Klaus Detlef Schulze (* 3. Mai 1914 in Düsseldorf; † 15. Dezember 2005 in Bonn) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Leben Schulze, Sohn eines Bergassessors und Bergwerk-Direktors, der am 14. September 1914 kurz nach seiner Geburt gefallen war, studierte von 1932 bis Juli 1937 Humanmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Erlangen. Am 4. August 1937 trat er als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Regiment 21 in Nürnberg in die Wehrmacht ein. In dem Verband diente er bis Oktober 1937. Er setzte sein Medizinstudium in Erlangen vom November 1937 bis 1938 fort, durchlief von Mai bis September 1939 die Ausbildung im Sanitätsdienst, erhielt am 1. August 1938 die Approbation zum Arzt und am Folgetag die Promotion zum Doktor der Medizin.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Schulze am 11. September 1939 in das aktive Sanitäts-Offizierkorps übernommen und war im Oktober 1939 Zugführer in der Sanitäts-Ersatz-Abteilung 3 in Berlin-Reinickendorf. Vom November 1939 bis Mai 1940 war er Hilfsarzt in der Flak-Abteilung 193, wurde am 1. Januar 1940 Assistenzarzt, war von Mai bis Oktober 1940 Hilfsarzt und Bataillonsarzt im III. Bataillon des Infanterie-Regiments 272 in Frankreich, von Oktober 1940 bis Oktober 1942 Adjutant beim Divisionsarzt der 137. Infanterie-Division in der Sowjetunion in den Räumen Białystok, Smolensk, Wjasma, Moskau, Juchnow und Spas-Demensk, wurde am 1. Februar 1942 Stabsarzt, war von Dezember 1942 bis Mai 1943 Kompanieführer der Sanitäts-Kompanie 2./200 in der 21. Panzer-Division in Nordafrika und von Mai 1943 bis Oktober 1946 in Kriegsgefangenschaft des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten.Range 2013 a. a. O.

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft war Schulze von Oktober 1946 bis Januar 1947 arbeitslos, von Januar bis Oktober 1947 Mitarbeiter der Gesellschaft für Wissenschaft und Kunst in Peine, von Oktober 1947 bis Dezember 1951 Volontär-Assistent und Assistenzarzt an verschiedenen Krankenhäusern in Düsseldorf und Berlin, wurde am 14. Dezember 1950 Facharzt für Innere Medizin und war von Januar 1952 bis Juni 1956 Regierungsmedizinalrat in einem Landes-Versorgungsamt in Berlin sowie daneben mit einer freien Arztpraxis tätig.

Am 21. Juni 1956 trat Schulze als Oberstabsarzt in die Bundeswehr ein und war zunächst bis Oktober 1956 Truppenarzt im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn. Von Oktober 1956 bis April 1958 war er Dezernent für Lazarettwesen im Wehrbereichskommando II in Hannover, von Mai 1958 bis April 1962 Sanitätsstabsoffizier im NATO-Oberkommando Allied Land Forces Central Europe in Fontainebleau in Frankreich, von Mai 1962 bis September 1965 Divisionsarzt und zugleich Bataillonskommandeur des Sanitätsbataillons 1 in Bückeburg, von Oktober 1965 bis März 1970 Sanitätslehrstabsoffizier an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und von April 1970 bis März 1971 Referatsleiter Personal V 7 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.

Im April 1971 wurde Schulze Unterabteilungsleiter II (Sanitätswesen) in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und am 8. April 1971 zum Generalarzt ernannt. Mit Ablauf des September 1973 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Auszeichnungen 1940: Eisernes Kreuz II. Klasse 1942: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse

Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Generalarzt (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Person (Führungsakademie der Bundeswehr) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Briten Kategorie:Stabsarzt (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Militärperson (NATO) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann