Todesengel ist der Titel der 135. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Die mit dem Privatdetektiv Josef Matula bekannte Barbara „Babsi“ Dietrich wird von der Polizei unter dem Verdacht festgenommen, in ihrer Wohnung einen Mann getötet zu haben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Drogen- und Waffenkurier namens Poloczek. Gegenüber ihrem Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck erklärt Babsi, der Mann sei ihr vom Flughafen aus gefolgt, nachdem sie ihm einen Koffer mit Bargeld entwendet habe. Sie habe das Geld an sich genommen und den Koffer daraufhin mitsamt dessen übrigem Inhalt in einem Taxi zurückgelassen.

Im Fundbüro des Flughafens erhält Matula den Koffer, den der betreffende Taxifahrer dort abgegeben hat. Darin befinden sich ausschließlich Frachtpapiere der wohltätigen Stiftung Uno Mondo des Unternehmers Hermann Josef Seliger, die zu diesem Zeitpunkt ein Hilfsprojekt in Kigali zur Durchführung vorbereitet. Dieter Reitz, ein Mitarbeiter der Stiftung, erklärt gegenüber Dr. Franck, dass sich ursprünglich auch ein Notebook in dem Koffer befunden habe, welches nun jedoch fehlt.

Nachdem die Polizei die Tatwaffe mit Babsis Fingerabdrücken bei ihrem Halbbruder Marco sichergestellt hat, räumt sie die Tötung ein. Sie stellt den Vorfall jedoch als Notwehr dar, nachdem der Eindringling sie mit der Waffe massiv bedroht und die Herausgabe des Koffers verlangt habe. Dr. Franck rät ihr, ein Geständnis abzulegen und nimmt Kontakt zu ihrer Mutter auf, die schließlich eine Kaution in Form von Bargeld für ihre Tochter hinterlegt. Obwohl der Staatsanwalt vermutet, dass dieses Geld aus dem Raub stammen könnte, erreicht Dr. Franck die Freilassung Babsis.

Frau Dietrich weigert sich zunächst, die Herkunft des Geldes offenzulegen. Schließlich erklärt sie, es anonym erhalten zu haben, damit ihre Tochter aus der Haft entlassen werden könne. Kurz darauf wird Babsi von einem Unbekannten angegriffen und aufgefordert, das entwendete Notebook unverzüglich ausfindig zu machen. Dr. Franck bringt sie daraufhin vorsichtshalber bei Matula unter. Dieser ermittelt den Taxifahrer und erhält von ihm schließlich das Notebook sowie eine passwortgeschützte Diskette. Hermann Josef Seliger bezeichnet deren Inhalt als harmlos und lenkt einen Tatverdacht auf seinen Mitarbeiter Dieter Reitz, der bereits wegen Veruntreuung vorbestraft und nun verschwunden sei.

Matula und Dr. Franck stellen Parallelen zwischen den Einsatzgebieten der Stiftung Uno Mondo und den Aktivitäten des ermordeten Poloczek fest und finden zudem heraus, dass zusammen mit Hilfsgütern auch Waffen nach Kigali geschmuggelt werden sollen. Daraufhin ordnet die Staatsanwaltschaft eine Überprüfung der bereits am Flughafen befindlichen Transportkisten an. Als Matula versucht, eine dieser Kisten zu entwenden, wird er von Hermann Josef Seliger aufgehalten. Dabei stellt sich heraus, dass dieser persönlich für die Vorgänge verantwortlich ist. In einer der Transportkisten wird die Leiche von Dieter Reitz gefunden, auf den er den Verdacht umzulenken versucht hatte.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend.

Die Szenen an der Trinkhalle wurden im Bereich der Kreuzung der Ostendstraße mit der Rückertstraße im Frankfurter Ostend erstellt. Weitere Dreharbeiten fanden am Flughafen Frankfurt Main statt.

Die letzte Einstellung der Episode wurde vor dem Neuen Rathaus in Wiesbaden aufgenommen.

Weblinks

Einzelnachweise

Todesengel