mini|Anne-Sophie Frigout (2024) Anne-Sophie Frigout (* 11. April 1991 in Reims) ist eine französische Politikerin (RN, früher DLF und LAF). Sie ist seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Leben Die in Reims geborene Frigout studierte Geschichte und schloss ihr Studium mit einer Masterarbeit zum Thema „Die Eroberung des Inka-Reiches“ ab. Beruflich ist sie Lehrerin für Geschichte und Geographie in Fismes.

Sie ist verheiratet und Mutter eines Kindes.

Politik

Karriere Frigout begann ihre politische Karriere 2012 bei der Partei Debout la France und war bei den Regionalwahlen in Frankreich 2015 im Département Marne Spitzenkandidatin, neben ihrem Parteikollegen Laurent Jacobelli. Bei den Parlamentswahlen 2017 trat sie im Wahlkreis Marne I an, holte jedoch nur 1,9 % der Stimmen und verpasste so den Einzug in den zweiten Wahlgang. Von 2019 bis 2020 fungierte sie als Vizepräsidentin der Partei.

Im Jahr 2020 verließ sie Debout la France und schloss sich der rechtsextremen Partei L’Avenir français an. Für diese wurde sie 2021 in den Regionalrat der Region Grand Est gewählt. Dank einer Allianz zwischen ihrer Partei und dem Rassemblement National wurde sie bei der Parlamentswahl 2022 im Wahlkreis Marne II gewählt. Sie setzte sich dabei im zweiten Wahlgang gegen die Kandidatin der Nouvelle union populaire écologique et sociale Lynda Meguenine durch. Frigout wurde somit zur ersten Abgeordneten des RN aus der Marne. Während ihrer Zeit in der Nationalversammlung erregte sie unter anderem mit dem Vorschlag Umweltzonen abzuschaffen aufsehen.

Ihre Wahl in die Nationalversammlung wurde jedoch am 2. Dezember 2022 vom französischen Verfassungsgericht für ungültig erklärt, nachdem die LREM-Kandidatin Laure Miller Einspruch erhoben hatte. Grund war ein Fehler auf den Stimmzetteln der Kandidatin. Am 22. Januar 2023 kam es zu einer Nachwahl, wobei Frigout nach der ersten Wahlrunde mit 34,8 % der Stimmen in Führung lag. Da der Kandidat des linken NUPES sich jedoch zurückzog und zur Wahl von Laure Miller aufrief gewann diese die zweite Runde vor Frigout, die somit ihr Mandat verlor.

Bei den Europawahlen 2024 kandidierte Frigout für den Rassemblement National und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Sie gehört dort dem Ausschuss für Umwelt, Klima und Lebensmittelsicherheit und der Delegation im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Mexiko an.

Nachdem Präsident Emmanuel Macron im Sommer 2024 Neuwahlen angesetzt hatte kandidierte Frigout erneut im Wahlkreis Marne II, wo sie den ersten Wahlgang vor Amtsinhaberin Miller gewann. Da der Kandidat des Nouveau Front populaire sich aus dem Rennen zurückzog und Miller unterstützte, gewann diese letztendlich und behielt ihren Sitz in der Nationalversammlung.

Am 28. Mai 2025 kündigte sie an bei den Kommunalwahlen in Frankreich 2026 in Reims anzutreten. Nachdem sie im ersten Wahlgang auf dem zweiten Platz hinter dem Horizons-Politiker Arnaud Robinet landete, gewann sie für die zweite Runde die Unterstützung der Partei Les Républicains. Dennoch entschied Robinet die Wahl letztendlich für sich.

Am 8. Mai 2026 wurde Frigout in Reims im Stadtteil Wilson nach eigenen Angaben von etwa zehn Personen beleidigt und mit Wurfgeschossen beworfen, während sie in Begleitung des Senders CNews vor Ort war, um über die Sicherheitslage zu berichten. Sie erstattete am Montag, dem 12. Mai, Anzeige. Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie Ermittlungen wegen „Beleidigung und Gewalt gegen eine Person im öffentlichen Dienst“ eingeleitet habe.

Politische Positionen Noch während ihrer Zeit in der Nationalversammlung erregte Frigout unter anderem mit dem Vorschlag Umweltzonen abzuschaffen aufsehen. Sie startete eine Petition zur Abschaffung einer solchen Zone Reims, welche ihr zufolge über 10'000 Unterschriften gesammelt haben soll.

Sie unterstützte den von dem Abgeordneten Aymeric Caron eingebrachten Gesetzentwurf gegen Stierkämpfe.

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Einzelnachweise

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