater an der Kö“.

Auszeichnungen Rheinlandtaler für den Einsatz zum Erhalt des Düsseldorfer Hetjens-Museums, das sein Vater mitbegründete.

Werke (Auswahl) mini|Großkeramik am Sichtbeton-Gebäude des ehemaligen Fernmeldeamts 4 in Düsseldorf R(h)einschauer, glassandgestrahlter Edelstahl, Benrather Schlossufer, Düsseldorf, Enthüllung 24. August 1997.R(h)einschauer. Abgerufen am 9. September 2026. Schützenmal in Meerbusch-Osterath Diskussion, Brunnenplastik, Universität Innsbruck 3 Lebensalter, kinetische Großplastik mit farbigen Figurinen, Düsseldorf-Niederheid (1994)Die drei Lebensabschnitte –Die drei Lebensalter. Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Abteilung KA Kunst im öffentlichen Raum. Abgerufen am 18. September 2026. Brunnen, Moritzplatz, Krefeld, die Verbindung der Stadt zu Samt, Seide und Edelstahl illustrierend. Gebaut von Auszubildenden der ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld. Großkeramik aus glasierten Industrieplatten, Postgebäude, Ecke Corneliusstraße/Herzogstraße (bei baulichen Maßnahmen abgebaut), ein Wahrzeichen in der Sammlung „Kunst im öffentlichen Raum“. Fassadengestaltung des Bunkers Paulsmühle, Düsseldorf-Benrath Da war doch noch was? – Ein Rückblick auf die Geschichte der Düsseldorfer Künstlerfamilie Barthelmess. (Biografie, 2020)Dominik Schneider: Erinnerung an vier Generationen Kunst. Rheinische Post, 21. November 2020. Abgerufen am 9. September 2026.

Weblinks

Einzelnachweise „Mein Atelier ist im Kopf.“ In: Rheinische Post, Düsseldorf, 8. September 2026. S. C3.

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