mini|Wappen der Familie Rinuccini Giovanni Rinuccini (* 22. Juni 1743 in Florenz; † 28. Dezember 1801 in Rom) war ein italienischer Kardinal der Römisch-katholischen Kirche.

Leben Giovanni Rinuccini wurde als jüngstes von vier Kindern von Folco Rinuccini and Maria Camilla Aldobrandini in einer dem Stadtpatriziat angehörenden Familie geboren. Nach Abschluss seiner akademischen Ausbildung, die in einer Quelle als bezeichnet wird, trat er in die Dienste der Römischen Kurie. Er war unter anderem Apostolischer Protonotar seit April 1763, Sekretär Kongregation für die Verbreitung des Glaubens von September bis November 1770, Referendar an den Tribunalen der Apostolischen Signatur seit 9. Juni 1763, Vizelegat in Bologna seit Juli 1763 und Relator der Sacra Consulta seit Oktober 1766.

Von 1789 bis 1794 war er in der Verwaltung des Kirchenstaats Gouverneur von Rom und zugleich Vizekämmerer der Apostolischen Kammer. Pius VI. erhob ihn im Konsistorium vom 21. Februar 1794 in den Kardinalsrang; am 12. September 1794 erhielt er die Titeldiakonie San Giorgio in Velabro als Kardinaldiakon und am 21. September 1794 empfing er die Diakonweihe. Er nahm teil am Konklave 1799–1800, das Papst Pius VII. wählte. 1801 wurde er zudem Präfekt für die Wirtschaftsverwaltung der Kongregation de Propaganda Fide.

Giovanni Rinuccini starb am 28. Dezember 1801 im Alter von 58 Jahren in Rom an den Folgen eines Schlaganfalls. Er wurde in der römischen Kirche San Marcello aufgebahrt und zunächst auch dort begraben. An den Beisetzungsfeierlichkeiten nahm der Papst selbst teil. Im Juli 1802 wurden seine sterblichen Überreste in die Kirche San Giovanni dei Fiorentini überführt und im Grab seiner Familie beigesetzt.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Kardinal (18. Jahrhundert) Kategorie:Kardinal (19. Jahrhundert) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1743 Kategorie:Gestorben 1801 Kategorie:Mann