Constanze Rora (* 1961) ist eine deutsche Musikpädagogin und Hochschullehrerin.

Werdegang Constanze Rora studierte von 1981 bis 1988 an der Hochschule der Künste Berlin (HdK, heute UdK) Schulmusik sowie an der Technischen Universität Berlin Germanistik und Theaterpädagogik. Nach dem Referendariat an einem Gymnasium und mehreren Jahren als Studienrätin an einer Oberschule wirkte Rora ab 1995 für zehn Jahre als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ästhetische Erziehung (Fachgebiet Musisch-Ästhetische Erziehung MÄErz) der HdK Berlin. Von 1997 bis 2001 war sie dort auch Kollegiatin im interdisziplinären Graduiertenkolleg „Praxis und Theorie des künstlerischen Schaffensprozesses“.Daten zum Projekt, Überblick über das von der DFG geförderte Kolleg. Abgerufen am 6. September 2026. Mit einer Dissertation über „Ästhetische Bildung im musikalischen Gestaltungsspiel“ wurde sie im Jahr 2000 an der HdK promoviert.Nachweis der Dissertation in der Bibliothek der UdK Berlin.

Im Jahr 2005 folgte Rora dem Ruf auf eine Professur für Musikpädagogik und -didaktik an der Universität Leipzig, seit 2009 ist sie Professorin für dasselbe Fachgebiet an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.Personalseite an der HMT Leipzig, abgerufen am 6. September 2026. Zwischen 2012 und 2024 amtete sie mehrfach als Dekanin und Prodekanin der Fakultät III der HMT Leipzig.

Rora ist seit 2013 Vorsitzende der Gesellschaft für Musikpädagogik.Vorstand der GMP, abgerufen am 6. September 2026.

Forschungsschwerpunkte Der Schwerpunkt von Constanze Roras Forschung liegt auf ästhetischen und hermeneutischen Grundlagen der Musikpädagogik und des Musikunterrichts.Kurzbiografie Constanze Rora in: Stimmkunst im 21. Jahrhundert. Multimediale Beiträge des Symposiums am Zentrum für Gegenwartsmusik der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, 21.–22.11.2020 (= Schriften_multimedial, Bd. 1), hrsg. von Martina Sichardt, Gesine Schröder und Constanze Rora. Olms: Baden-Baden 2023, S. 158 (online). Immer wieder befasst sie sich insbesondere mit Theorien des musikalischen Hörens und deren Geschichte (so bei Ernst Kurth, Albert Wellek und Hans Mersmann) sowie mit neueren Untersuchungen zu dem Themenfeld.Dazu beispielsweise Roras Aufsatz Ästhetisches Hören – Theoretische und didaktische Dimensionen auditiver Wahrnehmung in der Ästhetischen Bildung. In: kubi-online » Der Wissensspeicher zu Forschung, Theorie & Praxis Kultureller Bildung, 2015/2012 (online), abgerufen am 7. September 2026. Zu ihren langjährigen Arbeitsfeldern gehörten Vermittlungsprojekte mit Orchestern, beispielsweise ein Toy Symphony Project des MIT in Kollaboration u. a. mit dem Deutschen Symphonie-Orchester BerlinTOY SYMPHONY Collaborators, abgerufen am 6. September 2026. sowie das Vokalhelden-Projekt der Berliner Philharmoniker. Rora kooperiert eng mit Didaktikern für andere Künste. Mit Gundel Mattenklott gründete sie 2009 das interdisziplinäre online-Journal Zeitschrift ästhetische Bildung (ZAEB). Es erscheint ein- bis zweimal jährlich. Ihre Mitherausgeberinnen sind seit 2019 die Schriftstellerin, Bildende Künstlerin und Karlsruher Kunstpädagogikprofessorin Christina Griebel und die Kunstpädagogin und emeritierte Bielefelder Hochschullehrerin Petra Kathke; die Redaktion hat der Dresdner Musikdidaktiker Lukas Bugiel inne.Impressum der ZAEB, abgerufen am 6. September 2026. Die Zeitschrift setzt sich zum Ziel, „die Grenzen zwischen den Didaktiken der künstlerischen Fächer einerseits sowie zwischen schulischen und außerschulischen Bildungsinstitutionen andererseits zu überschreiten“.ZAEB, Rubrik „about“, abgerufen am 6. September 2026.

Weblinks

Personalseite an der HMT Leipzig (mit einem Verzeichnis der Schriften), abgerufen am 6. September 2026. Publikationsverzeichnis beim Fachportal Pädagogik.

Einzelnachweise

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