Rambald von Steinbüchel-Rheinwall (* 21. September 1902 in Graz; † 1990 in Frankfurt am Main) war ein österreichisch-deutscher Architekt.

Leben Von Steinbüchel-Rheinwall wuchs in Graz auf. Er studierte in München und schloss sein Studium 1926 bei Hans Poelzig an der Technischen Hochschule Berlin ab. Nach einem Aufenthalt in Paris arbeitete er zunächst bei Peter Behrens, danach mehrere Jahre bei Poelzig. 1926 gründete er mit anderen Poelzig-Schülern die Gruppe Junger Architekten (G.J.A.).Thomas Katzke: Netzwerken in Berlin. Die „Gruppe Junger Architekten“ 1926–1933. (online als PDF-Dokument auf www.bauwelt.de) 1930 eröffnete er schließlich in Berlin ein eigenes Büro und wurde in den Bund Deutscher Architekten (BDA) und in den Deutschen Werkbund (DWB) berufen, im DWB wurde er bald Vorstandsmitglied.

1930 gewann er den Architekturwettbewerb für den Neubau der Grazer städtischen Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke (heute Holding Graz) am Andreas-Hofer-Platz. Das Gebäude ist eines der wenigen Beispiele des Neuen Bauens in Graz, es gilt als eine der österreichischen Spitzenleistungen der Zwischenkriegszeit und zählt zu den Hauptwerken des damals noch jungen Architekten. Von Berlin aus betreute er bis 1933 die Baustelle in Graz als künstlerischer Leiter. Er beteiligte sich dort auch als Mitglied der Sezession Graz an Ausstellungen. Bis weit nach Kriegsende hielt er lockeren Kontakt zur Grazer Architekturszene.

1949 verlegte Steinbüchel-Rheinwall sein Büro nach Frankfurt am Main, wo er sich auf Hotels und Industriebauten sowie die Einrichtung von Lufthansa-Reisebüros spezialisierte. 1953 entwarf er für den Auftritt der Sekuritwerke auf der IAA eine zweigeschossige Besprechungskoje mit einer Treppe mit gläsernen Trittstufen und gläsernem Geländer.Gesellschaft für Treppenforschung

1973 gewann Steinbüchel-Rheinwall den ersten Preis im Wettbewerb für die Universität Latakia. Dokumentiert sind auch einige großzügige Wohnhäuser gemäßigter Nachkriegsmoderne. Das Büro bestand noch bis 2013.

Bauten mini|Grazer Stadtwerke (1933) mini|Parkcafé (1957) 1930–1933: Städtische Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke in Graz 1931: Gebäude in der Berliner Bauausstellung Sonne, Luft und Haus für Alle vor 1936: Ferienhaus an der HavelWasmuths Monatshefte für Baukunst, Jahrgang 1936, Heft 2 vor 1955: Stadthaus mit Maisonette in Frankfurt am MainArchitektur und kultiviertes Wohnen, Jahrgang 1961, Heft 2 vor 1957: Arzthaus im RheinlandArchitektur und kultiviertes Wohnen. Heft 2/1957 vor 1959: Wohnhaus an der Murg in GernsbachArchitektur und kultiviertes Wohnen, Jahrgang 1959, Heft 2 1957: Park-Café im Rheinpark in Köln-DeutzCube: Neuer Schwung im Nierentisch vor 1961: Haus eines Wissenschaftlers in Marburg (Gartenanlagen von Wilhelm Hübotter) vor 1961: Wohnhaus bei Nördlingen vor 1961: Sekundarschule für Mädchen in KuwaitBauen + Wohnen, Jahrgang 1956, Heft 20 (Digitalisat) 1963–1966: Müllverbrennungsanlage in Frankfurt am MainBauen + Wohnen, Jahrgang 1967, Heft 21 (Digitalisat) vor 1964: Wohnhaus in Essen-BredeneyArchitektur & Wohnen, Jahrgang 1964, Heft 2 vor 1966: Wohnsiedlung für Arbeiter und höhere Angestellte bei EssenArchitektur und kultiviertes Wohnen, Jahrgang 1966, Heft 2 vor 1968: Hotel in Wiesbaden (mit Alois Giefer)Informes De La Construcción, Heft 204/1964 (Digitalisat)

Einzelnachweise

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