Klaus-Peter Riedel (* 2. März 1919 in Halberstadt; † 14. April 1996 in Königswinter) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.
Leben Riedel, Sohn eines Oberstleutnants und Arztes, trat am 1. Dezember 1936 als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Regiment 46 in Neumünster in die Wehrmacht ein. In dem Verband diente er zwei Monate. Von April 1937 bis Mai 1941 und von Dezember 1941 bis März 1943 studierte er Humanmedizin an den Universitäten in Berlin, Hamburg, Wien und München und war dazwischen Hilfsarzt und Truppenarzt im Infanterie-Regiment 110 in der Sowjetunion in den Räumen Bobruisk, Kiew, Brjansk und Stalinogorsk. Am 29. Januar 1943 erfolgte die Approbation zum Arzt, am 1. Februar 1943 die Ernennung zum Assistenzarzt und am 3. März 1943 die Promotion zum Doktor der Medizin. Von März bis Oktober 1943 war er Truppenarzt und Regimentsarzt im Grenadier-Regiment 449 in den Räumen Orjol, Desna und Homel in der Sowjetunion, von November 1943 bis Oktober 1944 Adjutant beim Divisionsarzt der 299. Infanterie-Division in den Räumen Gomel, Bobruisk, Wizebsk und Narew und von Oktober 1944 bis Mai 1945 Zugführer, Kompanieführer und Kompaniechef der Sanitäts-Kompanie 299. Am 30. Januar 1945 wurde er zum Stabsarzt ernannt und war von Mai 1945 bis Januar 1946 in Kriegsgefangenschaft des Vereinigten Königreichs.Range 2013 a. a. O.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft war Riedel von Januar bis Juni 1946 arbeitslos. Von Juli bis November 1947 war er Wachmann im Sperrwaffenarsenal in Kiel, von Dezember 1946 bis Juli 1959 Lagerarzt für die Betreuung von Flüchtlingen beim Kreisgesundheitsamt Südtondern, von September 1950 bis Ende 1953 Assistenzarzt und Leitender Arzt an der Poliklinik beim Gesundheitsamt von Wernigerode und von Januar 1954 bis April 1956 Chefarzt eines selbständigen Landambulatoriums im Kreis Wernigerode.
Am 16. April 1956 trat Riedel als Oberstabsarzt in die Bundeswehr ein und war zunächst bis November 1956 als Prüfoffizier in der Annahmeorganisation in Köln eingesetzt. Von Dezember 1956 bis April 1962 war er Dezernent und Dezernatsleiter im Truppenamt in Köln, von Mail 1962 bis September 1966 Divisionsarzt der 3. Panzerdivision und Bataillonskommandeur des Sanitätsbataillons 3 in Buxtehude, wo er am 6. April 1966 die Anerkennung zum Amtsarzt erhielt, von Oktober 1966 bis März 1967 Dezernatsleiter der Hygienischen Untersuchungsstelle beim Wehrbereichskommando II in Hannover und von April 1966 bis Dezember 1970 Referatsleiter Führung/Planung in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.
Im Januar 1971 wurde Riedel Inspizient des Sanitätsdienstes Heer sowie Generalarzt des Heeres im Heeresamt in Köln und am 8. März 1971 zum Generalarzt ernannt. Mit Ablauf des September 1973 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Auszeichnungen 1943: Eisernes Kreuz I. Klasse 1944: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse 1944: Infanterie-Sturmabzeichen 1944: Verwundetenabzeichen in Schwarz 1973: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
Schriften
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Generalarzt (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Briten Kategorie:Stabsarzt (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Emigrant aus der DDR Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1919 Kategorie:Gestorben 1996 Kategorie:Mann